Inhalt • ERBSEN AUF HALB 6
Jakob Magnuson, ein erfolgreicher Theaterregisseur, verliert bei einem Verkehrsunfall sein Augenlicht - und damit auch jegliche Lebensperspektive. Er trifft auf Lilly Walter, die geburtsblind ist. Zusammen begeben sie sich auf eine Reise quer durch Europa. Eine Reise voll skurriler Begegnungen und liebenswerter Momente. Langsam entsteht sie, die Liebe. Die Liebe zwischen zwei Menschen, die einander die Welt beschreiben und begreifbar machen.
Horst Peter Koll hat ein kleines Wunder gesehen. Der Regisseur geht souverän mit den Bildern um, sensibilisiert die Zuschauer "für eine andere, 'innere' Logik und Glaubwürdigkeit der Geschichte. Mit liebevollem Forscherdrang nutzt er die Kunstgeheimnisse des idyllisch-gefühligen, uneingeschränkt affirmativen Erzählkinos, das in Hollywood zwangsläufig in eine triviale Schnulze münden würde, wobei auch Büchel nicht die geringsten Berührungsängste vor (vermeintlicher) Trivialität und herzerreißender Gefühligkeit zeigt. Da er jedoch inzwischen eine beachtliche handwerkliche Perfektion und Souveränität erreicht hat, gelingt ihm der Spagat auf dem schmalen Grat von absichtsvollem 'Kitsch' und lustbetonter Ironie nahezu immer, mit der er die Handlung anreichert und 'intellektualisiert'."