Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

ERBSEN AUF HALB 6

ERBSEN AUF HALB 6

Regie Lars Büchel

Kritiken • ERBSEN AUF HALB 6

04. März 2004 | ERBSEN AUF HALB 6 • Kritik • Frankfurter Rundschau

Gunter Göckenjahn hat sich zwar in dem Film nicht gut amüsiert, aber viel über deutsche Filmförderung gelernt. "Die Förderer der Kinowirtschaft ... setzen gern aufs Triviale in gehobener Verpackung. Und das Seichte im Prunkkostüm ist Büchels Spezialität. Er arbeitet, man kennt das von JETZT UND NIE, mit problembeladenen Menschen und hübschen Bildern. ... Vermutlich um der künstlerischen und menschlichen Tristesse dieser Standard-Liebesgeschichte zu entgehen, schickt das Drehbuch Lilly und Jakob auf eine lange Reise, die leider zu einem Ausflug durch exotische Versatzstücke des Kunstkinos gerät."

04. März 2004 | ERBSEN AUF HALB 6 • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker ist einwenig übel geworden: "ERBSEN AUF HALB 6 ist wie eine Torte, auf die der Konditor immer noch ein Sahnehäubchen spritzt, und wir müssen alles aufessen". Der Film hat von allem etwas zu viel.
"Dass das Kino, dieses Medium der Sichtbarkeit, das Sprache durch Bilder (teil)ersetzt, sich ausgerechnet zwei Helden sucht, die seine Welt nicht teilen können, ist mutig. Und es legt eine aufregende Doppeldeutigkeit über alles. Nicht nur als Jakob und Lilly durch Rapsfelder laufen, immer wieder ganz nah aneinander vorbei, ist die Gefahr nicht weit, dass das Poetisch-Skurrile umschlägt in Taktlosigkeit. Es passiert nie."

03. März 2004 | ERBSEN AUF HALB 6 • Kritik • Die Tageszeitung

Kathrin Bettina Müller schreibt ein Porträt der Schauspielerin
Fritzi Haberlandt. Die Rolle der blinden Lilly hat die Schauspielerin "herausgefordert, mit offenen Augen das Sehen zu verlernen: eine Übung darin, dem Sein mehr zu vertrauen als dem Schein. Man glaubt es ihr jeden Augenblick, die Übersetzung der Erfahrung aller Sinneseindrücke (außer dem Augensinn) in innere Bilder von einer Intensität, die Sehende nur schwer erreichen."

2004 | ERBSEN AUF HALB 6 • Kritik • film-dienst 05/2004

Horst Peter Koll hat ein kleines Wunder gesehen. Der Regisseur geht souverän mit den Bildern um, sensibilisiert die Zuschauer "für eine andere, 'innere' Logik und Glaubwürdigkeit der Geschichte. Mit liebevollem Forscherdrang nutzt er die Kunstgeheimnisse des idyllisch-gefühligen, uneingeschränkt affirmativen Erzählkinos, das in Hollywood zwangsläufig in eine triviale Schnulze münden würde, wobei auch Büchel nicht die geringsten Berührungsängste vor (vermeintlicher) Trivialität und herzerreißender Gefühligkeit zeigt. Da er jedoch inzwischen eine beachtliche handwerkliche Perfektion und Souveränität erreicht hat, gelingt ihm der Spagat auf dem schmalen Grat von absichtsvollem 'Kitsch' und lustbetonter Ironie nahezu immer, mit der er die Handlung anreichert und 'intellektualisiert'."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,36511