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Berlin: Internationale Filmfestspiele - 2009

Berlin: Internationale Filmfestspiele - 2009

Presse

Dienstag, den 17. Februar 2009 

Johanna Straub (SPIEGEL) guckte zehn Berlinale-Tage lang Filme aus heimischer Produktion und zieht Bilanz: Mehr Innerlichkeit war selten. Wie Tobias Kniebe (SZ) feststellt, fand die wahre Krise nicht auf der Berlinale statt. Harald Peters, Elmar Krekeler und Matthias Wulff (WELT) haben die zehn spektakulärsten Szenen dieses Filmfestes zusammengetragen. Carl von Hollen (TSP) war Mitglied der Tagesspiegel-Leserjury und berichtet von seinen Erlebnissen.

 

Montag, den 16. Februar 2009 

Allerorten wird die 59. Berlinale bilanziert. Laut Andreas Borcholte (SPIEGEL) bot sie junges, engagiertes, phantasievolles, unbequemes Weltkino - der Goldene Bär ging zu Recht nach Peru. Während des Festivals stehen die großen Hollywood-Stars im Mittelpunkt, die Preisverleihung gehört dann dem Weltkino, stellen Carsten Heidböhmer und Sophie Albers (STERN) fest. Für Markus Zinsmaier (ZEIT) war dies ein Festival der Schauspieler. Die Jury hob die Vorzüge und Notwendigkeit kultureller Vielfalt gleich mehrmals hervor, meint Anke Westphal (BLZ). Sie holte das Beste aus einem schwachen 59. Jahrgang der Internationalen Filmfestspiele Berlins heraus, resümmiert Cristiana Nord (TAZ) und sie gab wieder dem Autorenkino den Vorzug, meint Susanne Ostwald (NZZ). Isabella Reicher (STANDARD) schreibt über das Mysterium der kleinen Gesten. Daniel Kothenschulte (FR) kritisiert: In der künstlerischen Mitte der Filmfestspiele ist es leer. Das voraussichtliche Schicksal des Siegerfilms THE MILK OF SORROW sagt laut Hanns-Georg Rodek (WELT) weniger über die Qualität des Siegerfilms aus als über die sich verengenden Scheuklappen unseres Seh-Angebots aus. Gunnar Decker (ND) fiel auf, dass der Wettbewerb sichtlich um Ausgewogenheit von Themen und Handschriften bemüht war. Peer Schmitt (JW) blickt im Zorn zurück. Die Retrospektive war für Michael Althen (FAZ) eine der letzten Gelegenheiten, das analoge Kino noch mal in seiner ganzen Pracht zu bestaunen. Elisabeth Binder, Juliane Schäuble und Christina Tilmann (TSP) erläutern, was von der Berlinale bleibt. Ein wenig repolitisiert war das queere Berlinale-Event, bilanziert Jan Kedves (TAZ). Elisabeth Binder (TSP) und Patrick Goldstein (MOPO) wissen, wie die Berlinale-Jury mit den Preisträgern feiert. Volker Mazassek (FR) erklärt, wie die Stars die Fragen der Presse überleben. Eine Bilanz ohne Autor steht ebenfalls im TSP.

 

Sonntag, den 15. Februar 2009 

Die Berlinale-Jury hat konsequent den uns fremdesten Film gekürt – und ist ihrem Prinzip bis zum Extrem gefolgt, bilanziert Hanns-Peter Rodek (WELT). Es siegte die Jugend – und im Politischen das scheinbar Private, schreibt Jan Schulz-Ojala (TSP). Lars-Olav Beier (SPIEGEL) zieht sein Fazit des Festivals: Auch in harten Zeiten gibt es viele nette Menschen. Sternstunden der Irrelevanz hat Claudius Seidl (FAZ) ausgemacht. Die 59. Berliner Filmfestspiele zeigten, wie eine zum Zerreissen vernetzte globale Welt das Kino herausfordert, resümmiert Martin Walder (NZZ). Christian Tillmann TSP freut sich für die Doppel-Ehrung für Maren Ade und Birgit Minichmayr. Für Ekkehard Knörer (PERLENTAUCHER) war der Gewinner des Goldenen Bären THE MILK OF SORROW auch der einzige plausible Kandidat für den Goldenen Bären. Der TSP sagt, welche der wichtigsten Filme bald ins Kino kommen. Im TSP gibt es zudem einen Rückblick von A bis Z zu lesen. Andreas Conrad TSP hat die Preisträger beobachtet. Gunda Bartels TSP berichtet von der Verleihung des Teddy Awards.

Der SPIEGEL nennt die Gewinner, ebenso wie die FAZ, die SZ, der STERN, der TSP, STANDARD, die FR, die ZEIT.

Markus Zinsmaier (ZEIT) ist dem Filmemacher Christoph Hochhäusler begegnet, der als einer von 13 Regisseuren am Omnibusfilm DEUTSCHLAND 09 mitgearbeitet hat. Claudius Seidl (FAZ) ist völlig entsetzt über den Film, weil er einfach dumm sei.

WEB-Funde
Die letzten Atemzüge bei den Bloggern. Hier die wichtigsten Sites: FESTIVALBLOG, CRITIC, FILMTAGEBUCH, FILMUNDKRITIK, FROMBEYOND, KEINBLUTROT, ARTECHOCK sowie SENNHAUSER.

 

Samstag, den 14. Februar 2009 

Die Bären sind vergeben. Den Goldenen Bären hat der Film THE MILK OF SORROW von Claudia Llosa gewonnen. Alle anderen Preise und Auszeichnungen gibt es hier

Brauchen wir in Zeiten wie diesen ein politisches Kino? Was heißt das überhaupt, und wozu taugt es, fragt sich Verena Lueken (FAZ). Für Anke Westphal (BLZ) ist das Festival besser als sein Ruf. Daniel Haas (SPIEGEL) würde gern Abwrackprämien für Filme vergeben. Andreas Kilb (FAZ) hat das Idealbild der Berliner Filmfestspiele aufbewahrt. Das präfinale Rätselraten für die Bären ist laut Jan Schulz-Ojala (TSP) so groß wie selten zuvor auf einer Berlinale. Während für Isabella Reicher (STANDARD) so manches Versprechen nicht erfüllt wurde, verzeichnet das Filmfest einen Besucherrekord. Am Ende des Wettbewerbs entdeckt Daniel Kothenschulte (FR) einen Diamanten in der Asche. Afrika kam bei der diesjährigen Berlinale zu kurz. Doch immerhin haben drei Jurymitglieder ein enges Verhältnis zu dem Kontinent, weiß Daniela Sannwald (TSP).
Die Mitglieder der Berlinale-Jury "Generation 14plus" haben den Gläsernen Bär für den besten Spielfilm an MY SUICIDE von David Lee Miller verliehen. Der Leserpreis der Berliner Morgenpost geht an STURM (STURM Trailer).

