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DER PREIS DES ÜBERLEBENS

DER PREIS DES ÜBERLEBENS

Regie Louis van Gasteren
Kinostart 31.03.2005

Kritiken • DER PREIS DES ÜBERLEBENS

31. März 2005 | DER PREIS DES ÜBERLEBENS • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal ist tief beeindruckt. "Louis van Gasterens bemerkenswerter Film reflektiert viele Fragen an die Vergangenheit in einem ganz anderen und oftmals unbarmherzig grelleren Licht, als es die ritualisierte politischen Aufarbeitungsstrukturen tun. Etwa warum nicht wenige Überlebende nie mit ihren Kindern über ihre Holocaust- und KZ-Erlebnisse gesprochen haben. Warum unbedingt erzählt werden muss - auch, weil Opfer zu tragischen Tätern werden. Warum es manchmal aber lebensnotwendig sein kann, einen Strich unter die Vergangenheit zu ziehen. Und andere erzählen zu lassen. Am Modellfall von Joops Familie zeigt DER PREIS DES ÜBERLEBENS, wie übermächtig jede traumatische Vergangenheit werden kann."

30. März 2005 | DER PREIS DES ÜBERLEBENS • Kritik • Die Tageszeitung

Jan-Henrik Wulf hat eine ganz andere Auseinandersetzung mit der NS-Zeit gesehen. "Im retrospektiven Blick der Kinder beschreibt der Film eine Psychodynamik, mit der sich die vom Vater im Lager erfahrenen Leiden in eine innerfamiliäre Tyrannei der Negativität verwandeln und er selbst vom Opfer zum Täter wird. ... Beim Zuschauer kann van Gasterens Dokumentation in mehrfacher Hinsicht Missmut auslösen. Zum einen muss es beunruhigen, was die Kinder als Folge der familiären Konstellation für ihr weiteres Leben reklamieren ... Zum anderen werden die NS-Verbrechen aus der tiefenpsychologischen Perspektive des Familiendramas heraus zu einer fast beliebigen Größe. Das KZ-Trauma des Vaters scheint in seiner Weitergabe an die folgende Generation aus dem Kontext gerissen und damit auch entpolitisiert zu werden."

06. Februar 2004 | DER PREIS DES ÜBERLEBENS • Kritik • Die Tageszeitung

DER PREIS DES ÜBERLEBENS ist ein "herausragende niederländische Dokumentarfilm", meint Harald Fricke. Der Film ist "kein Plädoyer für einen Schlussstrich, sondern eine Ergänzung zum Holocaust-Diskurs." Er kommt "der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus nahe, gerade weil er ihre Verzweiflung ernst nimmt und als Leerstelle im Leben aller Beteiligten zeigt. Darin sind auch die Überlebenden von Generation zu Generation vereint."

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