| Regie | Rob Zombie |
Zwei junge Paare auf der Suche nach dem ultimativen Kick reisen durch das amerikanische Hinterland, um der Legende vom Serienkiller Dr. Satan auf die Spur zu kommen. In einer gottverlassenen Kleinstadt treffen sie auf den geheimnisvollen Captain Spaulding, der den Teenagern auf einer Geisterbahnfahrt durch sein bizarres Kuriositätenkabinett der Grausamkeiten allerhand über Dr. Satan erzählt. Wegen einer Autopanne auf ihrer Weiterfahrt suchen sie Hilfe in einem nahegelegenen Haus. Dort treffen sie auf eine Familie, die sich noch während des gemeinsamen Halloween-Mitternachtsgelages als ein mordlustiger Psychopathen-Clan entpuppt...
Für Fritz Göttler ist der Film "wild, aggressiv, blutig, rücksichts- und geschmacklos". "Die Gewalt der degenerierten Monster, der Schlächter und der Kannibalen, ist diesmal defensiv. Sie wehren sich dagegen, zum Schauobjekt gemacht zu werden, zum Studienobjekt besser gesagt, der akademischen Form des Exhibitionismus."
Sven Reden nimmt den deutschen Kino-Start von HAUS DER 1000 LEICHEN zum Anlaß, um sich mit aktuellen US-Horrorfilmen und dem "Bild vom Kulturkampf", der sich in ihren Szenarien zeigt, auseinanderzusetzen.
Peter E. Müller sagt eindeutig, was er von dem Film hält: eine ""ambitionierte Nichtigkeit eines B-Picture-verliebten Gothic-Gurus, der die meiste Zeit seines Lebens in langen Nächten voller Metal-Musik, Hardcore-Comics und Horrorfilmen verbrachte". Außer sattsam ausgereizten Effekten, fantasievoll ekligen Kulissen und hektisch geschnittenen, technisch verfremdeten Bilder hat der Film nichts zu bieten.
René Classen reflektiert kurz die Vorgeschichte des Films, um dann Entwarnung zu geben: keinen neuen Schmerzgrenzen der Gewalt sind zu sehen, aber zugemutet wird einiges. Die "grimmige Tonart" und die Abwesenheit "allgegenwärtigen Ironie" unterscheidet den Film von anderen seines Genres. Der Regisseur "zeigt kein Interesse an seinen Protagonisten. Er behandelt sie wie Schlachtvieh, das er dem Sadismus seiner eigentlichen Stars, den Killern und Kannibalen, ausliefert." Zudem kann er keine Geschichte erzählen.