In der Berliner Zeitung ist der "Kopf des Tages" heute die Regisseurin von LOST IN TRANSLATION. Anke Westphal schreibt ein kleines Porträt über die Regisseurin Sophia Coppola.
Christina Nord findet die deutsche Synchronisation daneben, weil die Stimme Bill Murray überheblich, griesgrämig und feindselig werden läßt. Im Orginal ist dies nicht der Fall. Aber insgesamt schafft der Film eine "vielgestaltige Landschaft der Gefühle ... wie man sie selten im Kino sieht". Die Komödie wird mit einer großen Dosis Melancholie vermengt.
Andreas Borcholte will ein Genre finden für den Film, hat dabei aber Schwierigkeiten: "Der Begriff Melodram mag passen, und doch ist LOST IN TRANSLATION so voller Witz und geradezu alberner Situationskomik, dass die Schwere, die der Kategorie genügen würde, einfach nicht aufkommen will." Besonders Bill Murray bietet ein "überwältigendes Spiel". "Lange hat man keinen Film gesehen, in dem Timing, Musik, Atmosphäre und die sensibel pointierten Dialoge der Akteure so perfekt zusammenspielten."
Katja Nicodemus schreibt ein Porträt über die Regisseurin Sophia Coppola.
Für Anke Westphal ist der Film "warmherzig, dabei sehr genau in der Beschreibung menschlicher Beziehungen und bei aller Melancholie doch heiter und voller Liebe für den von den Anforderungen des Lebens verwirrten Menschen". Mit "erstaunlicher Schwerelosigkeit, bittersüßer Reife und behutsamer Körperlichkeit" hat die Regisseurin inszeniert. "Einsamkeit liegt wie eine feine Watteschicht" über jedem Bild, der Film berichtet von der "Verlorenheit zweier Menschen in einer fremden Welt erzählt, ohne diese fremde Welt aber im geringsten feindselig erscheinen zu lassen". Für die Kritikerin ist LOST IN TRANSLATION der "erste tatsächlich aufrichtige Film in Zeiten, in denen kulturellen Differenzen vor allem militärisch Ausdruck verliehen wird".
Jan Schulz-Ojala hat eine "unschuldige, wunderschöne und wunderschön gefilmte Romanze", einen "unendlich sanften Film" gesehen. Die Figuren "ziehen sich nicht aus und sind doch, in ihren Gefühlen, nackt voreinander", es passiert "kein Sex, aber das sanfte Reden danach", es passiert nichts und doch alles, eine "zeichenlose Liebe".
Rüdiger Suchsland führt ein Interview mit der Regisseurin Sophia Coppola.
Daniel Kothenschulte reflektiert kurz über die "Lieblingsfremde" Japan, dann kommt er zu der "Spielart des romantischen Kinos", in der Sophia Coppola LOST IN TRANSLATION inszeniert. Die Regisseurin ist "eine Meisterin des 'ambient', der Mischung aus Licht, Farben und Tapetenmusik". Sie erhebt sich nie über das Fremde, inszeniert visuell im "Collageprinzip, das teils assoziativ ist, teils dekorativ" wie die Musik daherkommt.
Rüdiger Sturm schreibt ein Porträt der Regisseur Sophia Coppola. Den Film LOST IN TRANSLATION findet der Kritiker "klar und stilbewusst ausbalanciert".
Rüdiger Suchsland hat "einige der schönsten, klügsten und witzigsten Szenen" gesehen, "die das Kino zur Zeit zu bieten hat". Der Kritiker ist überrascht von der "erstaunlichen Reife der jungen Regisseurin". Die "scheinbar abgegriffene Geschichte vom alten Mann und dem Mädchen ... erzählt sie ganz neu und frisch, dabei keusch und in atemberaubend schönem Stil". "Gerade in der Vagheit und Zögerlichkeit dieses Verhältnisses stecken exemplarische, authentische Gefühle."