| Autoren | Guntram Vogt |
| Philipp Sanke | |
| Seiten | 919 Seiten |
| Preis | 68,00 Euro |
| Verlag | Schüren Verlag, Marburg |
| Datum VÖ | Oktober 2001 |
| ISBN | 3-894-723-319 |
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Filme zeigen immer auch die Umwelt der Filmenden, sei es als Realität, sei es als stilisierte Bühne. Dieses Buch zeigt zum einen den Wandel des Stadtbildes als auch den Wandel des Bildes von der Stadt in den deutschen Spielfilmen des vergangenen Jahrhunderts, dem Jahrhundert, in dem der Film als eigenes Medium sich die Welt eroberte.
Ein einleitender Essay skizziert Entwicklungslinien und Schwerpunkte in verschiedenen Zusammenhängen, wobei anstelle der im Hauptteil durchlaufenden Chronologie die Filme und filmgeschichtlichen Zusammenhänge unter wechselnden Aspekten diskutiert werden.
Die folgenden knapp 70 Filmkapitel werden eingerahmt von einem Überblick über Stadtbilder und -szenen im frühen deutschen Spielfilm bis 1913 und einem Querschnitt durch einschlägige Filme der beiden letzten Jahre des 20. Jahrhunderts.
Am Beginn eines jeden Filmkapitels stehen Angaben zu den Credits (Regie etc.), gefolgt von bewußt unterschiedlich gefassten Inhaltsangaben. Eine hervorgehobene knappe Skizze zur Bedeutung der einzelnen filmischen Stadt bietet eine Art Kernthese. Es folgen Angaben zur Produktion, Daten zu den Künstlern - Regisseure, Schauspieler, Kameraleute, Produzenten, Autoren und meist ausführliche Auszüge aus der zeitgenössischen filmkritischen Presse.Unter der Überschrift Stadt schließt ein analytisch beschreibender Kommentar zur Spezifik des einzelnen Films jedes Kapitel ab. Bildzitate aus den Videoaufzeichnungen ergänzen durchgehend die Lektüre.
Inhalt
1. Aufrisse zur kinematografischen Stadtkonstruktion
2. Stadtbilder und -szenen im frühen deutschen Spielfilm bis 1913
3. Urban Gad: DIE ARME JENNY (1912)
4. Carl Wilhelm: DER STOLZ DER FIRMA (1914)
5. Robert Wiene: DAS CABINET DES DR. CALIGARI (1920)
6. Karl Heinz Martin: VON MORGENS BIS MITTERNACHTS (1920)
7. Karl Grune: DIE STRASSE (1923)
8. F.W. Murnau: DER LETZTE MANN (1924)
9. G.W. Pabst: DIE FREUDLOSE GASSE (1925)
10. Fritz Lang: METROPOLIS (1926)
11. Friedrich Wilhelm Murnau: SUNRISE (1927)
12. Walter Ruttmann: Berlin. DIE SINFONIE DER GROSSSTADT (1927)
13. Joe May: ASPHALT (1929)
14. Ernst Laemmle: DER TEUFELSREPORTER (1929)
15. Leo Mittler: JENSEITS DER STRASSE (1929)
16. Piel Jutzi: MUTTER KRAUSENS FAHRT INS GLÜCK (1929)
17. Robert Siodmak/Edgar G. Ulmer/Rochus Gliese: MENSCHEN AM SONNTAG (1930)
18. Fritz Lang : M [EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER] (1931)
19. Phil Jutzi: BERLIN ALEXANDERPLATZ (1931)
20. Gerhard Lamprecht: EMIL UND DIE DETEKTIVE (1931)
21. Max Ophüls: DIE VERLIEBTE FIRMA (1932)
22. Slatan Dudow: KUHLE WAMPE ODER WEM GEHÖRT DIE WELT? (1932)
23. Werner Hochbaum: RAZZIA IN ST. PAULI (1932)
