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Cannes: Internationales Filmfestival - 2012

Cannes: Internationales Filmfestival - 2012

Presse

Dienstag, den 29. Mai 2012 

Der Regisseur Michael Haneke hat mit seinem Film LIEBE (2012) (LIEBE (2012) Trailer) die Goldene Palme von Cannes gewonnen. Es war die beste aller möglichen Entscheidungen, bilanziert Anke Westphal (BLZ). Wenn die Jury die beiden stärksten Filme eines Festivals so großzügig bedenkt und über allerhand mit bloßen Oberflächenreizen prunkendes Aufregerzeug souverän hinweggeht, kann Jan Schulz-Ojala (TSP) nur loben. Die Preislogik von Cannes – kein Film darf mehr als eine Auszeichnung erhalten – hat die anderen Ehrungen diktiert, meint Hanns-Georg Rodek (WELT). Nicht alle Entscheidungen der Jury waren so überzeugend, resümiert Cristina Nord (TAZ). Die Jury hat am Ende laut Susanne Ostwald (NZZ) die herausforderndsten Werke links liegen lassen und sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt. Lauter Kompromisse entdeckt Josef Lederle (FD). Eine Reihe von Filmen widmete sich der Unlesbarkeit aktueller Realitäten, schreibt Dominik Kamalzadeh (STANDARD). Warum der Cannes-Jahrgang 2012 besser ist als sein Ruf, erklärt Frédéric Jaeger (CRITIC). Rüdiger Suchsland wertet auf seinem Cannes-Blog auf NEGATIV aus.

Es berichten der SPIEGEL, die WELT, die ZEIT, der STANDARD, die PRESSE sowie der TZ.

Der Preis bedeutet für Michael Haneke vor allem eins: Bessere Arbeitsbedingungen für seinen nächsten Film, wie Bettina Aust (BLZ) im Interview mit dem Filmemacher erfährt. Der Österreicher sprach am Rande des Festivals mit Felix von Boehm (CRITIC) über die Darstellbarkeit der Liebe, über die Dreharbeiten zu LIEBE und darüber, wie seine elterliche Wohnung aus Wien nach Paris umzog.

Für Filmförderin Kirsten Niehuus war Cannes mehr als nur ein netter Gruppenurlaub. Auf Empfängen geht es für sie um knallharte Recherche über die Zuverlässigkeit von potentiellen Coproduzenten, wie in der WELT zu lesen ist. Der Franzose Bernard-Henri Lévy stellte in Cannes seine Libyen-Dokumentation DER EID VON TOUBROUK vor, rückt aber sich selbst in den Mittelpunkt. Jetzt hat er laut Sascha Lehnartz (WELT) ein Auge auf Syrien geworfen.

Montag, den 28. Mai 2012 

Beim Festival Cannes sind die Preise vergeben worden.
Goldene Palme: LIEBE (2012) (LIEBE (2012) Trailer) von Michael Haneke
Großer Preis der Jury: REALITY von Matteo Garrone
Preis der Jury: THE ANGELS´ SHARE (THE ANGELS´ SHARE Trailer) von Ken Loach
Beste Regie: Carlos Reygadas für Post Tenebras Lux
Bester Darsteller: Mads Mikkelsen für THE HUNT
Beste Darstellerin: Cosmina Stratan, Cristina Flutur für BEYOND THE HILLS
Bestes Drehbuch: Cristian Mungiu für BEYOND THE HILLS
Goldene Palme für den besten Kurzfilm: Silence von Maryna Vroda
Goldene Kamera für den besten Debütfilm: Beasts of the Southern Wild (Beasts of the Southern Wild Trailer) für Pablo Giorgelli

Samstag, den 26. Mai 2012 

Festivalchef Thierry Frémaux hat die 65. Ausgabe von Cannes mit dem Aufkleber eines "Neuen New Hollywood" versehen, konnte dies aber nicht einlösen, findet Hanns-Georg Rodek (WELT). Nicole Kidmann spielt die Rolle ihres Lebens beim 65. Filmfestival Cannes, meint Anke Westphal (BLZ). Im Filmprogramm von Cannes ist sicher das Passende für Sie dabei, behauptet Wenke Husmann (ZEIT) und listet diverse Filme auf. Das zentrale Motiv der letzten Tage ist die Stretchlimousine, die auch gut zum bisweilen billigen Glamour des französischen Badeorts passt, resümiert Dominik Kamalzadeh (STANDARD). Josef Lederle (FD) fragt sich, wer gewinnt.

Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin bei German Films, hat bei den Filmfestspielen in Cannes die Gelegenheit genutzt, mit wichtigen Leuten ins Gespräch zu kommen — wie ihr Tagebuch in der WELT beweist. Du hast keine Chance, also nutze sie: Nach diesem Motto rennt der deutsche Festivalkurator Bernhard Karl durch Cannes und schrieb in der WELT eine Leidensgeschichte zwischen Stehcafé und Filmparadies auf.

Besprochene Filme
COSMOPOLIS (COSMOPOLIS Trailer) von David Cronenberg
THE PAPERBOY (THE PAPERBOY Trailer) von Lee Daniels
POST TENEBRAS LUX von Carlos Reygadas

Freitag, den 25. Mai 2012 

Ein Festival wie Cannes bringt es mit sich, dass Dominik Kamalzadeh (STANDARD) im Laufe einer Woche etliche Gefühlslagen erleben kann: Vorfreude, Ernüchterung, Begeisterung, Zufriedenheit, Gleichgültigkeit, Ärger, Verzweiflung. Vier Filme über Heranwachsende und die gemeine Welt hat Cristina Nord (TAZ) gesehen. Auf RAY und beim FILM-DIENST-BLOG wird das Cannes-Tagebuch weiter geschrieben. Mehrere neue Kritiken können bei CRITIC gelesen werden. Rüdiger Suchsland (NEGATIV) schaut auf den Triumph des Anarchismus sowie auf Sodom und Godzilla.

Mit seinem Kurzfilm GASP ist er der einzige deutsche Regisseur Eicke Bettinga mit Aussichten auf einen Preis in Cannes. Wie er sich die Festival-Tage vertreibt, beschreibt er in der WELT.

Besprochene Filme
THE PAPERBOY (THE PAPERBOY Trailer) von Lee Daniels
POST TENEBRAS LUX von Carlos Reygadas
HOLY MOTORS (HOLY MOTORS Trailer) von Léos Carax
ON THE ROAD (ON THE ROAD Trailer) von Walter Salles
THE ANGELS' SHARE von Ken Loach

Donnerstag, den 24. Mai 2012 

Hanns-Georg Rodek (WELT) schreibt über den stärksten Satz und den stärksten Eindruck beim Festival Cannes. Cristina Nord (TAZ) hat endlich ihre ersehnte Prise Wahnsinn bekommen. Wenke Husemann (ZEIT) sah im Wettbewerb einen irren, halluzinogenen Film von großer Weisheit. Nötigung, Erpressung, Exhibitionismus wohlgenährter Männeroberkörper: Da kommt einiges beim Festival laut Jan Schulz-Ojala (TSP) zusammen. Gezeigt werden zwar viele starke Werke, aber für Susanne Ostwald (NZZ) fehlen die grossen Visionen. Neue Filmrezensionen gibt es auf CRITIC. RAY setzt das Cannes-Tagebuch fort.

Petra Müller, Chefin der Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen, hat in der WELT nachgerechnet: Ohne deutsche Produktion würde Cannes wirklich im Regen stehen. Seit 1974 vergeben die christlichen Kirchen beim Filmfestival in Cannes einen ökumenischen Preis. Ein Gespräch über die Arbeit der Jury, die Erfahrungen von Jury-Vorsitzenden Charles Martig und preiswürdige Filme führt Josef Lederle (FD).

