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SAMARIA

SAMARIA

Regie Kim Ki-Duk

Kritiken • SAMARIA

12. Dezember 2004 | SAMARIA • Kritik • SPIEGEL

Rüdiger Sturm spricht mit Kim Ki-Duk über Tragik, Prostitution und seine Definition von Grausamkeit.

11. Dezember 2004 | SAMARIA • Kritik • Spiegel

Der Regisseur erzählt "mit provozierender Schönheit die gleichnishafte Tragödie zweier Freundinnen auf dem Schulmädchenstrich", stellt Oliver Hüttmann fest. "Die Ambivalenz lauert in jedem Bild. Kühl und sinnlich zugleich sind die Farben, zart und beklemmend die Szenen aufgebaut. ... Beiläufig, minimalistisch und lyrisch vollziehen sich diese Momente, so dass man irritiert und staunend den Atem anhält. ... SAMARIA bewegt sich entlang der Bruchstelle von Tradition und Aufbruch, Kindheit und Erwachsenwerden, und so ist dem bekennenden Christen Kim Ki-duk mit seiner Schmerzensparabel auch ein Balanceakt zwischen Schrecken und Schönheit gelungen. Er denunziert keine seiner Figuren in ihren Sehnsüchten und Motiven, lässt aber letztlich auch keinen Zweifel daran, dass Sex mit Schulmädchen ein Verbrechen ist."

10. Dezember 2004 | SAMARIA • Kritik • Junge Welt

Für Andreas Hahn ist der Film schlicht großartig. "Außer daß ihn Phänome wie Prostitution und Religion offensichtlich sehr interessieren, ist Kim Ki Duk vor allem ein Filmemacher der grausamen semantischen Maschinen. In seinen Filmen geht es weniger um so langweilige Dinge wie psychologische Identifikationen und Wahrscheinlichkeiten als um die Konsequenz, mit der eine bestimmte Konstellation durchgespielt werden kann, um Konzeptualisierungen. Die Konsequenz der semantischen Maschinen verleiht seinen Filmen eine Strenge, die im Kino der Gegenwart ziemlich einzigartig ist."

10. Dezember 2004 | SAMARIA • Kritik • Der Freitag

Der Regisseur hat SAMARIA als einen Film über die Vergebung angekündigt, weiß Gerhard Midding. "Dank der Konsequenz, mit der der Film die Motivketten schnürt, fügt sich die neutestamentarische Ikonographie (die bereitwillig getragene Last, der sühnende Steinwurf) nahtlos zu seiner eigenen (in der wiederum das Element des Wassers eine zentrale Rolle spielt). Figuren führt Kim Ki-duk regelmäßig durch Großaufnahmen ihrer Hände ein. Das Handeln gewinnt eine schleichende Vieldeutigkeit."

09. Dezember 2004 | SAMARIA • Kritik • Berliner Zeitung

Peter Uehling ist SAMARIA ein Schulmädchenreport, als Kunst verkleidet. "Dem Zuschauer freilich wird das Lachen streng verboten, denn hier wird bewährt auf Kunst gemacht: Trostlos-schöne Bilder vom herbstlichen Seoul oder vom koreanischen Land, die charakteristische Engführung von Erotik und Gewalt, und außerdem driftet die Handlung nun ins schier Irrsinnige ab. ... in diesem Film ist niemand so ganz bei Trost, am wenigsten der Regisseur, der den Zuschauer unausgesetzt auf die spießige Suche nach der "Bedeutung" schickt, weil sein Film oberhalb der hermeneutischen Ebene keinen Zusammenhang knüpft: Er ist psychologisch vollkommen unwahrscheinlich, dramaturgisch gestückt, visuell uninteressant, und die Geschichte, wenn man sie denn so nennen will, bleibt thesenhaft unentwickelt."

09. Dezember 2004 | SAMARIA • Kritik • Die Zeit

Mit ungeheurer Offenheit registriert die Kamera in SAMARIA Exzesse und Obsessionen, meint Anke Leweke. "Vielleicht ist das eigentlich Erschreckende an Kim Ki-Duks neuem Film, dass seine Figuren gar nicht mehr wissen, was ihnen überhaupt fehlt oder wonach sie sich letztlich sehnen. Wie zwei heimatlose Seelen ziehen Yeo-Jin und Jae-Young durch gespenstisch-menschenleere Stadtlandschaften. Die Farben sind aus den Bildern herausgespült, das brummende Grundgeräusch der Metropole wurde von der Tonspur gelöscht. Auch der Verkehr, die Menschenmengen, das großstädtische Leben haben sich aus dieser trostlosen Szenerie verflüchtigt. In Samaria ist Seoul ein ausgebleichter, unwirklicher Ort."

09. Dezember 2004 | SAMARIA • Kritik • Tagesspiegel

Die koreanische Schmerzensmoritat ist kein engagiertes Sozialkino, meint Christiane Peitz, sondern ein Film um Scham und Schuld, Vergebung und Vergeltung, Rache und Reue, Tod und Erlösung. "Kino als die Kunst der Unmerklichkeit: SAMARIA verdichtet Tragödien zu beiläufigen Gesten. Erik Saties lakonische Klänge passten da nur zu gut, wenn der Soundtrack sie nicht verkitschte."

09. Dezember 2004 | SAMARIA • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche führt ein Interview mit mit dem koreanischen Regisseur über Gewalt als Körpersprache, reglose Darstellergesichter und die Überwindung eines Minderwertigkeitskomplexes.

Dezember 2004 | SAMARIA • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

Dezember 2004 | SAMARIA • Kritik • film-dienst 25/2004

Es ist nicht der beste Film vom Kim Ki-Duk, meint Claus Löser. Aber an ihm lassen sich "die Vorzüge des aktuellen fernöstlichen Kinos verifizieren: expositionelle Verkürzung, polyphone Erzählperspektiven, die stets überraschende, dabei ambivalent codierte Bildgestaltung sowie eine komplex strukturierte Geschichte, die es schafft, universelle Themen wie die von Schuld und Sühne auf neue und ungewohnte Weise zu dramatisieren."

11. Februar 2004 | SAMARIA • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann hat eine "bestechend schöne Tragödie" gesehen. Der Regisseur komponiert seine Filme "unerbittlich, monumental. Und oft extrem gewalttätig." Aber zu selten läßt der Regisseur die Bilder sprechen. Die Kritikerin hat dem Film die Absicht angesehen.

11. Februar 2004 | SAMARIA • Kritik • Die Tageszeitung

Detlef Kuhlbrodt hat einen düsteren Film gesehen. "Seoul ist trostlos, betongrau und fast menschenleer in diesem schön rhythmisierten Film, in dem die Männer durchdrehen und die jungen Mädchen oft bezaubernd lächeln. Beeindruckend auch der Übergang von dem ereignisreichen, ersten und dem viel langsameren, zweiten Teil, in dem Vater und Tochter zum Grab der toten Mutter aufs Land fahren."

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