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STIMMEN AUS DEM WALD

STIMMEN AUS DEM WALD

Regie Limor Pinhasov Ben Yosef
Yaron Kaftori Ben Yosef
Kinostart 20.01.2005

Kritiken • STIMMEN AUS DEM WALD

24. Januar 2005 | STIMMEN AUS DEM WALD • Kritik • Neues Deutschland

Dieser Film versucht etwas, an dem er scheitern muss, konstatiert Gunnar Decker. Wie das Filmteam arbeitet ist überaus "verblüfft. Man könnte es selbstverständlich-freiheitsbewusst nennen, oder auch naiv. So klingen jedenfalls manche ihrer Fragen. Aber es ist durchaus erfrischend, dieses völlige Unverständnis für jede totalitäre Situation, in der das Leben des Einzelnen nichts zählt. Gut, wenn sich das jemand nicht vorstellen kann, möchte man fast sagen, wenn jemand die Atmosphäre der Angst nicht mehr mitzudenken vermag."

20. Januar 2005 | STIMMEN AUS DEM WALD • Kritik • Berliner Zeitung

Obwohl es nur geringer Mühe bedurft hätte, die politischen Wirrnisse im Wilna-Gebiet zu erläutern, bietet der Film kaum eine Erhellung des geschichtlicher Hintergrunds, schreibt Jan Brachmann. STIMMEN AUS DEM WALD setzt ganz auf Stimmung. "Da verlässt der Film die Grundlage, auf der die Nachfahren der Täter und jene der Opfer zu einem Gespräch finden können. Hier wird, über das notwendige Gedenken an die Toten hinaus, den Lebenden die Zukunft streitig gemacht, Auslöschung mit Auslöschung beantwortet. Blut und Boden treten an die Stelle vernünftiger Erwägungen, wie ein Leben nach diesem Verbrechen möglich sein könnte."

20. Januar 2005 | STIMMEN AUS DEM WALD • Kritik • Die Tageszeitung

Für Jan-Hendrik Wulf setzt der Film Zeitzeugenberichte und Tagebuchnotizen "zu einem prekären und zum Teil auch widersprüchlichen Bild der Erinnerung an ein Verbrechen zusammen. ... Bei aller Beredsamkeit fällt es den Zeitzeugen schwer, sich selbst zu den Ereignissen in Beziehung zu setzen. Hölzerne Emotionslosigkeit kontrastiert zuweilen unerträglich mit redundanten Erklärungsversuchen. So, als müssten die Zeugen noch am Ende ihr gelebtes Leben gegen uneingestandene Schuldgefühle und die Fragen der Filmemacher verteidigen."

Januar 2005 | STIMMEN AUS DEM WALD • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

13. Februar 2004 | STIMMEN AUS DEM WALD • Kritik • Die Tageszeitung

Für Christian Semler kann der Film ein großes Problem nicht lösen: "Zuschauer und Opfer sind präsent, aber die Täter bleiben verschwommen." "Unversehens geraten im Film deshalb die Polen auf die Anklagebank. Sie werden mit moralischen Postulaten konfrontiert, denen sie als Kinder und Jugendliche schlechterdings nicht nachkommen konnten. Im Unterschied zu Claude Lanzmann, der Tatbeteiligte auf insistente, detailorientierte Fragestellungen festnagelte, verlieren die Fragestellungen der israelischen Filmer manchmal jeden Realitätsbezug."

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