Besprochene Filme
HOLY MOTORS (HOLY MOTORS Trailer) von Léos Carax
ON THE ROAD (ON THE ROAD Trailer) von Walter Salles
KILLING THEM SOFTLY (KILLING THEM SOFTLY Trailer) von Andrew Dominik
LIKE SOMEONE IN LOVE (LIKE SOMEONE IN LOVE Trailer) von Abbas Kiarostami
THE ANGELS' SHARE von Ken Loach
IHR WERDET EUCH NOCH WUNDERN (IHR WERDET EUCH NOCH WUNDERN Trailer) von Alain Resnais
LAWLESS (LAWLESS Trailer) von John Hillcoat

Mittwoch, den 23. Mai 2012 

So unterschiedlich die Themen einzelner Regisseure sind, immer geht es um die Wahrheit der Bilder, meint Wenke Husmann (ZEIT). Amerika habe viel mehr Facetten als zwei Filme im Wettbewerb für Cristina Nord (TAZ) zeigen. Die Parabeln auf die USA sind laut Wenke Husmann (ZEIT) brutal, pessimistisch und schlimmstenfalls wahr. Den bisher markigsten Schlusssatz von Cannes entdeckt Domink Kamalzadeh (STANDARD). Die schlechtesten Kritiken bekommt in Cannes bislang das Wetter, resümiert Anke Westphal (BLZ). In der Reihe "Un certain regard" kann Florian Keller (TAZ) noch von der Geburt eines Filmstars aus dem Geist der Libertinage berichten. Mehrere neue Kritiken zu Cannes-Filmen finden sich auf CRITIC. Rüdiger Suchsland führt seinen Cannes-Blog auf NEGATIV fort.

Zum ersten Mal hat die deutsche Schauspielerin Christiane Paul das Festival von Cannes erlebt. Ein ernüchternder Bericht über Regen und Rotwein steht in der WELT.

Besprochene Filme
KILLING THEM SOFTLY (KILLING THEM SOFTLY Trailer) von Andrew Dominik
LIKE SOMEONE IN LOVE (LIKE SOMEONE IN LOVE Trailer) von Abbas Kiarostami
THE ANGELS' SHARE von Ken Loach
IHR WERDET EUCH NOCH WUNDERN (IHR WERDET EUCH NOCH WUNDERN Trailer) von Alain Resnais
LAWLESS (LAWLESS Trailer) von John Hillcoat

Dienstag, den 22. Mai 2012 

Andreas Borcholte (SPIEGEL) hat beim Festival Cannes einen ersten Anwärter auf die Goldene Palme gefunden. Manche Wettbewerbsfilme erwecken den Eindruck, sie kommen Jahre zu spät, schreibt Anke Westphal (BLZ). Cristina Nord (TAZ) entdeckt Filmemacher, die das Motiv des Wiederholens und Variierens durchspielen. Insgesamt stellt Josef Lederle (FD) fest: ein solider, wenngleich doch etwas braver Festival-Jahrgang.

Hanns-Georg Rodek (WELT) ist empört, dass Studios Honorar fordern für Interviews mit Schauspielern, die in ihren Wettbewerbsfilmen mitwirken. Ohne die Piraten wäre das wichtige Thema Urheberrecht nicht auf die Tagesordnung von Cannes gekommen, findet Drehbuchautor Fred Breinersdorfer in der WELT.

Besprochene Filme
BEYOND THE HILLS von Cristian Mungiu
IHR WERDET EUCH NOCH WUNDERN (IHR WERDET EUCH NOCH WUNDERN Trailer) von Alain Resnais
LIEBE (2012) (LIEBE (2012) Trailer) von Michael Haneke
PARADIES: LIEBE (PARADIES: LIEBE Trailer) von Ulrich Seidl
THE HUNT von Thomas Vinterberg
LAWLESS (LAWLESS Trailer) von John Hillcoat