Die wichtigsten Filme, die besprochen wurden
DEUTSCHLAND 09
HILDE (HILDE Trailer) von Kai Wessel
DER KALMUS von Andrzej Wajda
DER ROSAROTE PANTHER 2 (DER ROSAROTE PANTHER 2 Trailer) von Harald Zwart

Porträts & Interviews
Peter Zander (WELT) sprach mit Regisseur Christoph Schlingensief über seine Krankheit, Tilda Swinton und seine Arbeit in der Jury der Berlinale. Sophie Albers (STERN) hat Misel Maticevic gefragt, warum er zu den populärsten und umtriebigsten Talenten Deutschlands gehört. Der TSP spricht mit Dominic Murphy, dessen packender Film über den letzten Mountain Dancer aus den Appalachen auf der Berlinale läuft. Ines Kappert (TAZ) führt ein Gespräch mit Michel Vaujour, der als Ausbrecherkönig Frankreichs gilt, und dem Regisseurin Fabienne Godet einen Film gewidmet hat.

Reihen & Specials
Ekkehard Knörer (TAZ) war beim Talent Campus bei einem Forum über Internet und Filmkritik.

Kolumnen & Boulevard
Harald Martenstein (TSP) empfiehlt zur Entspannung ein Glas Eselsmilch. Diedrich Diedrichsen (TAZ) beschäftigt sich mit Zwillingsfilmen und Doubles. Holger Kreitling (MOPO) hofft, dass ein empfindsamer Außenseiter gewinnt. Udo Badelt (TSP) stellt den Berlinale-Arzt Christoph Park vor. Philipp Kohl (MOPO) blickt auf Alkis Vlassakakis, dem Transporter der Wettbewerbsfilme.

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Freitag, den 13. Februar 2009 

Susan Vahabzadeh (SZ) spürte die Melancholie des Vergänglichen im Wettbewerb. Wenn Darstellerinnen in die Jahre kommen, zeigt ihnen das Kino oft die kalte Schulter. Die Berlinale leistet Wiedergutmachung, behauptet Daniel Haas (SPIEGEL). Katja Nicodemus (ZEIT) sah starke Frauen, die ohne große Worte und Gesten ihr Ding machen. Für Andreas Kilb (FAZ) ist dies die Berlinale der misslungenen Wiederholungen, der enttäuschten Hoffnungen und unerfüllten Versprechen. Andreas Platthaus (FAZ) prüft die Firmensiegel der Filme. Die großen Globalisierungsfilme auf dieser Berlinale, fraglos allesamt auf ihre Weise Schwergewichte, tragen zugleich bleischwer an ihrem Bedeutsamkeitswillen, kritisiert Jan Schulz-Ojala (TSP).

Die wichtigsten Filme, die besprochen wurden
MY ONE AND ONLY von Richard Loncraine
NOTORIOUS von George Tillman jr.
THE MILK OF SORROW von Claudia Llosa
DER STAUB DER ZEIT von Theo Angelopoulos

Porträts & Interviews
Der Filmemacher, Künstler, Theater- und Opernregisseur Christoph Schlingensief erzählt Rüdiger Suchsland (FAZ) von seiner Arbeit in der Berlinale-Jury, ärgert sich übers deutsche Fernsehen, träumt von einem eigenen "Tatort" und sieht das Kino im Idealfall als eine Art Kirchenersatz. Christiane Peitz (TSP) spricht mit einigen Regisseuren des Omnbius-Films DEUTSCHLAND 09. Die 16-jährige Regisseurin Helene Hegemann spielt in ihm eine Hauptrolle; Laura Weißmüller (SZ) hat sie porträtiert. Sophie Albers (STERN) traf den Witzbold Steve Martin zum ernsthaften Gespräch; auch Peter Beddies (MOPO) erzählt er was so verdammt schwierig daran ist, komisch zu sein. Joe Dallesandro ist eine Legende - und der faulste Filmstar aller Zeiten; für sein Lebenswerk erhält der Andy Warhol-Star nun einen Ehren-Teddy und Frank Noack (TSP) freut sich für ihn. Matthias Oloew (TSP) blickt auf den 34-jährigen Dustin Lance Black, der das Drehbuch zum Film MILK (2008) (MILK (2008) Trailer) verfasst hat. Die französische Regisseurin Catherine Breillat unterhält sich mit Ines Kappert (TAZ) über den Egoismus der Frauen in der Sexualität, attraktive Männer, ihren neuen Film BARBE BLEU, den sie im Panorama vorstellt, und warum Feministinnen sich über sie aufregen. Hollywood hofiert ihn, doch er will auch weiterhin Dokumentarfilme machen: Der Bärengewinner 2008 José Padilha im Gespräch mit Jörg Schindler (FR).

Reihen & Specials
Monumentale Epen wie LAWRENCE VON ARABIEN festigten David Leans Ruf als Regisseur mit Hang zum Maßlosen. Eine Retrospektive im Filmmuseum zeigt, dass er über mehr Variationsbreite verfügte, schreibt Dominik Kamalzadeh (STANDARD) Ralf Schenk (BLZ) sah einen sympathisch skurrilen und ein hilflosen Film aus Russland.

Kolumnen & Boulevard
Harald Martenstein (TSP) fühlt sich unter Tonnen von Altfrauenfantasien begraben. Laut Carsten Heidböhmer (STERN) gingen die Kritiker vor Renée Zellweger in die Knie. Peter von Becker (TSP) weiß, wie Hertha von der Berlinale lernen kann. Hollywoods Frauen sind klüger als ihre Männer, behauptet Holger Kreitling (MOPO). Andreas Conrad (TSP) und Franziska von Mutius (MOPO) waren am Roten Teppich. Kirsten Riesselmann (TAZ) erlebte eine Pressekonferenz als Gottesdienst.

