| Regie | Todd Phillips |
Dörte Langwald führt ein Interview mit Ben Stiller und Owen Wilson.
Harald Peters ist begeistert: wunderbar altmodisch einfach ist der Film, ein schöner noch dazu. Außerdem deckt der Kritiker die vier Ideen des Drehbuchautor und Regisseur Todd Phillips auf.
Katja Lüthge erkennt das Wesentliche: die "Dominanz des Stils über die Story". Der Regisseur "hat die ästhetischen Vorgaben des Originals aber nicht nur liebevoll restauriert, sondern zudem mittels psychoanalytischer Durcharbeitung zugespitzt. Vor allem kommt ihm das Verdienst zu, die damals nur im Subtext umherschmachtenden homoerotischen Bande zwischen Starsky und Hutch - nicht umsonst waren die beiden Vorbild für alle echten Kumpels, die später als "Buddys" Karriere machten - herausgearbeitet zu haben. ... Auf ideale Weise jedenfalls lenken die tollen Darsteller und die detailverliebte Ausstattung von der an Albernheiten reichen Story ab und garantieren damit für das sofortige Vergessen der Handlung nach dem Verlassen des Kinos. Eine schönere Referenz an die Originalserie ist wohl kaum denkbar."
Bodo Mrozek hat ein gelungenes Remake, das dicht an seinem Vorgänger bleibt, gesehen. STARSKY & HUTCH "kommt ohne aufgemotzte Spezialeffekte aus. Es braucht auch keine. Im Grunde ist es gar kein Krimi. Es ist die romantische Liebesgeschichte zwischen zwei heterosexuellen großen Jungs - und eine Hommage an die Zeit, in der wir kleinen Jungs alle genau so gute Freunde sein wollten wie Starsky & Hutch."
Viel Mühe haben sich die Macher mit Kostüm, Dekoration und Requisite gemacht, stellt Martin Wolf fest. "Regisseur Todd Phillips, 34, wollte die Welt wiedersehen, die er aus den Fernsehserien seiner Kindheit kannte. Nostalgieselig und mit einem 60-Millionen-Dollar-Etat im Rücken, hat Phillips den Film überladen mit wunderbar widerwärtigem Disco-Kitsch der siebziger Jahre."
René Classen hat dem Film seine dramaturgischen Schwächen verziehen "angesichts des Enthusiasmus, mit dem Philips die 1970er-Jahre - inklusive ihrer modischen wie sexuellen Hemmungslosigkeit - wiederauferstehen lässt. ... Letztlich bietet der Film das gleiche Maß an kurzweiliger Unterhaltung wie eine Folge der Fernsehserie, was für einen Kinofilm im Grunde zu wenig ist, aber immer noch mehr als man in der Regel von einem Film erwartet, der seine Entstehung allein seiner potenziellen Vermarktbarkeit verdankt."