LOST IN TRANSLATION

film-zeit Film: LOST IN TRANSLATION
Regie Sofia Coppola

Inhalt • LOST IN TRANSLATION

Der US-Fernsehstar Bob Harris befindet sich in einer Krise. Er reist nach Tokio, um dort einen hochdotierten Whiskey-Werbespot zu drehen. An der Hotelbar lernt er die reiche und unglückliche, Amerikanerin Charlotte kennen, die sich allein unter den fremden Menschen in der Großstadt fühlt. Beide verstehen und lassen sich durch Tokio treiben.

Kritiken • LOST IN TRANSLATION

08. Januar 2004 | Kritik • Die Süddeutsche Zeitung

Susan Vahabzadeh führt ein Interview mit der Regisseurin Sophia Coppola.

08. Januar 2004 | Kritik • Berliner Zeitung

In der Berliner Zeitung ist der "Kopf des Tages" heute die Regisseurin von LOST IN TRANSLATION. Anke Westphal schreibt ein kleines Porträt über die Regisseurin Sophia Coppola.

08. Januar 2004 | Kritik • Die Tageszeitung

Christina Nord findet die deutsche Synchronisation daneben, weil die Stimme Bill Murray überheblich, griesgrämig und feindselig werden läßt. Im Orginal ist dies nicht der Fall. Aber insgesamt schafft der Film eine "vielgestaltige Landschaft der Gefühle ... wie man sie selten im Kino sieht". Die Komödie wird mit einer großen Dosis Melancholie vermengt.

08. Januar 2004 | Kritik • Die Welt

Hanns-Georg Rodek faßt es kurz zusammen: der Film ist "witzig, weise, wundervoll". "Verführerisch simpel funkelt die Oberfläche", aber dahinter verbirgt sich ein "Schweben im Niemandsland zwischen Kultur Ost und West, Witz und Melancholie, Seelenbalsam und körperlicher Anziehung". LOST IN TRANSLATION "ist so frisch und verspielt, wie man es von einer 32-jährigen Filmemacherin erwarten darf - und so reif und weise, als sei sie 64."

08. Januar 2004 | Kritik • SPIEGEL Online

Andreas Borcholte will ein Genre finden für den Film, hat dabei aber Schwierigkeiten: "Der Begriff Melodram mag passen, und doch ist LOST IN TRANSLATION so voller Witz und geradezu alberner Situationskomik, dass die Schwere, die der Kategorie genügen würde, einfach nicht aufkommen will." Besonders Bill Murray bietet ein "überwältigendes Spiel". "Lange hat man keinen Film gesehen, in dem Timing, Musik, Atmosphäre und die sensibel pointierten Dialoge der Akteure so perfekt zusammenspielten."

08. Januar 2004 | Kritik • Die Zeit

Katja Nicodemus schreibt ein Porträt über die Regisseurin Sophia Coppola.

07. Januar 2004 | Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal ist der Film "warmherzig, dabei sehr genau in der Beschreibung menschlicher Beziehungen und bei aller Melancholie doch heiter und voller Liebe für den von den Anforderungen des Lebens verwirrten Menschen". Mit "erstaunlicher Schwerelosigkeit, bittersüßer Reife und behutsamer Körperlichkeit" hat die Regisseurin inszeniert. "Einsamkeit liegt wie eine feine Watteschicht" über jedem Bild, der Film berichtet von der "Verlorenheit zweier Menschen in einer fremden Welt erzählt, ohne diese fremde Welt aber im geringsten feindselig erscheinen zu lassen". Für die Kritikerin ist LOST IN TRANSLATION der "erste tatsächlich aufrichtige Film in Zeiten, in denen kulturellen Differenzen vor allem militärisch Ausdruck verliehen wird".

07. Januar 2004 | Kritik • Süddeutsche Zeitung

Für Susan Vahabzadeh ist der Film eine Komödie über mißglückte Kommunikationsversuche. Besonders interessant findet die Kritikerin die Perspektive, die die Regisseurin in der Liebesgeschichte einnimmt: "unvoreingenommen, mit schief gelegtem Kopf, neugierig, ohne jede Aggression". "Das Wesentliche in dieser Geschichte ist sinnlich, kommt aber ohne Sex aus." Sophia Coppola hat ein "Gespür für Räume und Musik und vor allem davon, dass sie sich völlig in ihren Charakteren verliert".

07. Januar 2004 | Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala hat eine "unschuldige, wunderschöne und wunderschön gefilmte Romanze", einen "unendlich sanften Film" gesehen. Die Figuren "ziehen sich nicht aus und sind doch, in ihren Gefühlen, nackt voreinander", es passiert "kein Sex, aber das sanfte Reden danach", es passiert nichts und doch alles, eine "zeichenlose Liebe".

07. Januar 2004 | Kritik • Der Tagesspiegel

Rüdiger Suchsland führt ein Interview mit der Regisseurin Sophia Coppola.

07. Januar 2004 | Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte reflektiert kurz über die "Lieblingsfremde" Japan, dann kommt er zu der "Spielart des romantischen Kinos", in der Sophia Coppola LOST IN TRANSLATION inszeniert. Die Regisseurin ist "eine Meisterin des 'ambient', der Mischung aus Licht, Farben und Tapetenmusik". Sie erhebt sich nie über das Fremde, inszeniert visuell im "Collageprinzip, das teils assoziativ ist, teils dekorativ" wie die Musik daherkommt.

06. Januar 2004 | Kritik • SPIEGEL Online

Rüdiger Sturm schreibt ein Porträt der Regisseur Sophia Coppola. Den Film LOST IN TRANSLATION findet der Kritiker "klar und stilbewusst ausbalanciert".

06. Januar 2004 | Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung

Michael Althen findet den Film "intim und zart". Besonders Bill Murray als Hauptdarsteller hat es ihm angetan. Er schafft es, "einen Mann zu spielen, dem man ansieht, daß er unter seiner ungerührten Oberfläche eigentlich außer sich ist, und weil er trotzdem den Film nicht an sich reißt, sondern in der Lage ist, ihn mit seiner jungen Partnerin Scarlett Johansson zu teilen, ihr jenen Raum zu lassen, der einen Dialog zwischen zwei verlorenen Seelen ermöglicht".

2004 | Kritik • film-dienst 01/2004

Rüdiger Suchsland hat "einige der schönsten, klügsten und witzigsten Szenen" gesehen, "die das Kino zur Zeit zu bieten hat". Der Kritiker ist überrascht von der "erstaunlichen Reife der jungen Regisseurin". Die "scheinbar abgegriffene Geschichte vom alten Mann und dem Mädchen ... erzählt sie ganz neu und frisch, dabei keusch und in atemberaubend schönem Stil". "Gerade in der Vagheit und Zögerlichkeit dieses Verhältnisses stecken exemplarische, authentische Gefühle."

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