Montag, den 21. Mai 2012 

Dominik Kamalzadeh (STANDARD) ist schon jetzt vom Festival Cannes begeistert. Gesellschaftliche Abgründe und sexuelle Perversionen setzen an der Croisette für Susanne Ostwald (NZZ) markante Zeichen. Liebesdefizite und emotionale Verkümmerung sind das große Thema des österreichischen Kinos, wie Anke Westphal (BLZ) herausgefunden hat. Beide österreichischen Filme zählen jedenfalls zu den ernsthaften Beiträgen in einem bislang eher mäßig aufgenommenen Wettbewerb, bemerkt Christoph Huber (PRESSE). Über Nächstenliebe mit tödlichen Folgen schreibt Wenke Husmann (ZEIT). Außer Konkurrenz hat der Regisseur Fatih Akin seinen zweiten Dokumentarfilm vorgestellt; Hanns-Georg Rodek (WELT) hat ihn gesehen.

Auf CRITIC gibt es diverse Rezensionen zu Cannes-Filmen. RAY publizieren Thomas Abeltshauser und Pamela Jahn ihr Cannes-Tagebuch, ebenso wie Rüdiger Suchsland auf NEGATIV. SENNHAUSER ist ebenfalls in Cannes.

Ulrich Seidl zeigt in Cannes seinen Film PARADIES: LIEBE (PARADIES: LIEBE Trailer) über Sextouristinnen in Afrika. Im Interview mit Wenke Husmann (ZEIT) erzählt der Regisseur, wie er die intimen Bilder einfangen konnte. 22 Regisseure und keine Frauen: Drehbuchautor Fred Breinersdorfer erklärt in der WELT, warum er wütend auf Festival-Chef Thierry Frémaux ist und was es heißt, in Cannes auf den billigen Plätzen zu sitzen.

Besprochene Filme
LIEBE (2012) (LIEBE (2012) Trailer) von Michael Haneke
PARADIES: LIEBE (PARADIES: LIEBE Trailer) von Ulrich Seidl
THE HUNT von Thomas Vinterberg
LAWLESS (LAWLESS Trailer) von John Hillcoat

Freitag, den 18. Mai 2012 

Das 65. Filmfestival von Cannes startete mit der liebevoll inszenierten und gewohnt schrägen Teenager-Romanze MOONRISE KINGDOM (MOONRISE KINGDOM Trailer) des Amerikaners Wes Anderson. Andreas Borcholte (SPIEGEL) findet es schade, dass der Film gleich zu Beginn läuft. Kein Festival hat laut Hanns-Georg Rodek (WELT) seit Jahren einen derart anrührenden, witzigen, bei aller Tragik optimistischen Eröffnungsfilm präsentiert. Für Anke Westphal (BLZ) ist der Eröffnungsfilm ein Versprechen auf weitere widerständige Autorenfilme. Die Nostalgie passt, meint Cristina Nord (TAZ). Jan Schulz-Ojala (TSP) lobt ebenfalls den beschwingten Start; eine unkonventionelle Wahl nennt Dominik Kamalzadeh (STANDARD) die Eröffnung. In Cannes wird nicht nur die Filmkunst zelebriert, sondern auch ihr wichtigstes Forum selbst, resümiert Susanne Ostwald (NZZ).

Das Festival hat kaum begonnen, da hagelt es Protest, und das gleich dreifach, wie Jan Schulz-Ojala (TSP) festhält. Mehrere Kritiken zu Cannes-Filmen gibt es auf CRITIC. Die ersten Tage könnten auch Festival de Desplat heißen, wie Thomas Abeltshauser (RAY) schreibt. Rüdiger Suchsland schreibt auf NEGATIV seinen Cannes-Blog.

Am Filmfestival in Cannes sind dieses Jahr keine Frauen nominiert. Sexismus oder Unvermögen? Regisseurin Bettina Oberli spricht mit Philippe Zweifel (TZ) über Frauen und Film. Als Präsident der Filmfestspiele von Cannes empfängt Gilles Jacob in den nächsten Tagen 40.000 Menschen. Ein Gespräch über Grenzen der Gesichtserkennung und unberechenbare Regisseure führt die WELT. Peter Zander (WELT) nennt 5 Gründe, warum er sich auf Cannes freut.

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