Inhalt • BEFORE NIGHT FALLS
Aufgewachsen in bitterster Armut im Kuba der 40er Jahre, schließt sich Reinaldo Arenas als 14-Jähriger den Truppen Castros an und avanciert mit seinem Romanfrühwerk "Celestino antes del alba" zum Dichter der Revolution. Seine politische Unabhängigkeit und offen ausgelebte Homosexualität bringen ihn jedoch schnell in Konflikt mit den neuen Herren. Arenas wandert erst in den Knast und 1980 nach Manhattan aus, wo er bis zu seinem Aids-Tod im Jahr 1990 für individuelle Freiheit und gegen Zensur kämpft.
Kritik • BEFORE NIGHT FALLS • 29. Januar 2004 • Die Tageszeitung
Nach Harald Fricke entschärft der Film seine politische Brisanz: "Das Verhältnis zwischen privaten Ausschweifungen und unmittelbar gelebter, kultureller Opposition bleibt im Film überraschend unscharf." Der Regisseur filmt, "was Arenas sah, wenn ihn etwas als Thema seiner Literatur begeisterte: ein Kaleidoskop des kubanischen Alltags". Der Kritiker rechnet dem Regisseur hoch an, daß er bei derart viel Partiotismus nicht in "Heimatkitsch abdriftet. ... Der mythischen Verklärung des Künstlerdaseins entgeht er damit nicht."