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SUPERTEX - EINE STUNDE IM PARADIES

SUPERTEX - EINE STUNDE IM PARADIES

Regie Jan Schütte

Kritiken • SUPERTEX - EINE STUNDE IM PARADIES

12. März 2004 | SUPERTEX - EINE STUNDE IM PARADIES • Kritik • Die Tageszeitung

Ein "unfreiwilliges Lehrstück" hat Anke Leweke gesehen. "Bevor man also Umfeld und Personen überhaupt kennen lernen kann, wird man bereits recht rabiat in den Grundkonflikt hineingeworfen. So funktioniert der ganze Film. Akribisch und der Reihe nach werden die einzelnen Standpunkte und Lebenshaltungen vorgebracht und abgehakt. ... Immer legt sich die aufdringliche Musik von Zbigniew Preisner bleischwer auf die banalsten Szenen. Vielleicht ist es die Angst ins Fettnäpfchen zu treten, die diesen Film fast zwanghaft bieder und korrekt erscheinen lässt. Seine gediegenen, auf Hochglanz polierten Bilder wachen sorgfältig darüber, dass bloß kein Klischee aus der Reihe tanzt."

11. März 2004 | SUPERTEX - EINE STUNDE IM PARADIES • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Regisseur hat den Roman "souverän an- und umverwandelt", meint Peter von Becker. "Bei Schütte braucht es keine Psycho-Couch und keine Rückblenden, und die Hauptfigur Max Breslauer ist wie die ganze Geschichte verschlankt, befreit auch von ein paar spekulativ wirkenden Peinlichkeiten. ... Jan Schüttes milieusichere holländisch-jüdische Familiensaga mit internationaler Besetzung wirkt vor dieser Überraschung noch eine Spur zu gediegen. Man hätte sich das gesamte Drehbuch etwas unberechenbarer, ja: 'meschuggener' gewünscht. Doch die Wendung vom psychologischen Kammerspiel zum Gesellschaftspanorama gelingt."

2004 | SUPERTEX - EINE STUNDE IM PARADIES • Kritik • film-dienst 05/2004

Für Ulrich Kriest verallgemeinert der Regisseur die subjektive Perspektive des Romans "durch den gewählten Kniff zu einer umfassenden (Ver-)Störung eines Familienverbandes von Mitteleuropäern, die auf mehr oder weniger schmerzhafte, auf mehr oder weniger komische Weise die Begrenzungen eines Materialismus skizziert, der ohne Bewusstsein der eigenen Geschichte in 'transzendentalen Obdachlosigkeit' (Lukács) lebt. Er tut dies allerdings auf eine aufregend lässige und äußerst elegante Art." Der Film "ist ein eleganter, präziser, sehr professioneller Ensemblefilm voller kleiner und großer Handlungsvolten, der souverän mehrere divergierende Tonarten anschlägt und sich auf verschiedenen Ebenen lesen lässt. Es ist europäisches Qualitätskino par excellence."

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