| Regie | Lisa Cholodenko |
Anke Westphal schreibt ein Porträt der Schauspielerin Frances McDormand, die bei der diesjährigen BERLINALE den Jury-Vorsitz hat.
Anke Leweke hat ein Duell der "Kinder der sexuellen Revolution mit ihrem Nachwuchs" gesehen. Die Regisseurin Lisa Cholodenko "übersetzt den Generationskonflikt und den Kampf der Lebensentwürfe jedoch nicht in mühselige Streitereien, lieber lässt sie die Körper sprechen."
Aus einer "lockeren Sex'n'Drugs'n'Rock'n'Roll-Story" wird eine "Softsex- & weiche-Drogen & Prosecco-Pop-Geschichte", meint Jan Schulz-Ojala. Dem Kritiker ist dies aber nicht wichtig: er hat den "punktgenau vorhersehbaren erotisch-emotionalen Verwicklungen, die sich aus vorweg angespielter Konstellation ergeben" vergnüglich und mit Zärtlichkeit zugesehen. Frances McDormand ist das Ereignis des Films.
Birgit Glombitza schreibt ein Porträt der Schauspielerin Frances McDormand.
Holger Römers hätte gern mehr über die familiäre Vergangenheit erfahren, aber die Regisseur bedient sich "klassischer Pop-Mythen und der entsprechenden Gegensatzpaare von Instinkt und Intellekt, Hedonismus und Disziplin". Die Inzsenierung des Films ist einfach, die Gegensätze schematisch. Das Herz des Films ist Jane, die von Frances McDormand verkörpert wird.
Für Sascha Koebner erzählt die Autorin und Regisseurin "minutiös und auch ein wenig langatmig" die Geschichte. "Die Erzählung zersplittert in lauter Parallelhandlungen", Realismus und Manierismus gehen Hand in Hand, Symbole werden überdeutlich präsentiert. "In Nahaufnahmen wie in einem melodramatischen Fernsehfilm tauschen die Akteure lange Blicke aus, sodass die unterschiedlichen Konstellationen hochgradig vorhersehbar sind."