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Donnerstag, den 12. Februar 2009 

Breitwandopulenz und kleine Schmuggelware hat Isabella Reicher (STANDARD) ausgemacht; grosse Epigonen und kleine Meister sah Susanne Ostwald (NZZ) im Wettbewerb der Berlinale. Über lustige Handwerksgesellen in Berlin schreibt Wolfgang Höbel (SPIEGEL). Zu den Stärken der Berlinale gehört eine Programmschiene nicht: der Wettbewerb, kritisiert Cristina Nord (TAZ). In Zeiten internationaler Ko-Produktion noch vom deutschen Film zu sprechen, ist mehr als anachronistisch: Matthias Dell (FREITAG) macht unter dieser Prämisse einen Schnelldurchlauf durch den Wettbewerb der Berlinale.
Für seinen Kurzfilm PLEASE SAY SOMETHING wurde der irische Regisseur David O'Reilly mit dem Goldenen Bär ausgezeichnet. Anna Pataczek (TSP) wertet den Wettbewerb "Berlinale Shorts" aus. Der SPIEGEL und die ZEIT melden den ersten Bären-Gewinner. Außerdem verzeichnet die Berlinale zur Halbzeit einen Besucherrekord. Der TSP berichtet. Ohne das Geld der Werbepartner liefe nicht viel bei der Berlinale; jetzt zögert ein Sponsor mit seiner Zusage, wie Sören Kittel und Marco Dalan (MOPO) wissen.

Die wichtigsten Filme, die besprochen wurden
KATALIN VARGA von Peter Strickland
HAPPY TEARS von Mitchell Lichtenstein
FOREVER ENTHRALLED von Chen Kaige
NOTORIOUS von George Tillman jr.
MILK (2008) (MILK (2008) Trailer) von Gus Van Sant

Porträts & Interviews
Siegfried Tesche (MOPO) porträtiert den Ehren-Bären-Gewinner Maurice Jarre, der sogar der Wüste eine wunderbare Melodie gab. Sophie Albers (STERN) schaut genau auf Demi Moore, die nicht umsonst Ehegatten Ashton Kutcher mit nach Berlin gebracht hat. Mit der Schauspielerin Michelle Pfeiffer redet Sophie Albers (STERN) über Falten. Katja Lüthge (BLZ) unterhält sich mit dem iranischen Regisseur und Autor Asghar Farhadi über seinen Wettbewerbsbeitrag ABOUT ELLY. Achim Fehrenbach (TSP) spricht mit Österreichs Star-Kabarettist Josef Hader, der wieder den grantigen Kommissar Brenner gibt in DER KNOCHENMANN (DER KNOCHENMANN Trailer). Ines Kappert (TAZ) sprach mit dem ältesten aktiven Filmregisseur der Welt, mit Manoel de Oliveira. Das Debüt als Lebenswerk: Ludwig Schönherr zeigt erstmals seine Super-8-Experimente - nach 40 Jahren Arbeit. Deike Diening (TSP) war dabei.

Reihen & Specials
Größer als groß findet Daniel Kothenschulte (FR) die Retrospektive. Das "Forum expanded" zeigt an nicht weniger als zwölf Locations 38 Künstler und Künstlerinnen mit neuen Videos, Installationen, Animationen und Filmen, die in Gemälde einsteigen; Brigitte Werneburg (TAZ) ist begeistert. Im Panorama hat Bert Rebhandl (FAZ) Filme aus Indonesien gesehen. Zwei schwedische Filme im Forum der Berlinale schauen hinter eine geordnete Welt, meint Philipp Bühler (BLZ). Alexandra Seitz (BLZ) schreibt über "Filmmakers Against Racism": Vier Filme beziehen Position; auch Kirsten Riesselmann (TAZ) hat sie gesehen. Welche Macht und Sprache hat das Volk? Im Forum geben laut Christiane Peitz (TSP) zwei Dokumentarfilme Antworten. Martin Girod (NZZ) hat dort subversive Phantasie entdeckt. Auf dem Talent Campus geben Filmleute ihre Erfahrungen an den Nachwuchs weiter, Catherine Newmark (BLZ) war dabei.

Kolumnen & Boulevard
Über Gesten und Gäste schreibt Peter Körte (FAZ). Holger Kreitling (WELT) stellt bei der Berlinale fest, wie Hollywoods Schönheits-Chirurgen versagen. Elisabeth Binder (TSP) weiß, wie Jurymitglied Alice Waters dafür kämpft, dass sich alle gesund ernähren; einmal hat sie sogar einen Schuh gekocht, behauptet Jörg Schindler (FR). Elena Senft (TSP) schaut neben den Roten Teppich. Harald Martenstein (TSP) sieht mit Schrecken, wie ein Klassiker zum seichten Fernsehspiel mutiert. Diedrich Diedrichsen (TAZ) veröffentlicht seine vorläufig letzten Worte zum Sommerhaus-Kino.

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Mittwoch, den 11. Februar 2009 

Schwere Themen und schöne Frauen kamen laut Andreas Borcholte (SPIEGEL) am 6. Berlinale-Tag zusammen. Auch Peter Zander (WELT) hat bärenstarke Frauen ausgemacht. Catherine Newmark (BLZ) erklärt, wie die Berlinale internationale Vielfalt fördert. In diesem Jahr gibt es im Wettbewerb viel gutes, solides Filmhandwerk zu sehen, stellt Susanne Ostwald (NZZ) fest. Andreas Conrad (TSP) entdeckt ein Trendthema dieser Berlinale: Das Altern.

Die wichtigsten Filme, die besprochen wurden
CHERI (CHERI Trailer) von Stephen Frears
LONDON RIVER von Rachid Bouchareb
THE MESSENGER (THE MESSENGER Trailer) von Oren Moverman
FOREVER ENTHRALLED von Chen Kaige

Porträts & Interviews
Maurice Jarre erhält auf der Berlinale den Ehrenbären. Ein Gespräch mit dem Komponisten führt Marc Hairapetian (TSP). Die Berlinale ehrte mit Manoel de Oliveira eine wahre Legende des Kinos, meint Daniela Sannwald (TSP); Diedrich Diedrichsen (TAZ) hat sich seinen aktuellen Film angeschaut. Philipp Lichterbeck (TSP) spricht mit den Regisseuren Michael Winterbottom und Mat Whitecross über den Vorwurf des Antisemitismus und ihren Film SHOCK DOCTRINE im Panorama, der noch nicht ganz fertig ist. Der schwedische Regisseur Lukas Moodysson redet mit Carolin Ströbele (ZEIT) über seinen Wettbewerbsfilm MAMMOTH, die Rolle des Geldes und seine moralischen Zweifel bei den Dreharbeiten; für Katja Nicodemus (ZEIT) wird Gael García Bernal mit diesem Film endgültig zum internationalen Star. Kirsten Riesselmann (TAZ) unterhält sich mit Regisseur Elmar Szücs, der ein Resümee zieht. Mit Schauspielerin und Regisseurin Julie Delpy sprach Alexander Soyez (MOPO).

