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THE RETURN - DIE RÜCKKEHR

THE RETURN - DIE RÜCKKEHR

Regie Andrej Swjaginzew

Kritiken • THE RETURN - DIE RÜCKKEHR

02. April 2004 | THE RETURN - DIE RÜCKKEHR • Kritik • Spiegel Online

"Mit seiner symbolgeladenen Bildsprache und religiösen Konnotationen markiert Swjaginzews Film auch über den Titel hinaus eine Rückkehr zu den legendären Traditionen des russischen Kinos", meinen Julia und Rüdiger Sturm.

01. April 2004 | THE RETURN - DIE RÜCKKEHR • Kritik • Die Tageszeitung

Nur auf den ersten Blick knüpft der Regisseur an die große Tradition des russischen Kinos an, meint Birgit Glombitza. "Mit seiner symbolischen Schwere, seinen mythischen Aufladungen, seiner Strenge und Intensität. Dass Swjaginzew dennoch daran liegt, sich ein neues Terrain zu erschließen, erkennt man an der eigenwilligen Mischung aus Präzision und Leichtigkeit, mit der er sich ans Werk macht. Und die erinnert wiederum mehr an Filme von Jacques Doillon als an die von Andrei Tarkowski. Swjaginzews minimalistische Bilder aus Wind und Regen, Autofahrt und Staub und die erzählerische Eleganz verteilen Bedeutungsüberschüsse diskret in den Hintergrund."

01. April 2004 | THE RETURN - DIE RÜCKKEHR • Kritik • Frankfurter Rundschau

Einzelne Motive haben Karsten Visarius von der "Dichte" dieser "schnörkellos entwickelten Erzählung" überzeugt. "In einer Montage schwarzweißer Fotografien, einem Epilog, der dem Ende folgt, deutet Andrej Swjaginzew eine glücklichere Variante seiner Erzählung an, einen Film ohne Fragen. Ganz diskret haben Abrahamsopfer, Abendmahl, der Anklang an ein von Andrea Mantegna gemaltes Bild von Christus im Todesschlaf, Motive der christlich-jüdischen Tradition und das Thema eines geschichtlich verstummten, abwesenden Vater-Gottes ins Gedächtnis gerufen. Mit THE RETURN hat eine Crew enthusiastischer Debütanten ... ein lange nachwirkendes Werk geschaffen."

01. April 2004 | THE RETURN - DIE RÜCKKEHR • Kritik • Berliner Zeitung

Jan Brachmann hat viele Fragen an den Film, weil er zuwenig Antworten liefert. "Man fragt sich ständig, warum die Menschen in diesem Film sich so seltsam verhalten, warum die Mutter so gut wie keine Rolle spielt. Stets weist das Sichtbare über sich hinaus, aber was sich darin andeutet, eröffnet keinen Sinnhorizont. Die Symbole werden zu ihrer eigenen Sackgasse. Das ist quälend und erzeugt Misstrauen. Nicht nur sichert der Vater seine Autorität den Söhnen gegenüber durch die Wahrung seines Geheimnisses; auch der Regisseur sichert sich seine autoritäre Faszination auf den Zuschauer, indem er mit diesem Geheimnis kokettiert, sich nie festlegt, nie konkret wird. Doch was steckt dahinter?"

01. April 2004 | THE RETURN - DIE RÜCKKEHR • Kritik • Die Zeit

Für Andreas Busche ist THE RETURN ein "mysteriöser, fast mystischer Film. ... Worte haben weit weniger Bedeutung als das Rascheln der Grashalme oder das Prasseln des Regens. ... Dabei führt Swjaginzew die Idee des Roadmovies ad absurdum. Die innerlichen und äußerlichen Bewegungen der Figuren finden hier nicht mehr zueinander."

31. März 2004 | THE RETURN - DIE RÜCKKEHR • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala ist THE RETURN "immer spannend, beunruhigend und bewegend zugleich". Das enge psychologische Kammerspiel ist faszinierend. Das der Regisseur eine Deutung verweigert, schlägt den Kritikern-Interpretationen die große Stunden: "Manche sehen in diesem Regisseur einen religiösen Mystiker und späten Wiedergänger Tarkowskis. Lesen das von Sonntag bis Sonnabend fatal voranschreitende Geschehen als umgekehrte Schöpfungsgeschichte. Verweisen auf Schlüsselszenen, in denen der Vater dem todesschlafenden Christus ähnelt, gerade so wie Andrea Mantegna ihn malte. Andere lesen die Familien-, die Generationenkriegsgeschichte politisch: als schizophren nachgetragene Sehnsucht eines Volks nach dem gestürzten Zaren oder auch Zentralkomitee-Vorsitzenden; nur sollte der die 'Rückkehr' an seinen Platz dann doch besser nicht wagen."

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