Für Oliver Hüttmann erweist sich der Regisseur als "als einzigartiger Action-Arrangeur", inszeniert "klassisches Actionkino, es sind Szenen, die schon viele Male gedreht wurden. Doch Woo garniert jede Einstellung mit frappierenden Einfällen, die überraschend auftauchen und einen beständig den Atem anhalten lassen". Seine "Kamera ist noch immer ständig in Bewegung, der Schnitt suggestiv, jeder Stunt von ungebremster Physis". PAYCHECK ist ein "robuster wie raffinierter Action-Thriller", der schlicht packend unterhält.
"Spannung will sich nicht entfalten" in PAYCHECK, meint Harald Peters. "Zwar sind Affleck und sein Kinn in bester Form - sie preschen durch Türen und stürmen mit bemerkenswerter Energie kalt beleuchtete Korridore entlang. Doch weil sie niemals anzukommen scheinen, wächst sich das Ganze zwischenzeitlich zu einer handelsüblichen Verfolgungsjagd aus. Dabei gibt es allerhand Blechschäden und bunte Feuerbälle zu bewundern, die allerdings ein bedauernswertes Licht auf diverse prominente Nebendarsteller werfen, die völlig unterfordert in den billigen Kulissen herumstehen."
Martin Schwickert entdeckt in PAYCHECK viele "Hitchcock-Reminiszenzen" und "Retroappeal". Der Regisseur konzentriert sich auf die Spannungslemente, die "ScienceFiction-Elemente wurden reduziert, die Action-Szenen gestrafft". Aber die Handlung kommt nie richtig in Fluss, die Talente der Schauspieler werden nicht ausgereizt.
Für Gunter Göckenjan ist PAYCHECK "flott erzählt, reibungslos inszeniert und hübsch fotografiert". Es gibt nichts zu mäkeln, aber der Film ist gleich vergessen. Der Kritiker reflektiert über das "Kino der geschmeidigen Geschwindigkeit", welches "die Erinnerung an das Gesehene schon während des Sehens" auslöscht. Der Regisseur inszeniert ein "signiertes Industrieprodukt"; keine Handschrift mehr, nur noch ein Fingerabdruck.
In allen seinen letzten Film ist Ben Affleck nur Fassade, meint Jörg Gerle: "Seine schauspielerische Leistung ist bemüht, seine Figur hölzern; nie glaubt man ihm den Wissenschaftler, der sich zwischen fehlender Vergangenheit und ungewisser Zukunft reibt." Der Film hat "Probleme mit seinem Zukunfts-Topos", es fällt ihm schwer, eine Spannungskurve zu inszenieren. Mit "bombastischen Explosionen und übertrieben zelebrierten Stilblüten" soll davon abgelenkt werden.