Reihen & Specials
Andreas Platthaus (FAZ) besuchte ein Gespräch zwischen David O’Reilly (volljährig) und Michael Snow (überjährig) im Rahmen des Berlinale Talent Campus und war begeistert von dem Treffen der Generationen. Beim Talent Campus der Berlinale trifft sich der Nachwuchs. Junge Filmemacher lernen hier von den Großen und knüpfen Kontakte, schreibt Anna Pataczek (TSP). Laut Franziska von Mutius (MOPO) kritisiert Dieter Kosslick die "Cinema for Peace"-Gala. Vom 39. Forum des jungen Films der Berlinale berichtet Heinz Kersten (ND). Das Berlinale-Publikum feiert GITTI, einen Kurzfilm über die Partnersuche einer 70-jährigen Berlinerin, mit stehenden Ovationen, schreibt Carolin Ströbele (ZEIT).

Kolumnen & Boulevard
Detlef Kuhlbrodt geht seit 25 Jahren zur Berlinale. Diesmal hat er sich ungewöhnliche Filme vorher angesehen und dabei 1335 Minuten vor dem Fernseher verbracht, wie er in der ZEIT schreibt. In den Kritiken wird selten auf die Sexszenen eingegangen. Harald Martenstein (TSP) holt es nach. In seinem Tagebuch erzählt der Regisseur Jochen Hick (SPIEGEL), wie seine Leinwandhelden für seinen Film THE GOOD AMERICAN ins Schwitzen kamen - und er selbst an einem Cocktail verzweifelte. Christian Mayer (SZ) erkennt den wahren Helden der Berliner Mauer: Leonardo DiCaprio. Aus Wilmersdorf kommt der Duft des Kulinarischen Kinos, weiß Elisabeth Binder (TSP). Presse, Party, Freibier hatte Jenni Zylka (TAZ). Laut Holger Kreitling (MOPO) ist der Architekt der neue Leidensmann der Leinwand.

WEB-Funde
Die Blogger werden nicht müde, von der Berlinale zu berichten. Hier die wichtigsten Sites: FESTIVALBLOG, CRITIC, FILMTAGEBUCH, FILMUNDKRITIK, FROMBEYOND, KEINBLUTROT sowie SENNHAUSER.

 

Dienstag, den 10. Februar 2009 

Michael Althen (FAZ) hat dem Spiel der Liebe zugesehen. Jan Schulz-Ojala (TSP) fragt sich, warum er im Kino eigentlich nicht manchmal schreien darf. Bei MILK (2008) (MILK (2008) Trailer) gelingt laut Christiane Peitz (TSP) tatsächlich die Liaison von Politik und Spaß. Von schönen und bösen Überraschungen schreibt Markus Zinsmaier (ZEIT). Regisseur Jochen Hick stellt seit Jahren seine Filme auf den Berliner Festspielen vor - eine unbezahlbare Starthilfe für den Kinoerfolg. Im SPIEGEL fragt sich der Filmemacher, was wäre, wenn seine Filme abgelehnt werden würden. Martin Wolf (SPIEGEL) schaut auch an der Berlinale vorbei: Nur ein paar hundert Meter vom Trubel entfernt dreht Regisseur Roman Polanski mit großem Aufwand seinen neuen Thriller THE GHOST.

Die wichtigsten Filme, die besprochen wurden
ALLE ANDEREN von Maren Ade
THE MESSENGER (THE MESSENGER Trailer) von Oren Moverman
THE PRIVATE LIVES OF PIPPA LEE von Rebecca Miller
MILK (2008) (MILK (2008) Trailer) von Gus Van Sant
DAS VATERSPIEL (DAS VATERSPIEL Trailer) von Michael Glawogger

Porträts & Interviews
Daniela Sannwald (TSP) porträtiert Michelle Pfeiffer, die Glamour-Prinzessin, die schon Adlige, Hexe, Hausfrau und Catwoman war. Andreas Fanizadeh und Eva-Christina Meier (TAZ) sprechen mit Regisseur Lucia Puenzo. Peter Zander (MOPO) hat mit Christoph Schlingensief gesprochen, der in der Internationalen Jury sitzt.

Reihen & Specials
Mit Stars aus Politik, Film und Fernsehen wurde gestern in Berlin die Benefizgala "Cinema for Peace" gefeiert; die MOPO berichtet. Rüdiger Suchsland (FAZ) empfiehlt LOVE EXPOSURE (LOVE EXPOSURE Trailer) im Forum, der sich unbedingt lohnt. Kinderträume und Frauenhorror in zwei indonesischen Filmen sah Katja Lüthge (BLZ); Ralf Schenk (BLZ) zwei eindrucksvolle Filme aus der Türkei über die Ohnmacht heranwachsender Frauen. Vier Filme aus Panorama und Forum stellt der TSP vor. Wer Freunde hat, kommt leichter voran im amerikanischen Independent-Kino, meint Dietmar Kammerer (TAZ). Ivo Mailand (MOPO) hat müde Shooting-Stars gesehen. Fernsehen und Kino können nicht ohne, aber auch nicht miteinander. Das bestätigte eine Podiumsdiskussion in Berlin. Und wo ist die Zukunftsvision, fragt Klaus Raab (TAZ).

Kolumnen & Boulevard
Diedrich Diedrichsen (TAZ) bilanziert: Ich habe einige Dinge gesehen, die ich vorher noch nie gesehen habe, aber kaum etwas gehört, was ich nicht schon oft gehört hätte. Die Nordrhein-Westfalen können feiern, besonders auf der Berlinale, weiß Elisabeth Binder (TSP). Der TSP berichtet vom Star-Stau auf dem Gendarmenmarkt. Gitarrist The Edge von U2 und die Einstürzenden Neubauten hat Andreas Conrad TSP auf dem Filmfest gesehen. 30 Minuten mit … kleinwüchsigen Filmkritikern hat Harald Martenstein (TSP) verbracht. Ein paar Lacher würden dem Festival ganz gut tun, meint Holger Kreitling (MOPO). Leni Höllerer (MOPO) schaut auf den Herrn der Eintrittskarten.

