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THE NOMI SONG

THE NOMI SONG

Regie Andrew Horn
Kinostart 24.03.2005

Kritiken • THE NOMI SONG

07. April 2005 | THE NOMI SONG • Kritik • Die Tageszeitung

Als Mensch gewinnt Klaus Nomi in der Dokumentation nie wirklich Konturen, meint Wilfried Hippen. "Als einer der ersten Prominenten starb Klaus Nomi 1983 an Aids, und natürlich muss einer der Zeitzeugen im Film sagen: "Eigentlich war sein Tod wie das Finale einer großen tragischen Oper!" "The Nomi Song" ist gespickt mit solchen Sätzen, die in jedem anderen Kontext peinlich klingen würden, aber bei diesem sonderbaren Fremdling nur angebracht erscheinen."

31. März 2005 | THE NOMI SONG • Kritik • Die Zeit

Als Ding vom anderen Stern bezeichnet Thomas Gross den Protagonisten. Die Dokumentation will zwei Dinge: "die Kunstfigur verstehen und den Menschen, der sie erschuf. ... THE NOMI SONG ist weniger Dokumentation im strikten Sinne als Findefilm eines Rätselwesens. Loving the Alien! Der Regisseur Horn hat auf Dachböden Material zutage gefördert, von dem selbst die Besitzer nurmehr vage Vorstellungen hatten ... Horn möchte dem Toten eine späte Bühne bereiten. Leider gerät der Mann hinter den vielen Masken dabei fast völlig aus dem Blick."

24. März 2005 | THE NOMI SONG • Kritik • Frankfurter Rundschau

Mit THE NOMI SONG rückt der Regisseur dem rätselhaften Musiker sachlich, aber gekonnt auf den Leib, ohne die Maske der mysteriösen New-Wave-Ikone lüften zu können, schreibt Lasse Ole Hempel. "Horn spitzt die letzten Wochen des Klaus Nomi so zu, dass am Ende Leben und Werk des Pop-Künstlers vor Melodramatik nur so strotzen. Der Sänger, der in weitgehender Einsamkeit den Pop- Zirkus durchstreift hatte, sollte auch allein dem Tod ins Auge sehen. Klaus Nomi, the man from outer space, konnte seine Mission nicht beenden - in Andrew Horns Film bewahrt er bis zum Schluss seine unnachahmliche Präsenz."

24. März 2005 | THE NOMI SONG • Kritik • Neues Deutschland

Streckenweise nähert sich der Film der schrillen Ästhetik der Zeit, von der er handelt, kommentiert Martin Hatzius. "Ob es an seinem Respekt vor dem Mythos Nomi liegt, oder an der Unnahbarkeit, die den Protagonisten auch post mortem noch umgibt - den Kern des Menschen Klaus "Nomi" Sperber kann oder will Andrew Horn nicht bloßlegen. Aber in einigen raren Momenten scheint die enorme Einsamkeit des Exoten durch die Oberfläche aus Scheinwerferlicht: wenn ein Mitglied seines Ensembles hinter vorgehaltener Hand erzählt, wie er Nomi manchmal nachts in finsteren Vierteln auf der Pirsch begegnete; wenn ein Nachbar sich erinnert, wie der Liebesuchende eines Abends vor seiner Tür auftauchte."

März 2005 | THE NOMI SONG • Kritik • film-dienst 06/2005

Als eine längst fällige Würdigung einer kurzen, aber nachhaltig wirkenden Phase der jüngeren Popgeschichte, sieht Alexandra Wach die Dokumentation. "Bis zum Schluss liegt ein Staunen in den Bildern: über so viel Hingabe und Mut zum Abnormen. Ohne die tragische Seite von Nomis märchenhafter Karriere als einsamer Sonderling zu leugnen, ist THE NOMI SONG ein parteiischer Film, der keinen Hehl aus seiner Bewunderung macht. Das Resultat ist eine packende, zugleich kurzweilige Hommage an einen zutiefst vom Erfolg abhängigen Selbstdarsteller, den selbst die, die er enttäuscht hatte, weiterhin verehren"

06. Februar 2004 | THE NOMI SONG • Kritik • Die Tageszeitung

Dietmar Kammerer findet die Musik in dem Film schaurig. Außerdem weiß der Kritiker "kaum zu entscheiden, ob es die reale Lebensgeschichte ist oder ob sie sich nur aus der narrativen Struktur des Films ergibt".

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