Der Regisseur kann dankbar sein, daß er viele Protagonisten gefunden hat, die wunderbare Bluesgeschichten erzählen können, meint Christian Broecking. "Es mag paradox klingen, aber LIGHTNING IN A BOTTLE dokumentiert im Kontext der von Scorsese initiierten Bluesfilmreihe nicht nur ein ganz seltenes Konzertereignis. Dass diese fast schon vergessene Musik live derart gut funktioniert, ist das wirklich Verblüffende an dem Film."
Der Film ist eine "gut gemachter Konzertfilm, nicht mehr", meint Stefan Rohmig.
Oliver Rahayel hat einen fantastischen Dokumentarfilm gesehen. Es sind Schlaglichter, die der Film setzt. "Aber mit der sparsamen Dosierung gelingt es ihm, die großartige Konzertdramaturgie zu bewahren und sie dennoch mit Informationen zu füllen. Ein lehrreicher Dokumentarfilm über die Geschichte des Blues sollte auch dieser Film nicht werden, sondern selbst Entertainment - und das ist Fuqua gelungen."
Michael Ranze hat es bedauert, nicht am 7. Februar 2003 in der Radio City Music Hall dabei gewesen zu sein; die Musik ist umwerfend. "Fuqua gönnt jedem Interpreten einen Song, aufgenommen mit mehreren Kameras, damit nur ja nichts von der Energie der Darbietung verloren geht. Zuvor hatte er den Zuschauer backstage geführt, ihn in die Garderobe begleitet oder ihn beim Aufbau von Lautsprecher-Türmen zusehen lassen."
"Leider blickt der Film hier kaum über die Bühnenshow hinaus, die für die auf Baumwollfeldern und in Coffehouses geborene, intime Musik ohnehin viel zu bombastisch ist. Das Versprechen einer Geschichte des Blues löst Fuquas nicht ein. Aber er konserviert ein paar großartige Momente - vermutlich die letzten."