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DER WEG NACH KOKTEBEL

DER WEG NACH KOKTEBEL

Regie Boris Chlebnikow
Alexej Popogrebskij

Kritiken • DER WEG NACH KOKTEBEL

19. August 2004 | DER WEG NACH KOKTEBEL • Kritik • Der Tagesspiegel

Für den, der nicht genau hinsieht, passiert wenig in dem Film, meint Jan Schulz-Ojala, dabei zeigt er viele kleine überraschende Wendungen. "Was für eine Sehnsucht nach Vätern, was für ein Waisenland. Das russische Kino ist derzeit besessen von Vater-Sohn-Geschichten, entwirft Schmerzensparabeln von herzzerreißend intimer Heimatlosigkeit: keine Väter, nicht mal mehr Restvorbilder, kein Zuhause mehr in einem wie besoffen dahintaumelnden Vaterland."

18. August 2004 | DER WEG NACH KOKTEBEL • Kritik • Berliner Zeitung

Der karge, verschwiegene Film ist einer der besten russischen Filme der Zeit, behauptet Jan Brachmann. "KOKTEBEL ist Kunst, schlicht und klar, kein Mysterienspiel, das sich mit biblischen und ikonografischen Symbolen spreizt. Hier wird nicht verbissen nach einer Rückbindung an irgendwelche Traditionsstränge gesucht. Wenn sie sich dennoch einstellt, dann zwanglos, beiläufig. ... In KOKTEBEL durchtrennt ein Kind die Bindungen, die es an die Müdigkeit und Gewalt jener fesseln wollen, die vor ihm waren. Dieser Junge will vorankommen, etwas wissen, und er denkt hoch von diesem Wissenwollen. Viel kann der Vater seinem Sohn nicht mitgeben, nur freigeben kann er ihn. Und das tut er. Mit dieser Vaterschaft der leeren Hände gibt der Film ein unscheinbares Bild schönster Hoffnung."

August 2004 | DER WEG NACH KOKTEBEL • Kritik • film-dienst 17/2004

Ralf Schenk ist einwenig ärgerlich wegen einiger Anschlußfehler, der Film ist ihm auch etwas zu durchsichtig. "Insgesamt aber erweist sich KOKTEBEL als eine stimmungsvolle, atmosphärisch hingetupfte, philosophisch grundierte Geschichte, die ähnlich wie Andrej Swjaginzews gefeiertes Drama RÜCKKEHR eine neue Innerlichkeit im russischen Kino repräsentiert."

07. Februar 2004 | DER WEG NACH KOKTEBEL • Kritik • Der Tagesspiegel

Hans-Jörg Rother ist der Film ein "ein Hoffnungslicht in Zeiten der Depression. Er ist ein Kinomythos, wie ihn die russische Gesellschaft wieder braucht: Wo sich die Älteren resigniert zurückziehen, entdecken die Jungen Pathos und Lebensmut neu." "Archaische, spröde Gesichter bleiben in Erinnerung und eine menschenarme Landschaft, wie geschaffen für unbeugsame Charaktere."

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