| Regie | Mathieu Kassovitz |
Birgit Roschy hat hinter der "chaotische Effekthascherei samt klischeehaftem Happy End" doch noch eine abgründige Geschichte hinter der Geschichte entdeckt. Ansonsten ist der Film mit Running Gags gespiekt, "die, das muss man diesem bizarren Film lassen, zugleich abgeschmackt, unfreiwillig komisch und ziemlich gruselig sind."
Carmen Böker enthüllt die Beziehungen des Films zur gothic novel des 18. Jahrhunderts. Überaus lustvoll und ironisch deckt die Kritikerin die verschiedenen Versatzstücke und Klischees des Films (Regen, Dunkelheit, labyrinthische Architekturanordnungen usw. usf.) auf. Der kommt dabei allerdings nicht besonders gut weg.
Der Film ist ein von allen guten Geistern verlassener Horror, meint Daniel Haas, gut besetzt und erstaunlich reaktionär. Halle Berry kämpft sich "durch eine Story, die gespenstisch unlogisch ist. Wenn Übersinnliches im Spiel ist, so vermutlich das Kalkül der Filmemacher, muss die Handlung nicht wirklich einen Sinn ergeben."
Rüdiger Sturm führt ein Interview mit dem Regisseur und Schauspieler Mathieu Kassovitz.
Der Film zieht sich den Boden unter den Füßen weg, meint Rüdiger Suchsland. Er beginnt stark "als durchaus gelungener (Psycho-)Thriller mit Horrorelementen, der zum (Frauen-)Gefängnisfilm mutiert, in dem kaum ein bekanntes Stereotyp fehlt." Kamera, Production Design suggerieren "fortwährend Unheimlichkeit, Schauder und Erschrecken", geschickt entfaltet sich "die klaustrophobisch- düstere Stimmung eines Schauerromans der Schwarzen Romantik." Aber der Film hält nicht durch: Die Story leidet darunter, "dass die wunderbar etablierten Motive und Erzählfäden nicht zu einem befriedigenden Ende finden. Alles löst sich viel zu schnell und viel zu einfach auf."