| Regie | Gonzalo Justiniano |
Jan Schulz-Ojala ist von der jungen Schauspielerin fasziniert, die eine unglaubliche Ruhe in all den dramatischen Zusammenhängen ausstrahlt. "Ein Stationendrama, unten geht es los und dann abwärts, abwärts, abwärts. Die engelhafte Geduld, mit der Kathy in all dem gut bleibt, unversehrt, seelisch sie selbst: Kann schon sein, dass man das manchmal nicht mehr so recht glauben mag. Andererseits vermeidet es der Film, aus all dem Dunklen grob Kapital zu schlagen, und beutet auch das Helle - es ist wenig und kostbar - nicht aus."
Widerstandlos hat sich Silvia Hallensleben in den Film hineingleiten lassen. Der Regisseur "kennt sich aus mit den Zaubermitteln verführerischen Erzählens"; er inszeniert elliptische Szenen, "die aus dem dunklen Fluss des Geschehens mit einer Geste oder einem Blick bestimmte Tableaus herausleuchten". Am Ende stürzt die vorher so stimmige Geschichte ab in eine Anhäufung von - die Heldin auch noch demütigenden - Gemeinplätzen.
Für Cornelia Fleer wird die Geschichte unsentimental und fast beiläufig erzählt. "Konsequent hält der Regisseur an der Perspektive des Mädchens fest und macht B.HAPPY zum eindringlichen Porträt einer 14-Jährigen, für die die Phase der Ablösung von der Familie mit deren Verlust zusammenfällt. Trotz ihrer fortschreitenden Vereinsamung entwickelt die Protagonistin innere Reife, weshalb sie die Zügel ihres Lebens immer wieder selbst in die Hand nehmen kann. Justiniano erzählt chronologisch und gradlinig, was dem unbeugsamen Charakter der Protagonistin entspricht, für den er nachdrückliche Bilder findet."