| Seiten | 164 Seiten |
| Preis | 9,90 Euro |
| Verlag | |
| Datum VÖ | |
| ISBN | 978-3-89472-642-3 |
"1968 oder die Tyrannei der Jahreszahlen" – unter diesem Titel zog die französische Tageszeitung Le monde am 30. Mai 2008 Bilanz der medial zelebrierten Erinnerung an die unter der Chiffre 'Mai 68' gefassten Ereignisse vor 40 Jahren.
In Deutschland ist die öffentliche und wissenschaftliche Wahrnehmung von 68 perspektiviert durch den Komplex 'Terrorismus/RAF' und die Gewaltdebatte. Der Mehrwert für die Medienwissenschaft des '68-Erinnerungs-Events' im Jahr 2008 ist bisher eher gering.
Vor diesem Hintergrund widmet sich die vorliegende Publikation bewusst weniger der Rekonstruktion von historischen Fakten und ihrer Bewertung, sondern vor allem den Modi der Erinnerung an jene Ereignisse im Frühjahr 1968 – sei es in Form der Mythen- und Legendenbildung, sei es des (selbst-)ironischen Abgesangs oder schlichtweg der selbstgerechten Verdrängung.
Die Beiträge des Bandes nähern sich diesem Komplex aus verschiedenen Perspektiven und mit Blick auf unterschiedliche Medien: Literatur, Film, Fernsehen.