Es gilt, einige Auswertungen zum Deutschen Filmpreis nachzureichen. Das deutsche Gegenwartskino zeigte sich in Hochform, wie Daniel Buß (SPIEGEL) feststellt. Die Verleihung der Lolas im Berliner Friedrichstadtpalast war trotz fehlender Tanzfläche ein echtes Party-Event. Sogar ein bisschen Hollywood-Glamour blitzte auf, wie Antje Wewer (SPIEGEL) feststellte. Für Cristina Nord (TAZ) hat die Auszeichung ein Problem. Daniel Kothenschulte (FR) hätte sich gewünscht, dass sich die deutsche Filmbranche ein wenig geschichtsbewusster gegeben hätte. Für Katharina Dockhorn (ND) war es ein österreichischer Abend. Bernd Eichinger ist der Spiritus Rector des deutschen Films. Er hat die Ehrenauszeichnung des Deutschen Filmpreises erhalten. Die Laudatio von Senta Berger und Günther Rohrbach veröffentlicht die FAZ. Auch seine Kritiker müssen inzwischen zugeben, dass er über 30 Jahre entscheidend dazu beigetragen hat, das deutsche Kino am Leben zu erhalten, wie Hanns-Georg Rodek (WELT) resümmiert. Die Kanzlerin lächelte milde, Barbara Schöneberger schillerte, Sibel Kekilli konnte es nicht fassen, Bernd Eichinger war ungewohnt gerührt, wie Peter Körte (FAZ) schreibt. Katharina Riehl (SZ) kommentiert ebenfalls die Gala-Veranstaltung.
Die Verleihung des Deutschen Filmpreis wird kommentiert. Wirklich spannend war die Verleihung des Deutschen Filmpreises in diesem Jahr nicht, meint Peter Uehling (BLZ). Für Christina Tillmann (TSP) war es ein starker, politischer Jahrgang; Bert Rebhandl (CARGO) hat generell etwas gegen den Deutschen Filmpreis. Andreas Conrad (TSP) berichtet vom Roten Teppich, Elke Vogel (WELT) von der Veranstaltung. Im Interview mit Peter Zander (WELT) erklären die Favoriten Stefan Arndt (DAS WEISSE BAND (
)), Feo Aladag (DIE FREMDE (2010) (
)) und Hans-Christian Schmid (STURM (
)), worum es bei dem Deutschen Filmpreis wirklich geht.
Die FR berichtet, ebenso wie die ZEIT, die NZZ, der TZ, der STANDARD, die PRESSE und die FAZ.
Der Deutsche Filmpreis wird vergeben. DAS WEISSE BAND (
) ist als Bester Film ausgezeichnet worden. Regisseur Michael Haneke nahm Auszeichnungen für Regie, Drehbuch, Ton und Kamera entgegen, auch Maria-Victoria Dragus wurde als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Ebenso in den Kategorien Beste Maske, Bestes Kostüm, Bestes Szenenbild holte der Film die Lola. Als Bester Hauptdarsteller wurde Burghardt Klaußner ausgezeichnet, Sibel Kikelli bekam die Lola für ihre Rolle in DIE FREMDE (2010) (
). Für seine Rolle in der Komödie MÄNNERHERZEN (
) erhielt Justus von Dohnanyi als Bester Nebendarsteller die Auszeichnung. VORSTADTKROKODILE (
) von Christian Ditter wurde zum Besten Kinderfilm gekürt. Als Bester Dokumentarfilm wurde DAS HERZ VON JENIN (
) von Marcus Vetter und Leon Geller ausgezeichnet. In der Sparte Bester Schnitt wurde das Politdrama STURM (
) von Hans-Christian Schmid geehrt, ebenso wie für die Beste Filmmusik.
Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis werden kommentiert, besonders dass der großer Favorit DAS WEISSE BAND (
) von Michael Haneke ist.
Der Deutsche Filmpreis hat sowas Verlässliches, auch im Wandel, meint Peter Uehling (BLZ). Kurz und witzig fand Jan Schulz-Ojala (TSP) die Präsentation mit Iris Berben und Bruno Ganz. Auch wenn es mit dem Oscar nicht geklappt hat, kann sich Regisseur Michael Haneke freuen, meint die WELT.
Die ZEIT berichtet; ebenso wie der STANDARD und die PRESSE.
Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis sind bekanntgegeben worden. Großer Favorit ist DAS WEISSE BAND (
) von Michael Haneke, ebenfalls mit vielen Nominierungen bedacht sind DIE FREMDE (2010) (
) und ALLE ANDEREN.
Alle Nominierten für den Deutschen Filmpreis hier.