Inhalt • EIERDIEBE
Frisch von der Studienreise aus Amerika zurückgekehrt, erfährt Martin Schwarz zu seinem großen Entsetzen die ärztliche Diagnose: Hodenkrebs. Nur Amputation und Chemotherapie können noch helfen. Beraubt jedenfalls teilweise um ihr bestes Stück, beschließen Martin und einige seiner Leidensgenossen im Krankenhaus, sich die teilamputierte Männlichkeit auf praktische Weise zurück zu erobern.
Für Ulrich Kriest schlägt EIERDIENE "den etwas gewöhnungsbedürftigen Tonfall einer schwarzen Komödie an und präsentiert das System Krankenhaus mit seinen sprachlichen Verwaltungsschnoddrigkeiten aus der Perspektive des betroffenen Patienten". Mit drastisch zugespitztem Humor, der sich aus dem surrealen Alltag auf der Station speist und vor Krankenhausklischees und -kalauer nicht zurückschreckt, wird eine eigenwillige Geschichte erzählt. Der Kritiker vermißt ein ordnendes Prinzip; Lachen allein genügt nicht, um das übliche Fernsehspiel-Niveau zu verlassen.