Für Kerstin Decker ist MONTAGS IN DER SONNE der "zärtlichste, lustigste, poetischste Arbeitslosenfilm, der je gedreht wurde". Mit Zärtlichkeit ist jede einzelne Figur gezeichnet; jede Szene, jede Einstellung ist genau richtig. "Keine These. Keine Anklage. Bloß keine linke Rhetorik. Die Gerechtigkeit dieses Films ist viel einfacher. Nur weil so viele keine Stimme mehr haben - weil sie gesellschaftlich nicht mehr existieren - glauben wir, sie sind gar nicht mehr da?"
Philipp Bühler hat einen Film "über Männer" gesehen. "Über Männer mit Bärten. Über das, was von ihnen übrig bleibt, wenn man ihnen alles wegnimmt: die Arbeit, das Auto, die Frau, einen Grund, sich morgens zu rasieren." Der Schauspieler "Javier Bardem liefert eine wahrhaft imposante Vorstellung und genießt dabei seine Narrenfreiheit". MONTAGS IN DER SONNE ist ein "kleiner Film mit großen Momenten: engagiertes und zugleich entspanntes Erzählkino".
Claus Löser führt ein Interview mit dem Regisseur über teure Filme mit armen Helden, die Proteste entlassener Werftarbeiter in Nordspanien und die Aristokraten der Straße.
Merten Worthmann hat ein "aufrechtes, ausbalanciertes, wuchtiges Werk des engagierten Kinos" gesehen. In diesem Ensemblefilm brillieren die Schauspieler, allen voran Javier Bardem, der "wie einen Kampfstier im Vorruhestand" spielt. Der Regisseur "zeigt in Details, wie ein Charakter langsam einfällt, sich aufzulösen beginnt, ausgebremst wird. Er inszeniert elliptisch, er akzentuiert mit Schweigen, mit Blicken, mit Abblenden".
Wolfgang M. Hamdorf hat der Film beeindruckt. Er ist eine "lebendige, durchaus sarkastische Situationsbeschreibung des gegenwärtigen Spaniens" mit tragischen und komischen Momenten. Die "Situationskomik und die Menschlichkeit der Protagonisten", die "lakonische Komik" fallen besonders positiv auf. Arbeitslose werden "zu sympathischen Protagonisten des kommerziellen Kinos", die mit "Humor, der zwischen Sarkasmus und Lebensfreude changiert" ihre ausgrenzende Situtation bearbeiten.