| Regie | Matteo Garrone |
Michael Kohler findet den Film unangenehm, aber der Regisseur hat "Bilder für sein Sujet gefunden hat, die im Gedächtnis haften bleiben". "Missglückt ist ERSTE LIEBE, weil Garrone sich keine Sekunde dafür interessiert, warum Sonia die Abmagerungskur über sich ergehen lässt. Letztlich ist sie für den Regisseur nur eine Chiffre des männlichen Begehrens und damit genauso unwirklich wie für Vittorio."
Für Peter von Becker ist die Hauptfigur uninteressant, "was an dem etwas faden Schauspieler Vitaliano Trevisan liegen mag. Oder doch eher an Matteo Garrones schrecklich verquälter Regie und Erzählarmut." "Die pseudo-dogmatische Wackelkamera, die bedeutungsvolle Klavieruntermalung und die bedächtige innere Erzählstimme des Protagonisten - nichts bringt die kalte, zähe Stilübung je in Schwung."
Der Film ist "leider absolut witzlos, tatsächlich grottenschlecht", meint Wolfgang Höbel. Aber immerhin entdeckt der Kritiker die große Frage: "Warum zur Hölle sich so viele keineswegs völlig geisteskranke Frauen in Männer verlieben, die sie richtig mies behandeln und auch noch dauernd miese Laune haben."