Die Redakteure Lars-Olav Beier und Thomas Hüetlin führen ein Interview mit dem amerikanische Filmproduzent Harvey Weinstein.
Vielleicht wird aus dem Streifen "ein Klassiker des Hollywood-Liebesfilms", meint Volker Mazassek. "Während Inman viele hundert Meilen nach Hause läuft, wandelt sich Ada von der feinen Dame zur Farmerin, die anpackt. Dazu schmachten die Geigen, und die Tiere (Tauben, Krähen) fliegen symbolträchtig durch die Lüfte. Minghella zelebriert Lust und Schmerz, wie man es von einem Routinier des Gefühlskinos erwarten darf."
Die Seele fehlt dem Film, meinz Andreas Borcholte. Er "hat fast alles, was ein zukünftiger Kino-Klassiker braucht. Allein seine hochkarätigen Hauptdarsteller schaffen es nicht, der Geschichte einer Angst und Schrecken überdauernden Sehnsucht Leben einzuhauchen."
Daniel Kothenschulte entdeckt das Problem des Films: die "Verschmelzung von melodramatischer Erzählung und dem punktuellem Hyperrealismus in den Gewaltszenen". Aber für ihn ergibt sich dadurch "eine Stimmung, die sehr viel über die amerikanische Volkskunst verrät". UNTERWEGS NACH COLD MOUNTAIN ist "ein Film von finsterster Schönheit und einer anrührenden Emotionalität".
Rüdiger Sturm führt ein Interview mit dem Schauspieler Jude Law.
Das große Thema des Films wird als "Kinostück mit überwältigenden Szenerien und überproportionierten Emotionen" inszeniert, meint Franz Everschor. Der Film "bemüht sich um Authentizität bis zum letzten Gewehrkolben und zum letzten Petticoat, aber der Realismus, der in drastischen Beschreibungen gewalttätiger Exzesse immer wieder schlaglichtartig hervorbricht, wird aufs Ganze gesehen unter der Feierlichkeit der Inszenierung begraben."