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DER VISIONÄR: FRANCIS FORD COPPOLA UND SEINE FILME

DER VISIONÄR: FRANCIS FORD COPPOLA UND SEINE FILME
Autor Gabriele Weyand
Seiten 340 Seiten
Preis 29,95 Ero
Verlag Gardez Verlag, St. Augustin
Datum VÖ 2000
ISBN 3-89796-033-8

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"Der Visionär: Francis Ford Coppola und seine Filme" ist eine Werkmonographie, die das zwanzig Filme umfassende Gesamtwerk des Regisseurs in chronologischer Reihenfolge untersucht.

Die einzelnen Betrachtungen konzentrieren sich auf den jeweiligen Film, werfen einen kurzen Blick auf die Entstehungsgeschichte des Projekts, um sich nach einer knappen Inhaltsangabe ausführlich dem Thema und der Form des Films zu widmen. Zudem wird versucht, filmübergreifende Entwicklungstendenzen herauszuarbeiten und den einzelnen Film in das Gesamtwerk einzuordnen. Die Einzelanalyse wird durch die Betrachtung einer Auswahl von amerikanischen wie deutschen Premierenkritiken abgerundet.

Wichtige Elemente und Komponenten in Coppolas Werk werden herausgehoben. Besonders fällt die experimentelle Ästhetik auf, die die Filme des Regisseurs wie ein roter Faden durchzieht. Im Widerspruch zum ersten Eindruck entpuppt sich Coppola bei näherer Betrachtung nämlich als äußerst artifiziell verfahrender Künstler. Seine radikalsten avantgardistischen Experimente wie "One From the Heart" und "Rumble Fish" stießen bei der zeitgenössischen Kritik auf Unverständnis. Hier wird der allgemeine Tenor der Meinungen zurückgewiesen, es handele sich bei den Filmen um substanzloses Spektakel. Die Bilder sind bei Coppola häufig von halluzinatorischer, traumhafter Qualität und vermitteln ihre Aussage durch symbolische Darstellung.

Die Familie ist eines der Kernmotive in Coppolas Filmen. Auffällig ist, wie konservativ er mit diesem Themenkomplex umgeht. Frauenfiguren erscheinen zumeist nur als Randfiguren, und die seltenen Emanzipationsversuche werden im Kein erstickt, beispielsweise in "The Rain People". Dem gegenüber steht eine ausgeprägte formale Abenteuerlust und Experimentierfreude, eine extreme Offenheit gegenüber technischen Neuerungen.

Ein weiteres Kernmotiv in Coppolas Filmen sind Figuren, die dem Themenkreis der existentialistischen Moderne entnommen scheinen. Michael Corleone, Harry Caul, selbst Dracula: Sie alle sind einsame Helden, zum Scheitern verurteilt. In der kunstvollen Gestaltung von Raum, Ausstattung, Licht, Farbe und Ton und der geschickten Führung der Darsteller schafft Coppola 'energiegeladene' Bilder, die sich zu einem eigenen filmischen Kosmos zusammenschließen.

Zur Autorin:
Geboren 1971, promovierte mit der vorliegenden Werkmonographie im Fach Filmwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie arbeitete neben dem Studium als redaktionelle Mitarbeiterin fürs Fernsehen und veröffentlichte Beiträge in anderen filmwissenschaftlichen Publikationen ("Filmklassiker").

Pressestimmen:

film-dienst 19/2001:
Gabriele Weyand (legt) eine solide, rundum gelungene Filmanalyse vor, mit der sie an der Mainzer Uni im Fachbereich Filmwissenschaft promovierte. Sie geht darin auf Autorenschaft, Kameraarbeit, Schnitt, Musik und Produktionsgeschichte des jeweiligen Films ein, der mit Inhaltsangabe, Würdigung und Einordnung ins Gesamtwerk ausführlich, kritisch und vergleichend vorgestellt wird. Ein abschließendes Resümee ordnet das Werk hinsichtlich Erfolg und Pressestimmen ein.

epd-Film 12/2001:
(Hinter Weyands Buch) verbirgt sich eine solide filmanalytische Arbeit, die die auffälligsten stilistischen und thematischen Konstanten in Coppolas Euvre herauszuarbeiten versteht. Als bisher umfangreichste Untersuchung der Filme Coppolas füllt sie eine (nicht nur im deutschen Sprachraum) klaffende Forschungslücke. Wer (...) mehr über die formalen Eigenschaften und thematischen Ausrichtungen der Filme (...) erfahren will, wird in Weyands genauen Filmbeschreibungen Orientierungshilfen und Denkanstöße finden.

Josef Nagel in der "Neuen Zürcher Zeitung" vom 10. Mai 2002:
Er ist ein Träumer, ein Visionär, der dafür einen hohen Preis gezahlt hat. Bisher existierte nur eine deutschsprachige Studie über Francis Ford Coppola (...). Nun hat Gabriele Weyand eine neue Analyse seines Euvre vorgelegt. Sie geht darin auf die Autorschaft, die Kameraarbeit, den Schnitt, die Musik und die Produktionsgeschichte des jeweiligen Films ein, liefert eine kritische Würdigung und Einordnung in das Gesamtwerk. (...) Insgesamt (...) eine solide, ausgewogene Monographie (...).

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