DER MASCHINIST

film-zeit Film: DER MASCHINIST
Regie Brad Anderson

Inhalt • DER MASCHINIST

Trevor Reznik arbeitet als Operator in der maschinellen Fertigung. Die Umstände, unter denen er arbeitet, sind nicht normal: Er kann nicht mehr schlafen; seit über einem Jahr hat er kein Auge mehr zugetan. Er spricht mit niemandem darüber, seine Krankheit ist sein dunkles, peinliches Geheimnis. Eines Tages lernt er einen neuen Kollegen kennen - Ivan. Am gleichen Nachmittag ist Trevor in einen Arbeitsunfall verwickelt, bei dem ein Mann einen Arm verliert. Seine Kollegen geben ihm die Schuld daran; nun wollen sie Trevor loswerden. Aber Trevor kämpft um seinen Job. Erst recht, als ihm jemand sagt, dass dieser neue Kollege Ivan überhaupt nicht existiert. Stimmt das womöglich? Trevor muss Ivan finden ....

Kritiken • DER MASCHINIST

17. November 2004 | Kritik • Junge Welt

Es gibt wohlkalkulierte Schockmomente in dem Film, meint Christoph Gröner. "Wo Realität und Alptraum verschwimmen, setzt DER MASCHINIST mit seiner beklemmenden Charakterstudie an, die über den reinen Genrefilm hinausweist. ... Der Zuschauer muß auch darauf gefaßt sein, von der Kamera simpel betrogen zu werden. Und doch fügen sich die losen Fäden von Kosars Drehbuch am Ende zu einer erstaunlich kohärenten und perversen Logik - kongenial umgesetzt in der ebenso subtilen wie lakonischen Regiearbeit Brad Andersons."

16. November 2004 | Kritik • Der Spiegel

Rüdiger Sturm spricht mit Christian Bale über seine Abmagerungskur und seine neue Rolle als Batman.

15. November 2004 | Kritik • Die Tageszeitung

Kapitalismus plus Schizophrenie thematisiert der Film, meint Dietmar Kammerer. Der "grünstichige Psycho-Horror-Hunger-Thriller" fragt nach Entscheidungsmöglichkeiten. Der Kritiker entwirft drei Szenarien.

13. November 2004 | Kritik • Der Tagesspiegel

Für Martin Schwickert war es ein schmerzliches Bild, den abgemagerten Christian Bale zu sehen. "Doch je tiefer sich der Film in Rezniks zerklüftete Seelenstruktur hineinarbeitet, desto stärker tritt das Äußere in den Hintergrund. Denn Anderson verschreibt sich ganz der paranoiden Wahrnehmung seiner Hauptfigur, die sich mit Schlaf- und Nahrungsentzug geißelt und selbst keine Erklärung dafür findet. ... Es hitchcockt, lyncht und finchert ganz gewaltig in diesem Horrorgemälde der Schlaflosigkeit. Aber auch wenn Anderson das Kino nicht neu erfindet, überzeugt seine Story über verdrängte Schuld und schmerzende Einsamkeit durch die ästhetische Konsequenz, mit der er die kaputte Seele seiner Figur nach außen stülpt."

12. November 2004 | Kritik • Der Stern

Ralf Sander hat ein finsteren Thriller mit einem beängstigenden Hauptdarsteller gesehen. "Kafka und Dostojewski, Lynch und Cronenberg, dazu noch Alfred Hitchcock - Regisseur Brad Anderson orientiert sich offensichtlich an anerkannten Experten für Verzweiflung, Düsternis und Wahnsinn, aber auch für Hochspannung. DER MASCHINIST ist Thriller und Drama, faszinierendes Rätselspiel und bedrückende Schuld-und-Sühne-Abhandlung zugleich. Anderson bringt das clevere Drehbuch von Scott Korsar in atmosphärisch dichten Bildern auf die Leinwand. Der Zuschauer ist strikt an Trevors Perspektive gebunden, nimmt an seinen Erfahrungen teil, erfährt aber nichts darüber hinaus."

11. November 2004 | Kritik • Berliner Zeitung

Thomas Abeltshauser spricht mit dem Schauspieler Christian Bale über seine Rolle in DER MASCHINIST.

11. November 2004 | Kritik • Die Welt

Sascha Westphal hat eine Geschichte um Schuld und Sühne, Verdrängung und Erlösung gesehen, in der nichts so ist, wie man zunächst meint. " Brad Anderson spielt virtuos mit den Manipulationsmöglichkeiten des Kinos. Das ist ein Segen, aber auch ein Fluch. So atmosphärisch dicht DER MASCHINIST auch erzählt ist, seine Auflösung, die einzig und allein auf der Täuschung des Zuschauers basiert, muß letztlich eine Enttäuschung sein. Daran können nicht einmal Christian Bales eindrucksvolles Spiel und sein an Selbstzerstörung grenzender Einsatz etwas ändern."

11. November 2004 | Kritik • Neues Deutschland

Andersons perfekter kleiner Thriller DER MASCHINIST schafft das Wunder, mehr zu sein als die Summe seiner Teile, meint Caroline M. Buck. "Der Film sieht aus wie das Werk eines durchgeknallten Werbefilmers und entwickelt einen Sog wie ein tödlicher Cocktail ... DER MASCHINIST, in spanischer Hitze entstanden, ist seinerseits so kalt und klaustrophobisch wie das Viersterne-Fach eines Kühlschranks."

November 2004 | Kritik • Der Schnitt

Stefan Höltgen ist von der Charakterzeichnung begeistert, die er als äußerst empathisch und um Authentizität bemüht bezeichnet. "Seine Freundlichkeit und Warmherzigkeit, die niemals als Vorwand diskreditiert wird und mit der er alle anderen Figuren für sich gewinnt, bilden die ideale Grundlage für die finale Wendung des Films. Und diese wirkt hier - selten genug - keineswegs als Ausrede des Plots, um sich nachträglich "mysteriös" zu geben, sondern bebildert eine erzählerisch plausible psychische Katastrophe, an deren Ende der Protagonist die Wahrheit über sich selbst entdeckt."

10. Februar 2004 | Kritik • Der Tagesspiegel

Julian Hanich hat eine "kinematographische Schnitzeljagd" miterlebt. "Auf dem Handlungspfad liegen Hinweise aus, die bei der Lösung des Rätsels behilflich sind. Man muss daher immer auf der Hut sein, wenn die Kamera Plakate und Aufschriften in den Blick rückt. ... Je weiter die Handlung ausgerollt wird, desto beklemmender und ungemütlicher entwickelt sie sich." Die Kamera tut das ihrige mit "faszinierend kalten und entsättigten Cinemascope-Bildern" dazu.

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