Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

ELEPHANT

ELEPHANT

Regie Gus Van Sant

Kritiken • ELEPHANT

12. April 2004 | ELEPHANT • Kritik • SPIEGEL Online

Oliver Hüttmann sieht in dem Ende des Films zahlreiche "missverständliche Klischees". Obwohl der Regisseur mit "virtuosen Kamerabildern und hypnotischer Atmosphäre", "mit befremdlicher Konsequenz und bizarrer Nüchternheit" erzählt, überzeugt das Werk den Kritiker nicht wirklich. Die Charaktere bleiben zu skizzenhaft. "Weil er keine Typologie verifizieren will, spielt Van Sant in den beiden Killern alle Klischees und Gegenbeispiele gegeneinander aus, bis man gar nichts mehr in ihnen sehen kann. Und zugleich sind sie trotzdem die einzigen Personen, denen Van Sant sich im Schlussakt ausführlicher nähert."

08. April 2004 | ELEPHANT • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Die Sinnlosigkeit von Gewalt gehört zu den am schwersten vermittelbaren Aussagen in der Kunst." Für Daniel Kothenschulte ist ELEPHANT "der bedeutendste Film des letzten Jahres: Selbst nach dem Einbruch des Unfassbaren feiert er die Dinge des Lebens, die auch nach dem Schrecken nicht aufhören wollen, weiterhin zu existieren."

01. April 2004 | ELEPHANT • Kritik • Die Zeit

Robin Detje hat der Film gar nichts erzählt. "Gus Van Sant freut sich der Unkonventionalität, zu der er sich entschlossen hat, und erwürgt sein Werk. Die größte Zumutung in diesem Film ohne Psychologie und Begründungen stellt Van Sants plötzlicher Einfall dar, die Handlungen der Mörder nun doch zu begründen und sich dabei der plattesten Klischees zu bedienen: Keiner mag diese Jungs, also spielen sie Videoballerspiele und gucken Nazivideos, dann greifen sie zur Knarre."

2004 | ELEPHANT • Kritik • film-dienst 07/2004

Ulrich Kriest lobt Regisseur und Film. Gus Van Sant wählt die "unspektakuläre, aber ungleich skandalösere Opferperspektive. ... Der Zuschauer bekommt die Chance, sich mit Mimik und Gestik der Jugendlichen, ihrem Habitus, ihren Kleider- und Körpercodes vertraut zu machen, wobei ihr ständiges In-Bewegung-Sein etwas Rührendes hat." Spätestens nach dem Amoklauf wird der Film unangenehm. "Nicht etwa, weil sich die Gewalt grafisch explizit entlädt, sondern weil der Zuschauer diejenigen, die kurzerhand ausgelöscht werden, zuvor ein wenig kennen gelernt hat und weil er ahnt, dass diese Schüler jetzt sterben werden. Ein böser, gnadenloser Abzählreim setzt ein."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,36436