| Autor | Isabella Rossellini |
| Seiten | 176 Seiten |
| Preis | 24,80 Euro |
| Verlag | Schirmer-Graf Verlag |
| Datum VÖ | Herbst 2005 |
| ISBN | 3-86555-024-x |
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"My Dad is a hundred years old"
Roberto Rossellini würde im Frühjahr 2006 hundert Jahre alt. Der große italienische Regisseur, der mit "Rom, offene Stadt" Filmgeschichte machte, erlangte aber auch Berühmtheit als der Mann, der zwischen den beiden schönsten, aufregendsten Frauen seiner Zeit stand: zwischen Anna Magnani und Ingrid Bergmann. Sein Geburtstagsgeschenk bekommt er nun von einer dritten: Tochter Isabella hat dieses einzigartige Bilder- Erinnerungsbuch für den geliebten Vater zusammengestellt.
Eine Hommage an den zärtlich geliebten Vater, zusammengestellt von Isabella Rossellini, die als Filmschauspielerin und Lancôme-Ikone längst selbst Weltstar ist. Neben Photos aus dem Familienalbum und Bildern aus Rossellinis berühmtesten Filmen Rom, offene Stadt, Stromboli oder Deutschland, Stunde Null enthält es erstmals auf deutsch veröffentlichte Interviews mit dem Meister des Neorealismus, zum Beispiel von Francois Truffaut. Rossellinis Gedanken zum Wesen des Schauspiels, über das Familienleben, über seine Beziehung zu Indien, die er in seiner Quasi-Autobiographie einem italienischen Journalisten anvertraut hat, sind hier erstmals nachzulesen.Dies Buch ist jedoch mehr: Es begleitet auch einen Kurzfilm, den Isabella ihrem Vater zum 100. Geburtstag gewidmet hat: einen Film, der auf humorvolle, verspielte Weise die Geister der Filmvergangenheit des Vaters beschwört. Isabella schlüpft in die Rollen seiner Weggefährten und Kollegen, von Hitchcock bis Charlie Chaplin und führt ein fiktives Gespräch mit ihrem Vater und den Geistern, die er rief. Der Film, bei dem der kanadische Filmemacher Guy Maddin Regie führte, wird Ende September 2005 Weltpremiere haben.
"Meine Mutter pflegte zu sagen: 'Die Voraussetzungen für das Glück sind gute Gesundheit und schlechtes Gedächtnis.' Für mich dagegen sind die Voraussetzungen für das Glück gute Gesundheit und viele Erinnerungen." Isabella Rossellini
Pressestimmen
Ursula Krechel, Die Zeit, 14.06.2006
"So ist zum 100. Geburtstag von Roberto Rossellini ein wunderschönes Buch entstanden, das auch ein Buch zu dem Film ist, den Isabella Rossellini zum Gedächtnis an ihren Vater gedreht hat. Ein Buch, das einerseits jeden coffee table schmückt und andererseits Zeugnis einer Verschmelzung ist. Isabella Rossellini spricht/spielt ihren Vater, ihre Mutter, Charlie Chaplin, Alfred Hitchcock, Federico Fellini, und besonderes Vergnügen scheint ihr die clowneske Auspolsterung ihres Körpers mit Stoffwülsten zu machen, damit sie sich der leiblichen Statur des Vaters annähern kann."
Ina Bösecke, Junge Welt, 08.05.2006
"In ihrem Buch erfahren wir alles über Roberto Rossellini, was wir nie wissen wollten. Daß er sehr dick war zum Beispiel. Daß er gerne im Bett lag, dort nachdachte oder Telefongespräche führte. Daß er seine Tochter mit Kosenamen wie Giggia und Sgionfabosse (Pausbäckchen) anredete. Solche Sachen, dargeboten im Plauderton, gespickt mit überflüssigen Anreden des Lesers – das ist der gesamte erste Teil des Buches. Es geht Frau Rossellini gar nicht um ihren Vater. Es geht darum, auf sich selbst aufmerksam zu machen."
Anke Westpahl, Berliner Zeitung, 11.02.2006
"So wie der Film ist auch das Buch eine skurrile und kluge Hommage an den molligen Papa. Roberto Rossellini, so liest man, scheiterte bei dem Unterfangen, die Welt mithilfe des Kinos zu retten - aber möglicherweise konnte er das Kino für die Welt retten. Gewiss wird es zu Rossellinis Geburtstag viele Ehrungen geben. Aber keine so persönliche."
Peter Zander, Die Welt, 04.02.2006
"Der Ruhm der Mutter lebte fort, ihr Gesicht spiegelt sich noch heute wider im Antlitz von Isabella. Doch der Name des Vaters, der nie mehr an den Erfolg seiner ersten neorealistischen Filme anknüpfen konnte, scheint langsam zu verblassen. ... Deswegen hat sie zu einer großen, in dieser Art beispiellosen Geste ausgeholt. Eine furiose clowneske Hommage, die weder an Pappas noch an Mammas Kino erinnert, eher an das zirkusartige Universum Federico Fellinis."
Ulf Lippitz, Der Tagesspiegel, 06.11.2005
"Isabella Rossellini hat ihr Erbe schon immer verteidigt. Doch jetzt veröffentlicht das frühere Model ein Buch und einen Kurzfilm über ihren Vater Roberto, einen der wichtigsten Regisseure der Nachkriegszeit. Sie ehrt ihn als liebevollen Vater und Genießer. "Mein Vater war nicht dick", zitiert die 53-Jährige aus ihrem Buch. "Er war kräftig." So kräftig, dass sie beschließt, ihn in ihrem Kurzfilm als gigantischen Bauch darzustellen. Die Tochter will - vor dem 100. Geburtstag des Vaters, der 2006 ansteht - das Interesse für seine Filme neu entfachen. In ihrem Buch fordert sie eine Digitalisierung des Zelluloid-Materials."