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Die Blogger sind jetzt ganz bei der Berlinale angekommen; überall gibt es Kritiken und Empfehlungen, Schnipsel und Hinweise zu lesen. Hier die wichtigsten Sites: CRITIC, FILMTAGEBUCH, FILMUNDKRITIK, FROMBEYOND, KEINBLUTROT sowie SENNHAUSER.

 

Montag, den 09. Februar 2009 

Lars-Olav Beier (SPIEGEL) brauchte am Wochenende einen langen Atem auf der Berlinale. Peter Körte (FAZ) greift sich drei deutsche Filme heraus und schaut, ob sie miteinander ins Gespräch kommen, wie das nur auf Festivals möglich ist. Für Filme wie STURM (STURM Trailer) ist das politische Festival wie geschaffen, meint Tobias Kniebe (SZ). Zwei starke deutsche Filme feiern den Mut des Einzelnen, lobt Peter Zander (WELT). Die Vergangenheit ist auf der Berlinale höchst lebendig, meint Isabella Reicher (NZZ). Über Psychologie und andere Illusionen im Wettbewerb schreibt Peer Schmidt (JW).

Die wichtigsten Filme, die besprochen wurden
ABOUT ELLY von Asghar Farhadi
GIGANTE (GIGANTE Trailer) von Adrián Biniez
IN THE ELECTRIC MIST von Bertrand Tavernier
JOHN RABE (JOHN RABE Trailer) von Florian Gallenberger
MAMMOTH von Lukas Moodysson
MITTE ENDE AUGUST (MITTE ENDE AUGUST Trailer) von Sebastian Schipper
RAGE von Sally Potter
STURM (STURM Trailer) von Hans-Christian Schmid

Porträts & Interviews
Regisseur Hans-Christian Schmid will nicht so viele Kompromisse eingehen, erklärt er Cristina Nord (TAZ) im Interview. Mit der Regisseurin Maren Ade spricht Ralf Schenk (BLZ) über ihren zweiten Spielfilm und Wettbewerbsbeitrag ALLE ANDEREN. Patrick Wildermann (TSP) porträtiert die Schauspielerin Birgit Minichmayr, die gleich zweimal auf der Berlinale zu sehen ist. Sophie Albers (STERN) spricht mit Schauspieler Joachim Król über Berlin, Ansprüche und seinen neuen Film EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN (EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN Trailer). Thomas Abeltshauser (MOPO) hat den Schauspieler Ulrich Tukur zum Interview getroffen. Barbara Felsmann (ND) stellt Maryanne Redpath vor, die 52-Jährige neue Chefin der Berlinale-Sektion "Generation".

Reihen & Specials
Der Brite Peter Greenaway ist mit einer DJ-VJ-Performance zur Berlinale im Collegium Hungaricum. Tomasz Kuranowicz (BLZ) war dabei. Koreanische Filme bilden einen Schwerpunkt des Berlinale-Forums, weiß Ralph Umard (BLZ); auch Bert Rebhandl (TAZ) beschäftigt sich mit Filmen der Korean Academy of Film Arts. In Forum und Panorama werden die Folgen des Neoliberalismus begutachtet, hat Silvia Hallensleben (TSP) beobachtet. Die Gala Cinema for Peace hat nichts mit der Berlinale zu tun, trotzdem setzt sie dem Fest ein Glanzlicht auf, behauptet Elisabeth Binder (TSP); die MOPO weiß, wer alles kommt. Sören Kittel (MOPO) besuchte den Talent Campus, wo sich die Gewinner des Goldenen Bären von morgen trafen.

Kolumnen & Boulevard
Eine der logistischen Meisterleistungen der Berlinale besteht in der Verzögerung des Einlasses, meint Andreas Platthaus (FAZ). David Denk (TAZ) befindet sich in der Kinoblase. Harald Martenstein (TSP) vergleicht die letzten Mahlzeiten von Filmstars. Daniel Brühl starb erst einen Filmtod, dann ging er zur Filmparty; Sonka Pohlmann (TSP) weiß das genau. Die ersten Nächte der Berlinale sind rum, die Anfangseuphorie ist für Sophie Guggenberger (TSP) überstanden. Elisabeth Binder (TSP) erklärt, wie sie mit Stars umgeht. Für Holger Kreitling (MOPO) beginnen die wahren Abenteuer erst mit dem Alter.

 

Sonntag, den 08. Februar 2009 

Spaß für Journalisten hat die Berlinale im grauen Februar selten parat, meint Wolfgang Höbel (SPIEGEL). Die Berlinale lehrt Peter Körte (FAZ), hart zu sein. Jörg Thomann (FAZ) ist Fan vom Schlangenstehen während der Berlinale.

Die wichtigsten Filme, die besprochen wurden
RICKY (RICKY Trailer) von Francois Ozon
ABOUT ELLY von Asghar Farhadi
STURM (STURM Trailer) von Hans-Christian Schmid
IN THE ELECTRIC MIST von Bertrand Tavernier

Porträts & Interviews
Wie Rainer Schmidt (WELT) feststellt, liegt die Berlinale der Schauspielerin Kate Winslet zu Füssen; sie ist eine der aufregendsten Schauspielerinnen ihrer Generation, meint Martin Walder (NZZ). David Kross aus Schleswig-Holstein ist Deutschlands talentiertester Jungschauspieler, behaupten Sophie Albers und Kathrin Buchner (STERN). Nina Bogert (TSP) unterhält sich mit Schauspieler Ralph Fiennes über Rollen und Rituale. Matthias Schmidt und Bernd Teichmann (STERN) sprechen mit Regisseur Tom Tykwer über Banker als Bösewichter und der Filmemacher erklärt, warum Quentin Tarantino der Größte und Roger Moore der einzig wahre 007 ist. Peter von Becker (TSP) hat den Schauspieler Ulrich Tukur getroffen, der als JOHN RABE (JOHN RABE Trailer) Chinesen rettete. Christiane Peitz (TSP) ist dem Teheraner Regisseur Asghar Farhadi begegnet. Regisseur Hans-Christian Schmid erzählt dem TSP, was er mag und was nicht. Peter Beddies (MOPO) redet mit Jeff Goldblum über sein Leben als deutscher Schäferhund.