24. Paul Martin: EIN BLONDER TRAUM (1932)
25. Heinrich George / Werner Hochbaum: SCHLEPPZUG M 17 (1933)
26. Hans Steinhoff: HITLERJUNGE QUEX (1933)
27. Luis Trenker: DER VERLORENE SOHN (1934)
28. Johannes A. Hübler-Kahlas: DAS VEILCHEN VOM POTSDAMER PLATZ (1936)
29. Robert Adolf Stemmle: GLEISDREIECK (1937)
30. Richard Schneider-Edenkoben: SILVESTERNACHT AM ALEXANDERPLATZ (1939)
31. Volker von Collande: ZWEI IN EINER GROSSEN STADT (1942)
32. Veit Harlan: DIE GOLDENE STADT (1942)
33. Wolfgang Liebeneiner: GROSSSTADTMELODIE (1943)
34. Leo de Laforgue: SYMPHONIE EINER WELTSTADT / (1943/1950)
35. Helmut Käutner: UNTER DEN BRÜCKEN (1944/45)
36. Wolfgang Staudte: DIE MÖRDER SIND UNTER UNS (1946)
37. Josef von Baky: UND ÜBER UNS DER HIMMEL (1947)
38. R.A. Stemmle: BERLINER BALLADE(1948)
39. Slatan Dudow: UNSER TÄGLICH BROT (1949)
40. Franz Cap: DIE SPUR FÜHRT NACH BERLIN (1952)
41. Gerhard Klein: EINE BERLINER ROMANZE (1956)
42. Georg Tressler: DIE HALBSTARKEN (1956)
43. Ottomar Domnick: JONAS (1957)
44. Gerhard Klein: BERLIN - ECKE SCHÖNHAUSER (1959)
45. Victor Vicas/Wieland Liebske: ZWEI UNTER MILLIONEN (1962)
46. Herbert Vesely: DAS BROT DER FRÜHEN JAHRE (1962)
47. Konrad Wolf: DER GETEILTE HIMMEL (1964)
48. Kurt Maetzig: DAS KANINCHEN BIN ICH (1965/1989)
49. Ulrich Schamoni: ES (1966)
50. Alexander Kluge: ABSCHIED VON GESTERN (1966)
51. Heiner Carow: DIE LEGENDE VON PAUL UND PAULA (1973)
52. Wim Wenders: ALICE IN DEN STÄDTEN (1974)
53. Alexander Kluge: IN GEFAHR UND GRÖSSTER NOT ... DEN TOD (1974)
54. Werner Herzog: STROSZEK (1977)
55. Helke Sander: DIE ALLSEITIG REDUZIERTE PERSÖNLICHKEIT- REDUPERS (1977)
56. Konrad Wolf: SOLO SUNNY (1980)
57. Rainer Werner Fassbinder: BERLIN ALEXANDERPLATZ (1980)
58. Rudolf Thome: BERLIN CHAMISSOPLATZ (1980)
59. Ulrich Edel: CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO (1981)
60. Vadim Glowna: DESPERADO CITY (1981)
61. Elfi Mikesch: MACUMBA (1982)
62. Rosa von Praunheim: STADT DER VERLORENEN SEELEN (1983)
63. Hermann Zschoche: INSEL DER SCHWÄNE (1983)
64. Thorsten Näter: ZEIT DER STILLE (1986)
65. Wim Wenders: DER HIMMEL ÜBER BERLIN (1987)
66. Jan Schütte: DRACHENFUTTER (1988)
67. Michael Klier: ÜBERALL IST ES BESSER, WO WIR NICHT SIND (1989)
68. Peter Kahane: DIE ARCHITEKTEN (1990)
69. Wolfgang Becker. DAS LEBEN IST EINE BAUSTELLE (1997)
70. Tom Tykwer: LOLA RENNT (1998)
71. Andreas Dresen: NACHTGESTALTEN (1999)
72. Die filmische Stadt am Ende des 20. Jahrhunderts
Der Autor
Guntram Vogt, geb. 1937. Professor am Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien der Philipps-Universität Marburg. Arbeitsschwerpunkte: Literatur im 20. Jh., vor allem Robert Musil, Literaturdidaktik, Deutsche Filmgeschichte. Medienwissenschaftliche Publikationen u.a. zur Stadt im deutschen Film, zu Wim Wenders, Alexander Kluge, Derek Jarman und Louis Malle.