"Die gruselige Reise ins Zentrum des Spitzelapparats lebt in Sivans Film vor allem von den Wechselwirkungen, die sich aus der Montage von Bild und Ton ergeben", findet Lasse Ole Hempel. "Eher unfreiwillig kommentiert wird das Ganze von den Monologen des Major S., der zwar nichts bereut, aber dennoch nicht im Bild erscheinen will. Der pflichtbewusste Kommunist, dessen Identität selbst dem Filmemacher nicht bekannt ist, mutiert damit zu einem Dr. Mabuse der DDR-Vergangenheit. ... Kein deutscher Filmemacher hätte es wohl gewagt, ein so undramatisches - einige werden vielleicht sagen: verharmlosendes - Bild der Staatssicherheit zu zeichnen."
Christina Nord führt ein Interview mit den Filmemachern Eyal Sivan und Audrey Maurion über Kontrollzwang, Archivmaterial und die Ästhetik der Überwachungskameras.
Besonders beeindruckt ist Wolfgang M. Hamdorf von dem unbekannten Material "aus den bisher kaum ausgewerteten Filmarchiven der Berliner Birthler-Behörde: Schulungsfilme, Videomitschnitte von Verhören, Fundstücke aus mehr oder weniger zufälliger Überwachung. In einer ungewöhnlichen Montage von Ton und Bild entsteht so das Kaleidoskop einer Überwachungsgesellschaft: die wechselseitige Abhängigkeit von Überwachern und Überwachten, das Zusammenspiel von Tätern und Opfern, die Rechtfertigungen und die Ausflüchte der Opfer ebenso wie die erschreckende, teils auch komische Banalität des Stasi-Alltags."
Als "etwas unseriös" beschreibt Andreas Busche seinen Eindruck vom Film. "In AUS LIEBE ZUM VOLK sprechen die Bilder jedoch nicht für sich selbst; die persönlichen Aufzeichnungen eines ehemaligen Stasi-Majors (gelesen von Axel Prahl) laden den Bildtext, zudem ergänzt durch nachträglich gefilmte Szenen, emotional auf. Die authentischen Dokumente einer totalen Überwachung und der authentische Augenzeugenkommentar sind von Sivan und Maurion instrumentalisiert, in Korrespondenz erzeugen Bild und Ton eine merkwürdig unseriöse Stimmung, die von (westlicher) Überheblichkeit und Sarkasmus gezeichnet ist."
Frank Noack hate eine "unkonventionelle Innenansicht des Ministeriums für Staatssicherheit" gesehen. Der Film ist "eine so amüsante wie deprimierende Studie über die Hilfslosigkeit des Überwachungsstaats". Der Kritiker hat das Kino mit der Erkenntnis verlassen, "dass die Stasi zwar unzählige Menschenleben ruiniert, aber keinen Gewinn daraus gezogen hat. Beim Schnüffeln wurden überwiegend Banalitäten festgehalten."