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SCHULTZE GETS THE BLUES

SCHULTZE GETS THE BLUES

Regie Michael Schorr

Kritiken • SCHULTZE GETS THE BLUES

25. April 2004 | SCHULTZE GETS THE BLUES • Kritik • SPIEGEL Online

Schöne Bilder, leise Komik und ein großartiger Schauspieler zeichnen den Film aus, meint Oliver Hüttmann. Der Regisseur inszeniert ein "ebenso poetisches wie präzises Porträt ostdeutscher Provinz. ... Die Komik des wehmütigen, immer warmherzigen Films liegt in der Lakonik der Bilder, der stoischen Stille und dem schicksalsergebenen Trott der trotzdem wunderbaren Charaktere. ... Den Stillstand illustriert Schorr wie ein Stillleben. Die statischen, langen Kameraeinstellungen sind strikt diagonal oder horizontal eingegrenzt, ein Fluchtpunkt fehlt meist und viele Motive wiederholen sich. ... Das ist poetisch stilisierte Wirklichkeit."

24. April 2004 | SCHULTZE GETS THE BLUES • Kritik • Frankfurter Rundschau

Das geringe Budget hat dem Film nichts geschadet, findet Daniel Kothenschulte. "Michael Schorr rettet sich in einen semi-dokumentarischen Filmstil, wie man ihn nur vom jüngeren österreichischen Kino kennt, freilich ohne die Neigung, dabei auf den Insignien des Kleinbürgertums herumzureiten. Und gewürzt mit einer guten Portion Kaurismäki: So findet das eine zum anderen, die Einfachheit der Form zur Einfachheit des Humors, Lakonie genannt. Hauptdarsteller Horst Krause verschmilzt so vollständig mit seiner Filmfigur."

22. April 2004 | SCHULTZE GETS THE BLUES • Kritik • Die Tageszeitung

Anke Leweke hat "selten im Kino eine so zarte, leise Reise gesehen". Beeindruckt ist die Kritikerin vom Hauptdarsteller Horst Krause. "Schon als Joachim Króls zurückgebliebener Bruder in Detlev Bucks "Wir können auch anders" entwickelte der Schauspieler diskrete Größe. Ausgerüstet mit einem unverwüstlichen Stoizismus, scheinen alle Widrigkeiten des Lebens an seinem mächtigen Körper abzuprallen. In der Rolle des Schultze entwickelt Krause eine nun ungeahnte Verletzlichkeit, wirken seine behäbigen Bewegungen manchmal ganz sanft."

22. April 2004 | SCHULTZE GETS THE BLUES • Kritik • Frankfurter Rundschau

Volker Mazassek spricht in Superlativen: SCHULTZE GETS THE BLUES ist der beste deutsche Film des Jahres. Der Film "ist komisch, ohne Komödie zu sein und traurig, ohne ins Tragische abzudriften. Michael Schorr hat eine eigene, vielversprechende Handschrift, und er setzt da an, wo es beginnt wehzutun."

22. April 2004 | SCHULTZE GETS THE BLUES • Kritik • Die Zeit

Einen Film mit "vielen grandiosen Stillleben" hat Christof Siemes gesehen. Weil der Regisseur sich viel Zeit mit den Figuren läßt sind sie dem Kritiker ins "Herz eingefahren". "Der Schauspieler Horst Krause macht aus dem Revoluzzer im Heer der Reglosen ein Naturereignis. Ehrfürchtig umkreist die Kamera seinen prallen Leib, wie sie zuvor die Kali-Abraumhalde umrundet hat. Wie ein Diogenes, der seine Tonne verschluckt hat, sitzt er stiernackig in Jeans und Hosenträgern da. Bis er, der Akkordeonspieler, nachts im Radio eine fremde Musik hört."

21. April 2004 | SCHULTZE GETS THE BLUES • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal empfiehlt den Kinobesuch wegen den hervorragendem Schauspieler Horst Krause und dem Film selbst. "Mit der Geschichte des dicken anhaltinischen Vorruheständlers Schultze ist [dem Regisseur] ein Film über den Osten als kuriose, aber trügerische Sehnsuchtswelt gelungen, wie er genauer, lakonischer und berührender nicht sein könnte. ... SCHULTZE GETS THE BLUES ist der erste deutsche Film, der ohne die Wiedervereinigung nicht denkbar wäre und deren Folgen beschreibt, ohne ausdrücklich von ihr zu sprechen."

2004 | SCHULTZE GETS THE BLUES • Kritik • film-dienst 08/2004

Andrea Dittgen ist verblüfft über den Film, weil "ein deutscher Film von typisch deutschen Menschen und Traditionen handelt - und trotzdem nicht 'typisch deutsch' wirkt." Warum das so ist, faß die Kritikerin in einem langen Satz zusammen. "Das liegt an der Art, wie der 38-jährige Autor und Regisseur Michael Schorr seine Geschichte erzählt: in wunderschön konstruierten Tableaus einer an sich trostlosen Landschaft, wortkarg, musikbetont und mit einem augenzwinkernden Humor, der auch vor den ernsten Seiten des Lebens nicht halt macht - und mit einem überragenden Hauptdarsteller."

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