Reihen & Specials
Kerstin Decker (TSP) fragt sich bei der Sonderreihe "Winter Adé", ob es im Kino Indizien für den Mauerfall gab. Seit 22 Jahren dokumentieren die zwei Filmemacher Hans-Georg Ullrich und Detlef Gumm das Leben in einem Berliner Kiez; nun würdigt die Berlinale ihr Werk mit einer Hommage und Pascale Hugues (TSP) schreibt darüber. Wer nicht unbedingt auf Happy Ends steht, ist in der Generation 14plus gut aufgehoben, meint Frank Noack (NETZEITUNG).

Kolumnen & Boulevard
Viele Festspielstars haben bereits in Berlin gedreht; auch die aktuellen Gäste wie John Goodman und Jeff Goldblum arbeiteten hier, weiß Andreas Conrad (TSP). Harald Martenstein (TSP) begrüßt den Wandel der Deutschen im Hollywood-Kino. Cosima Lutz (MOPO) erklärt, warum gute Filme durch den Magen gehen. Holger Kreitling (MOPO) erklärt, wie Leonardo DiCaprio als Polizist den Tagebau verhindert.

 

Samstag, den 07. Februar 2009 

Zu Beginn des Berlinale-Wettbewerbs wird für Andreas Borcholte (SPIEGEL) klar: Die Krise ist im Kino angekommen. Dagegen behauptet Susanne Ostwald (NZZ), dass die Berlinale sich trotz Krise tapfer gibt. Wie Andreas Kilb (FAZ) feststellt, gehen in den besseren Filmen, die Geschichten so aus wie das wirkliche Leben auch: mit Trauer, Schmerzen und dem Blick in den Fluss der Zeit.

Die wichtigsten Filme, die besprochen wurden
DER VORLESER (DER VORLESER Trailer) von Stephen Daldry
LITTLE SOLDIER von Annette K. Olesen
RICKY (RICKY Trailer) von Francois Ozon
JOHN RABE (JOHN RABE Trailer) von Florian Gallenberger

Interviews & Porträts
Peter Zander (MOPO) hat mit der Schauspielerin Kate Winslet über die Rolle ihres Lebens gesprochen. Ralf Schenk (BLZ) unterhält sich mit Regisseur Hans-Christian Schmid über die Wahrheit im Korsett der Zeit und seinen Berlinale-Film STURM (STURM Trailer); auch Christiane Peitz (TSP) sprach mit ihm über Karadzic und warum ihn polnische Wäscherinnen faszinieren. Sophie Albers (STERN) spricht mit dem wütenden Kerl Clive Owen; auch Achim Fehrenbach (TSP) sprach mit dem Schauspieler über die dunklen Machenschaften einer Großbank. Laut Kathrin Buchner (STERN) ist Tom Tykwer der neue Weltregisseur. Claude Chabrol erhält die Berlinale-Kamera - und zeigt einen neuen Film; Gerhard Midding (BLZ) schaut auf den französischen Altmeister. Ulrich Gutmair (TAZ) redet mit dem israelischen Dokumentarfilmer Yoav Shamir.

Reihen & Specials
Kommerziell steckt das koreanische Kino in der Krise, künstlerisch ist davon jedoch nichts zu merken. Sebastian Handke (TSP) hat starke koreanische Filme im Forum und Panorama gesehen. Vier Filme aus dem Panorama und dem Forum stellt Julian Hanich (TSP) vor. Neue Töne an festgeklopften Fronten zeigt das israelische Kino bei der diesjährigen Berlinale, meint Silvia Hallensleben (TSP). Regisseur John Cook hat den Blick für das Milieu seiner Lebenskünstler, meint Helmut Merker (TSP); auch Ekkehard Knörer (TAZ) blickt auf die Filme des kanadischen Regisseurs. Vier Globalisierungsfilme der Berlinale stellt Claudia Lenssen (TAZ) vor. Günter Agde (MOPO) beschäftigt sich mit der Reihe "Winter Adé" zum 20. Jahr des Mauerfalls. Katharina Dockhorn (MOPO) berichtet vom Europäischen Filmmarkt, wo die Geschäfte gut laufen.

Kolumnen & Boulevard
Jörg Thadeusz (BLZ) erklärt, welche Filme er gern sieht. Andreas Conrad (TSP) berichtet vom Roten Teppich. Wenn die Berlinale feiert, dann steht die Prominenz Schlange, weiß Elisabeth Binder (TSP). Harald Martenstein (TSP) hat 30 Minuten bei der Berliner Polizei verbracht. Diedrich Diedrichsen (TAZ) hat den Weg nach innen gesucht. Infos aus der VIP-Lounge gibt Jenni Zylka (TAZ). Die MOPO weiß, wo die Stars wohnen. Holger Kreitling (MOPO) erkärt, was Tom Cruise und Mehdorn gemeinsam haben.

 

Freitag, den 06. Februar 2009 

Verena Lueken (FAZ) ist des Lobes voll: THE INTERNATIONAL (THE INTERNATIONAL Trailer) ist nicht der gewöhnliche Eröffnungsfilm - sehen, möglichst nicht ärgern, schnell vergessen -, sondern einer, der Lust aufs Kino macht. Erstaunlich prophetisch fand Tobias Kniebe (SZ) den Thriller. Für Hanns-Georg Rodek (WELT) ist dies ein würdiger Eröffnungsfilm; für Anke Westphal (BLZ) ein furioser Anfang. Regisseur Tom Tykwer (FAZ) schreibt über den ganz normale Wahnsinn der Berlinale. Die BLZ protokoliert kurz ein Gespräch mit dem Regisseur. Dies wird wieder ein vergnügliches Festival werden, wenngleich mit etwas weniger Glitzer, meint Andreas Conrad (TSP). Die Wettbewerbsjury gibt eine Liebeserklärung an unabhängige Filme ab, berichtet die BLZ. Sie sei wütend und politisch, meint Julian Hanich (TSP). Katja Nicodemus (ZEIT) führte einen E-Mail-Dialog mit Tilda Swinton über ihre schönsten und seltsamsten Kinoerlebnisse. Leni Höllerer (MOPO) stellt die Jury vor. Die Welt liebt deutsches Kino, behauptet Sophie Albers STERN, denn fast 100 der 390 Berlinale-Filme sind mit deutscher Beteiligung entstanden. Der neue deutsche Film erzählt Geschichten von unbeirrbarer Glückssuche, meint Frank Schenk (BLZ).
Bilder von der Eröffnung gibt es beim SPIEGEL und bei der SZ

Filme, die besprochen wurden
THE INTERNATIONAL (THE INTERNATIONAL Trailer) von Tom Tykwer
DER VORLESER (DER VORLESER Trailer) von Stephen Daldry

Porträts & Interviews
Kate Winslet, die Hauptdarstellerin von Stephen Daldrys DER VORLESER (DER VORLESER Trailer), reist mit schwerem Gepäck nach Berlin, behauptet Roland Huschke (SZ). Kerstin Decker (TSP) porträtiert David Kross, der vor der Liebesszene in DER VORLESER (DER VORLESER Trailer) richtig Angst hatte.

