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IDENTITY KILLS

IDENTITY KILLS

Regie Sören Voigt

Kritiken • IDENTITY KILLS

12. März 2004 | IDENTITY KILLS • Kritik • Die Tageszeitung

Für Andreas Busche hat der Regisseur ein sicheres Auge und der Film ist eine kleine Sensation: "Wo bloße Repräsentation als Kritik zwangsläufig versagen muss, setzt er auf dokumentarische Unschärfen. Die Sprache ist unfertig und verletzlich, die Kamera lapidar. Immer wieder enden Szenen nach langem Schweigen abrupt, als wäre das Band voll gewesen. Schnitte und Übergänge folgen keinem filmisch-psychologischen Prinzip mehr. So werden die kleinen psychischen Verletzungen umso sichtbarer. Voigts Blick ist jedoch nie wertend; er beobachtet aus der distanzierten Position eines Menschen, der sich über seine eigenen Lebenszusammenhänge erst wieder klar werden muss. Die Auseinandersetzung mit der Lebenswelt verläuft in IDENTITY KILLS über die Negation des bürgerlichen Entwicklungsromans. Normalität ist von Beginn an nicht mehr herstellbar."

12. März 2004 | IDENTITY KILLS • Kritik • Berliner Zeitung

Daniela Pogade faßt es kurz zusammen: "IDENTITY KILLS ist eine interessante und zweifellos mit Bedacht erstellte filmische Skizze", die einen überraschend dramatischen Ausgang nimmt. "Der Filmmacher Sören Voigt hat mit IDENTITY KILLS ein Charakter-Stillleben geschaffen, das zum Ende hin doch recht unerwartet nach Thriller-Elementen greift. Man darf das aber als einen Versuch verstehen, die ausgetretene Pfade des Absolventen-Filmschaffens zu meiden. Spröde, authentisch und minimalistisch geht es ja plötzlich allenthalben zu."

11. März 2004 | IDENTITY KILLS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Kirsten Liese profiliert sich der Regisseur "als einer der viel versprechendsten Jungtalente des deutschen Kinos". "In seiner elliptischen Erzählweise führt IDENTITY KILLS den Zuschauer immer wieder aufs Glatteis. Szenen brechen unvermittelt ab, Zeit vergeht sprunghaft in einem Film, der sich glaubwürdig und mit viel Nervenkitzel mehr und mehr zu einem Psychothriller steigert, in dem es weder Anzeichen für einen geplanten Identitätswandel noch für eine Realitätsverweigerung gibt."

11. März 2004 | IDENTITY KILLS • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film "passt perfekt in diese Zeit der großen Depression nach der Berlin-Euphorie", mein Christina Tilmann. "Es ist ein Berlin-Film der hoffnungslosen Sorte. Diese Kälte, diese Hässlichkeit, diese Tristesse zwischen Fischerinsel und Alexanderplatz." Die Hauptdarstellerin hat etwas "Sanftes, Demütiges, Stures. Man möchte sie packen manchmal, ihr zurufen: 'Wehr dich doch!' Und doch kämpft Karen auf ihre Weise, und am Ende gewinnt sie. Zumindest ein One-Way-Ticket weg aus Berlin."

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