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THEO LINGEN. DAS SPIEL MIT DER MASKE

THEO LINGEN. DAS SPIEL MIT DER MASKE
Autoren Rolf Aurich
Wolfgang Jacobsen
Seiten 551 Seiten
Preis 24,95 Euro
Verlag Aufbau Verlag
Datum VÖ Oktober 2009
ISBN 33-510-266-84

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Er galt als "Knallcharge" und brillierte in unzähligen komischen Rollen neben Hans Moser und Heinz Rühmann. Geboren 1903 als Franz Theodor Schmitz, debütierte der Sohn eines Juristen als 18-jähriger in Hannover - ohne Schauspielausbildung. Es folgten Engagements unter der Regie von Brecht und Gründgens. 1929 wurde er für die Leinwand entdeckt und schrieb mit seinen Rollen in Fritz Langs M, DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE oder Bolvarys ROSEN IN TIROL Filmgeschichte.

Diese Biographie, mit der die Autoren eine grundlegende Quellenarbeit leisten, stellt erstmals Theo Lingens Lebensumstände im Dritten Reich dar, seine Hilfe für NS-Verfolgte und sein Verhältnis zu Emigranten wie Fritz Kortner und Bertolt Brecht, mit dessen erster Ehefrau Marianne Zoff Lingen verheiratet war. Die Biographie zeichnet so ein neues Bild des Schauspielers.

Presse
FAZ, Dieter Bartetzko, 11.01.2009
"Die Biographie Rolf Aurichs und Wolfgang Jacobsens spricht hier von einem Rollentypus, der "darauf ausgerichtet war, in energischer Zuspitzung den Fremden in uns, das verdrängte Ich zu spielen". Derart präzise Urteile sind leider selten bei den Autoren, denn meist umspielen sie ausführlich und langwierig beschreibend Lingens Karriere und Rollen, erzählen treu jeden Film nach, selbst die belangloseste Klamotte, springen zeitlich und argumentativ permanent vor und zurück – sehen also oft den Wald vor lauter Bäumen nicht."

Die Welt, Ilja Richter, 08.11.2008
"Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen, die Autoren der ersten wirklich ernsthaften Auseinandersetzung mit diesem unterschätzten, großen Charakterschauspieler, haben ihre fulminante Biografie sehr treffend "Das Spiel mit der Maske" genannt; als literarische Detektive glauben sie anhand von Theo Lingens Erfolgstheaterstück "Johann" einen entscheidenden Wesenszug des schreibenden Komikers herausgelesen und herausgefunden zu haben. Der Schriftsteller Theo Lingen lässt seinen Johann in einem vertraulichen Moment das Geständnis machen: "Man wird mir hoffentlich nie ansehen, was ich hasse." Die Chronisten Aurich und Jacobsen attestieren zum einen dem Stoff "Johann": "Die Krönung Lingenscher Dienerfiguren". Zum anderen gewähren sie einen Blick in den geistigen Kosmos des Autors Lingen. Die Verfasser beschreiben damit nicht nur jene phänomenale Gabe dieses Schauspielers, Expressives als die normalste Sache der Welt zu spielen, sondern auch, in diesem Johann den Niedergang des Adels als Chance für Modernität zu begreifen."

Berliner Zeitung, Birgit Walter, 10.11.2008
"So zitieren die Biografen Zeitgenossen, die Lingen sein Ringen um Anständigkeit, Regime-Ferne, seine innere Emigration attestierten, erzählen, wie er seinen Status ausnutzte, Verfolgten zu helfen. Dazu zählten nicht nur seine Frau und Schwiegermutter, auch beim Einsatz für Künstler wie Moritz Seeler, Louis Treumann, Hans und Lea Grundig bewies er Mut."

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