Reihen & Specials
Georg Seeßlen (FREITAG) widmet sich ausführlich dem Breitwand-Format, auf dem am prächtigsten gestorben wird. Thomas Winkler (SPIEGEL) ist erstaunt über die Filme im Jugendprogramm der Berlinale: Sie wagen unverstellte Blicke auf junge Lebenswelten - und lassen die erwachsene Konkurrenz ganz schön alt aussehen. Die Kinder- und Jugendsektion nimmt ihr Publikum ernst, meint auch Cornelia Geissler (BLZ). Liebe, Depressionen und andere Sorgen, davon handeln die zwei bemerkenswerten Debüts im Panorama; Sebastian Handke (TSP) hat sie gesehen. Die Helden der Perspektive Deutsches Kino wissen nicht, wohin mit sich, stellt Julian Hanich (TSP) fest. Japanische Filme im Forum sind poppig bunt und manchmal melodramatisch, bilanziert Helmut Merker (TSP). Die Sonderreihe "Winter ade" der Berlinale widmet sich den "Vorboten der Wende" und funktioniert manchmal wie ein Museum der Alltagskultur, meint Barbara Schweizerhof (TAZ). Christof Meueler (JW) beschäftigt sich ebenfalls mit der Sonderreihe. Frauen mit Gefühlen, Männer ohne Reue, hat Peter Zander (MOPO) in der Perspektive wahrgenommen. In der Perspektive deutsches Kino seien die Mittel sind knapp und die Filme kurz, behauptet Caroline M. Buck (ND).

Kolumnen & Boulevard
Verena Lueken (FAZ) feiert den Vorspann und lobt die unbekannten Meister der ersten Minuten. Julia Encke und Nils Minkmar (FAZ) fragen in einem Pro und Contra, ob die Berlinale noch zeitgemäß ist. Katja Nicodemus (ZEIT) fragt, welchen Sinn die Berlinale eigentlich noch hat, wenn im Internet jeden Tag Filmfestival ist? Die Stars schmücken die Berlinale - und die ersten 100 000 Eintrittskarten sind schon weg, weiß Elmer Schütze (BLZ) zu berichten. Harald Martenstein (TSP) stutzt sich den Bart; Kirsten Riesselmann (TAZ) wartet mit Wahnis. Die Grippe ist immer dabei, meint Holger Kreitling (MOPO).

 

Donnerstag, den 05. Februar 2009 

Es ist so weit: Heute eröffnet die 59. Berlinale.
Laut Lars-Olav Beier und Martin Wolf (SPIEGEL) gibt es einige Sorgenfalten, weil sich die Branche die Frage stellen lassen muss: Welche Folgen hat die Rezession für das Kino? Die Berlinale ist ganz nah dran an der Gegenwart, auch weil unklar ist, wie lange man sich die Weltstars leisten kann, behauptet Susan Vahabzadeh (SZ). Das Jahr 2009 bietet laut Cristina Nord (TAZ) Anlass zu einigen interessanten Selbstbezüglichkeiten und Geschichtsverweisen im Programm der Berlinale. Globetrotter-Regisseure geben auf dieser Berlinale den Ton an, meint Jan Schulz-Ojala (TSP) und sieht einen Trend zum internationalen Film beim Festival. Carsten Heidböhmer (STERN) schaut auf die Geschichte des Festivals. Vor 30 Jahren entging die Berlinale knapp dem Abbruch; Georg Alexander (TSP), damals Jury-Mitglied erinnert sich an den Skandal. Anke Westphal (BLZ) ist enttäuscht, das Berliner Politiker die Berlinale zu wenig würdigen. Dagegen räumt Peter Zander (MOPO) ein, dass die Berlinale einen großen Stellenwert bei ihnen hat. Über das Dilemma der Dokumentaristen und falschen Zuspitzungen schreibt Peer Schmidt (JW). Laut Jürgen Kiontke (JWD) steht dieses Filmfestival ganz im Zeichen diverser Krisen. Nicht nur Autogrammjäger dürfen sich auf zehn aufregende Tage freuen, glaubt Elisabeth Binder (TSP).

Reihen & Specials
Mit 21 Filmen huldigt die Berlinale einem lange vergessenen Format - dem 70-mm-Film. Christian Schröder (TSP) freut sich, das alles so schön breit ist. Damit schlägt die Berlinale laut Frank Schenk (ND) auch Bogen vom 70-mm-Film zum digitalen Kino. Die Entscheidung, die diesjährige Berlinale-Retrospektive dem Breitwandkino zu widmen, hat nicht nur weltweit sondern auch bei Andreas Busche (TAZ) für Begeisterung gesorgt, denn "70 mm - Bigger than Life". Wie Fritz Göttler (SZ) feststellt, war das 70mm-Format größer als die Wirklichkeit: Nun kommt das digitale Kino - und alles wird anders. Ralf Schenk (BLZ) blickt auf Albert Wilkening, einen der Wegbereiter des 70-mm-Kinos bei der Defa. Von der Filmakademie Ludwigsburg kommen in der Reihe Perspektive Deutsches Kino diesmal die besten Filme, über Schulfreunde und Scheidungskinder, behauptet Kirsten Riesselmann (TAZ). In der Kurzfilm-Sektion erscheint die Welt in einem eher bösen Zustand, meint Katja Lüthge (BLZ). Alexandra Seitz (BLZ) verweist auf das Forum Expanded, in dem es Experimente zwischen Film und Kunst zu sehen gibt. Auch in diesem Jahr sind die herausragenden Arbeiten im Forum Dokumentarfilme, bekräftigt Simon Rothöhler (CARGO). Die Filme der Kinder- und Jugendreihe erzählen auffallend oft traurige oder schwierige Geschichten, weiß Katja Reimann (TSP).

