Daniel Kothenschulte wittert ob der "kollektiven Verzückung" um diesen Film auf der BERLINALE eine kleine Verschwörung, von langer Hand geplant. Für ihn ist der Film "eine Sentimental Journey, weit mehr aber eine selbstzerfleischende Therapiesitzung zu Fuß und per Seine-Dampfer". Als Fortsetzungsfilm ist er was ganz besonderes: "Dieser kleine Film, der aus nichts besteht als aus Dialog und Straßenszenen und dessen Gegenstand nicht substantieller ist als der Schaum eines Traums, dieser Film, der fast nur in der Vorstellung existiert, ist der schönste und klügste weit und breit."
Jan Schulz-Ojala will der Geschichte ihre Geheimnisse lassen, deshalb sagt er nur dies: "Dieser Film ist oft herzzerreißend traurig, besonders wenn er fröhlich ist. Und herzzerreißend froh, wenn er traurig wird. Er ist vor allem intim."
Kolja Mensing sieht den Romantiker Richard Linklater. In seinem Film geht es darum, "dass es bewundernswert zynisch ist, den durchaus gelungenen Schluss eines Film mit einer Fortsetzung zu verraten. Und darum, dass etwas mehr von diesem Zynismus aus BEFORE SUNSET eine ganz interessante Fortsetzung gemacht hätte."