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ARARAT

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Regie Atom Egoyan

Kritiken • ARARAT

27. Januar 2004 | ARARAT • Kritik • Die Tageszeitung

Jürgen Gottschlich berichtet, daß der Film in der Türkei zwar offiziel freigegeben ist, aber doch nicht in die Kinos kommt. "Zur Begründung hieß es, man müsse Rücksicht nehmen auf die, die sich von dem Film provoziert fühlten."

23. Januar 2004 | ARARAT • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker hat viele Stimmen des Erinnerns in ARARAT gehört, "wo vorher nur Stille war". Vielleicht sind es etwas zu viele private Schicksale, die der Regisseur verknüpft: der Film wirkt auf die Kritikerin "merkwürdig konstruiert".

22. Januar 2004 | ARARAT • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche sieht eine große Herausforderung in dem Film: "Geschichte zu erinnern und sie dadurch artikulierbar zu machen". Der Regisseur zeigt verschiedene Möglichkeiten des Erinnerns auf und traut nie der Autorität des reproduzierten Bildes; die Augenzeugen dürfen nicht verstummen. Aber der Regisseur unterliegt auch der "Verführung des Hollywood-Kinos, das heißt der dramatischen Simplifizierung".

22. Januar 2004 | ARARAT • Kritik • Berliner Zeitung

Der Regisseur betreibt "Traumaforschung", meint Christina Bylow. Er zeigt das zweite Verbrechen nach dem Verbrechen, die Verleufnung, Tabuisierung des Völkermords. "Die Paradoxien und Infamitäten, die aus der Verleugnung des Verbrechens und aus der Unmöglichkeit, sich klar zu identifizieren, hervorgehen, sind hier aufs Äußerste verdichtet."

22. Januar 2004 | ARARAT • Kritik • Die Zeit

ARARAT ist ein politischer Film, ein "redliches Aufklärungsprojekt", meint Birgit Glombitza. Der Regisseur knüpft "aus Erlittenem und Verdrängtem, aus verschluckter Familiengeschichte und unverdauter Schuld" ein Knäuel und verliert dabei teilweise die Leichtigkeit des Erzählens, "erzettelt sich zusehends in einer beschwerlichen Arbeit am Kleinteiligen". ARARAT "ist ein persönlicher Pflichtfilm, eine mühevolle Wahrheitsrettung, von der am Ende nur eine Hand voll menschlicher Schicksale bleibt und eine notorische Skepsis an der eigenen filmischen Erzählung."

22. Januar 2004 | ARARAT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler findet ARARAT "einwenig überkonstruiert", "mitunter sind die Räder der Erzählung derart eng verzahnt, dass der Film zum Stillstand zu kommen droht". Aber der Film zerbricht nicht unter dieser Last. Der Regisseur inszeniert "so etwas wie eine Vergleichsstudie medialer Erinnerung" - Fotografie, Gemälde, Videobilder. ARARAT "ist wie ein Gedächtnis konstruiert, das aufbewahrt, was niemand adäquat erzählen kann".

2004 | ARARAT • Kritik • film-dienst 02/2004

Für Marc Hairapetian wandert das Filmteam scheinbar mühelos durch Zeiten und Räume, immer auf der Suche nach Wahrheit und Versöhnung. Die Nachstellung der historischen Ereignisse geht bisweilen bis an die Grenze des Erträglichen. Der Regisseur "verteufelt dabei die Türken nicht. Er macht auch nicht die Nachfolgegenerationen für die Verbrechen der jungtürkischen Regierung verantwortlich. Vielmehr sucht er den Diskurs mit der heutigen Türkei", die verschiedene Filmprojekte zum Thema immer wieder torpedierte.

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