Porträts & Interviews
Marli Feldvoss (BLZ) porträtiert die Jury-Vorsitzende Tilda Swinton: Eine herbe Elfe, die sich vom Underground-Star zur Charakterdarstellerin entwickelte. Christiane Peitz und Christina Tilmann (TSP) sprechen mit Regisseur Tom Tykwer und er erzählt, was er von Geld, Glas und Genres hält – und von späten Feten. Bert Rebhandl (STANDARD) traf den deutschen Filmemacher zum Gespräch, ebenso wie die MOPO. Sein Film THE INTERNATIONAL (THE INTERNATIONAL Trailer) eröffnet heute Abend die Berlinale. Rüdiger Suchsland (ARTECHOCK) redet mit Berlinale-Leiter Dieter Kosslick über das Festival, sein Programm und das Publikum. Der Filmkomponist Maurice Jarre bekommt einen Ehrenbären; Gerhard Midding (BLZ) erklärt, warum. Laura Weißmüller (SZ) stellt den Berlinale-Shooting-Star David Kross vor: Schüchtern brachte er es zum Ruhm. Anke Westphal (BLZ) unterhält sich mit Claus Löser, dem Kurator der Sonderreihe zum 20. Jahrestag des Mauerfalls. Katja Lüthge (BLZ) spricht mit dem neuen Leiter des Talent Campus Matthijs Wouter Knol, der allen rät, gut auszuwählen. Regisseurin Monika Treut zeigt zum zehnten Mal einen Film bei der Berlinale, weiß Philipp Bühler (BLZ). Sonja Haase (MOPO) erklärt, wie der Friedrichstadtpalast zum größten Berlinale-Kino wird.

Kolumnen & Boulevard
Diedrich Diedrichsen (TAZ) schaut auf Kunst, Küche, Korridore. Angelika Kettelhack (ND) blickt auf den "Apparat" eines Filmfestes. Thomas Steinfeld (SZ) beschäftigt sich mit der Choreographie des roten Teppichs. Der TSP gibt Tipps für Filmfeten. Detlef Kuhlbrodt (TAZ) mag das Plakat der Berlinale nicht. Holger Kreitling (MOPO) mag Berlin im Blitzlichtgewitter.

 

Mittwoch, den 04. Februar 2009 

Susanne Ostwald (NZZ) bemerkt schon vor dem Beginn der 59. Berlinale: Dies wird eine weniger politische im Zeichen der Beziehungsdramen. Das Festival macht Politik - auch und gerade die Berlinale, behauptet dagegen Christina Tillmann (TSP). Hanns-Georg Rodek (WELT) weiß, was uns auf dem Filmfestival erwartet. Eberhard von Elterlein (MOPO) sieht im Internationalen Forum das Sprungbrett der Berlinale. Wie Katja Hübner (TSP) weiß, gehen Filmfans mit ihm zu Bett: Radiokritiker Knut Elstermann macht den Nighttalk auf der Berlinale.

 

Dienstag, den 03. Februar 2009 

Christina Tilmann und Jan Schulz-Ojala (TSP) sprechen mit Dieter Kosslick, Wieland Speck und Christoph Terhechte, den wichtigsten Personen der Berlinale. Fritz Göttler (SZ) blickt auf die Berlinale-Jury-Vorsitzende Tilda Swinton: Sie ist ein überaus wandelbarer Filmstar. Jan Schulz-Ojala (TSP) porträtiert die junge deutsche Regisseurin Maren Ade, die mit ihrem neuen Film ALLE ANDEREN in den Internationalen Wettbewerb eingeladen worden ist. THE INTERNATIONAL (THE INTERNATIONAL Trailer) von Tom Tykwer wird als Eröffnungsfilm der Berlinale gezeigt; Hannah Klaiber (VANITY) spricht mit Hauptdarsteller Clive Owen. Sommer und Meer wie in Cannes hat die Berlinale nicht zu bieten. Dafür: eine echte Großstadt, die auch jenseits des Festivals attraktiv ist, meint Christina Tilmann (TSP). Wie die MOPO ist alles für den Beginn der 59. Berlinale bereit.

 

Montag, den 02. Februar 2009 

Die FAZ verweist auf die kommende Berlinale. Christina Tilmann (TSP) porträtiert die Jury-Chefin Tilda Swinton. Viele Filme der Berlinale sind in Berlin entstanden, laut Andreas Conrad (TSP) zeigen sie eine erstaunlich wandlungsfähige Stadt. Kunst und Film bewegen sich aufeinander zu, wie Berlinale Forum Expanded und Transmediale zeigen, meint Christina Tilmann (TSP). Christina Tilmann und Jan Schulz-Ojala (TSP) sprechen zudem mit Festival-Chef Dieter Kosslick. Hannah Herzsprung ist in der Jury für Nachwuchsfilme, meldet die MOPO.

 

Samstag, den 31. Januar 2009 

Die (MOPO) verweist auf die Kinder-Berlinale. Die (FR) erwähnt die Sonderreihe zum Mauerfall.

 

Mittwoch, den 28. Januar 2009 

Das Programm der Berlinale ist komplett. Die Berlinale präsentiert sich krisenfest, aber global und lokal sensibel, meint Anke Westphal (BLZ). Das 59. Filmfestival verspricht laut Christina Tilmann TSP ein Rekord-Programm. Für Cristina Nord (TAZ) wird das Festival von Finanzkrise und Globalisierung umgetrieben. Der Berlinale-Chef hat laut Peter Zander (MOPO) allen Grund, locker zu sein.
Die FAZ, der STERN, der TSP und die (FR) berichten.
Der französische Regisseur Claude Chabrol und der deutsche Filmproduzent Günter Rohrbach erhalten in diesem Jahr die Berlinale-Kameras, meldet die (FR).
Wie der SPIEGEL berichtet, sorgt ein iranischer Film für einen Eklat.

 

Samstag, den 13. Dezember 2008 

Die Berlinale hat die ersten Wettbewerbsfilme bekanntgegeben. DER VORLESER (DER VORLESER Trailer) ist unter anderem dabei. Außer Konkurrenz läuft THE INTERNATIONAL (THE INTERNATIONAL Trailer) von Tom Tykwer. Der SPIEGEL, der STERN, der STANDARD, die FR und der TSP berichten.

 

Mittwoch, den 10. Dezember 2008 

Darsteller David Kross ist der deutsche Kandidat für den europäischen Wettbewerb talentierter Nachwuchsschauspieler, den "Shooting Star", bei der kommenden Berlinale. Der TSP, der STANDARD und die MOPO melden die Nachricht.

 

Aktuelle Presseschau vom 10.02.2012

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