"In THE COOLER überhöht Kramer das Wesen des Spielers nun zu einer Parabel auf das Spiel des Lebens", meint Oliver Hüttmann. "Kramers Film gewinnt vor allem mit seinem grandiosen Drehbuch und seinem exzellenten Ensemble. Bei den ebenso hingebungsvollen wie humorvollen Liebesszenen schenkt er Macy und Bello ("Man hat es mir schon schlechter besorgt") in der Freizügigkeit eine wahrhaftige Wärme."
Philipp Bühler hat den Film nicht als "schrullige Klamotte aus dem Glücksspielermilieu" abgetan. Der Film stellt große Fragen. "Das Drehbuch von Regisseur Wayne Kramer verhindert, dass sich hier irgendjemand in Klischees verrennt. Clever ausgedacht und rechtschaffen epigonal atmet der Film die widerborstige Eleganz eines totgeglaubten Independent-Kinos. Da ist der abgetragene Kasinoschick mit seinen Halbweltfiguren und ihrer Sehnsucht nach einer vergangenen Epoche, dem alten Vegas. Bekannte Bilder von Männern in Anzügen, mit dicken Geldbündeln wedelnd. Aber es gibt auch eine Geschichte, die in aller Ruhe erzählt wird und jede Figur mit einer Vergangenheit und einer möglichen Zukunft ausstattet."
Christina Heinen ist begeistert: THE COOLER "ist wunderbar stylish, aber wie in Quentin Tarantinos TRUE ROMANCE und David Lynchs WILD AT HEART ist Stil kein Selbstzweck, sondern die einzige verbliebene Möglichkeit, in einer ironisch gebrochenen Form doch noch von Gefühlen zu erzählen: eine der wenigen echten Liebesgeschichten, die im Kino in den letzten Jahren zu sehen waren - ein Glücksfall von einem Film."
"Ganz ohne Pathos lässt Wayne Kramer in THE COOLER die Kraft der Liebe gegen die Macht des Geldes antreten", meint Martin Schwickert. Der Regisseur inszeniert wenig rührselig sein Werk. "Formen und Farben von modernen Kinomärchen und nostalgischem Film Noir zerlaufen ineinander. Die romantische Love-Story wird heruntergekühlt. Roh und ungeschönt präsentieren sich die Sexszenen. Keine Luxuskörpergymnastik. Keine kunstvollen Schnittorgien. Die einfache Draufsicht zeigt mehr, etwa das friedliche Nebeneinander von Verzweiflung und Glück."
Die vielen Kinoklischees sind Holger Römers sofort aufgefallen. Der Regisseur hat sich seiner offensichtlichen Vorbilder bedient, um "den vulgären Neonglanz der Spielerstadt sowie die pittoreske Tristesse ihrer Schattenwinkel als Kontrastfolie für das dick aufgetragene Sentiment seiner melancholischen Love Story zu nutzen." Der Film plätschert anfangs einschmeichelnd dahin, aber der Regisseur will "seine Love Story partout mit einem elegisch- düsteren Mafiosi-Subplot verknüpfen".