Inhalt • AUS LIEBE ZUM VOLK
Im Februar 1990, einige Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer, wird das Ministerium für Staatssicherheit aufgelöst. Das Ende der Stasi ist gekommen. Major S. war einer ihrer Offiziere. An seinem letzten Tag im Büro berichtete er detailliert über sein Leben und über die zwanzig Jahre, die er im Herzen dieser Institution gearbeitet hat. Im Film wird die Zeugenaussage des Herrn S. zur Folie für eine verstörende Montage. Der Bericht ist verbunden mit einzigartigen Originalaufnahmen aus den Kellern der Gauck-Behörde, aus privaten und öffentlichen Archiven. Ein Film über Überwachung und Blindheit, über Glauben und Desillusion.
Crew • AUS LIEBE ZUM VOLK
Regie: Eyal Sivan, Audrey Maurion
Darsteller: Hanns Zischler, Axel Prahl
Kritik • AUS LIEBE ZUM VOLK • April 2004 • film-dienst 08/2004
Besonders beeindruckt ist Wolfgang M. Hamdorf von dem unbekannten Material "aus den bisher kaum ausgewerteten Filmarchiven der Berliner Birthler-Behörde: Schulungsfilme, Videomitschnitte von Verhören, Fundstücke aus mehr oder weniger zufälliger Überwachung. In einer ungewöhnlichen Montage von Ton und Bild entsteht so das Kaleidoskop einer Überwachungsgesellschaft: die wechselseitige Abhängigkeit von Überwachern und Überwachten, das Zusammenspiel von Tätern und Opfern, die Rechtfertigungen und die Ausflüchte der Opfer ebenso wie die erschreckende, teils auch komische Banalität des Stasi-Alltags."