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| Verlag | Carl Hanser Verlag, München |
| Datum VÖ | 1977 |
Die Reihe Film stellt das Werk von Regisseuren, bestimmte Genres oder andere übergreifende Themen des internationalen Films in Monografien vor. Dabei werden die einzelnen Bände unter wechselnden Perspektiven und verschiedenen Aspekten erarbeitet. Eine umfangreiche Filmobibliografie gehört zu jedem Band.
Film in der DDR - das ist inzwischen eine ganze Epoche deutscher Filmgeschichte. Am Anfang stehen mit Gerhard Lamprecht, Slatan Dudow, Kurt Maetzig oder Wolfgang Staudte (Die Mörder sind unter uns. 1946) Regisseure, die ihre Filmarbeit zum Teil noch in der Weimarer Republik begonnen hatten und in der ersten Nachkriegszeit faschistische Vergangenheit und neue Gegenwart reflektieren.
Es folgt die Kriegsgeneration mit Regisseuren wie Konrad Wolf, Frank Beyer, Joachim Kunert, Frank Vogel, Egon Günther. Ihre Filme sind bestimmt vom Thema des antifaschistischen Widerstands (Sterne. 1959; Nackt unter Wölfen. 1963), von der Zeitgenossenschaft des Krieges (Die Abenteuer des Werner Holt. 1965; Ich war 19; 1967), dem Selbstbehauptungswillen gegenüber der Bundesrepublik (Der geteilte Himmel. 1964) sowie der gesellschaftlichen Entwicklung in der DDR (Der Dritte. 1971; Der nackte Mann auf dem Sportplatz. 1974).
Die neue gesellschaftliche Realität ist dann das zentrale Thema einer dritten Generation von Regisseuren, die weitgehend in der Filmhochschule Babelsberg ausgebildet wurden. Neben neuen Stilelementen, die durchaus an westeuropäische Vorbilder denken lassen, finden sich Erfahrungen aufgearbeitet, die aus einer außerordentlich reichen Produktion von Dokumentarfilmen stammen.
Dem zusammenfassenden Blick stellt sich das Filmschaffen in der DDR als eine gewachsene Einheit dar, die auch ideologische Umorientierungen nicht verbirgt.
Der Band enthält neben einem Aufsatz über die Geschichte des Films in der DDR Einzeluntersuchungen zu Kurt Maetzig, Konrad Wolf, Frank Beyer, Egon Günther, zu den jüngeren Filmernachern sowie zum Dokumentarfilm. Die Aufsätze werden ergänzt durch eine lexikalisch angeordnete biofilmografische Übersicht über 30 Regisseure.
Die Autoren
Heiko R. Blum (1935, Jena)
Studium der Medizin und Psychologie. Freier Journalist bei diversen Tageszeitungen und Rundfunkanstalten. Im Volkshochschulbereich auf bildungspolitischem Gebiet tätig. "30 Jahre danach. Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus im Film 1945 bis 1975" (Dokumentation). Lebt in Köln.
Hans C. Blumenberg (1947, Lychen)
Studium Geschichte und Germanistik. Filmpublizist, u. a. in "Kölner Stadt-Anzeiger". Autor und Regisseur vieler Fernsehdokumentationen. Buchveröffentlichung u. a. "Film positiv", 1968. Seit 1976 Filmredakteur "Die Zeit". Lebt in Hamburg.
Ulrich Gregor (1932, Hamburg)
Studium Romanistik, Zeitungswissenschaft, Philosophie. 1962 (mit Enno Patalas) "Geschichte des Films", 1966 "Wie sie filmen", 1977 "Geschichte des Films seit 1960". Mitbegründer Freunde der Deutschen Kinemathek 1963, Kino Arsenal 1970, Internationales Forum des jungen Films 1971. Lebt in Berlin.
Heinz Kersten (1926, Dresden)
Studium Publizistik, Germanistik und Theaterwissenschaft. Freier Kulturjournalist für verschiedene Rundfunkanstalten und Zeitungen. Lebt in Berlin.
Heinz Klunker (1933, Groptitz/Sachsen)
Studium Publizistik, Germanistik, Anglistik, Soziologie und Philosophie in Leipzig und Münster. 1967 politischer, 1976 Kulturredakteur beim "Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt", 1977 Deutschlandfunk. "Zeitstücke und Zeitgenossen - Gegenwartstheater in der DDR", 1972 (1975 aktualisiert). Lebt in Köln.
Hans Günther Pflaum (1941, München)
Studium Germanistik, Zeitungswissenschaft, Theatergeschichte. Filmkritiker. 1972-76 Redakteur der "»Film-Korrespondenz". Mitarbeiter "Süddeutsche Zeitung" u. a. (Mit Rainer Werner Fassbinder:) "Das bißchen Realität, das ich brauche", 1976. Lebt in München.
Hans Helmut Prinzler (1938, Berlin)
Studium Publizistik und Theaterwissenschaft. Studienleiter an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. "Über das Kinomachen", 1972; "Kinobuch 74/75", 1975. Lebt in Berlin.
Wilhelm Roth (1937, Regensburg)
Studium Germanistik und Geschichte. 1968-72 Redakteur der Zeitschrift "Filmkritik". Seit 1973 Mitarbeiter der Freunde der Deutschen Kinemathek. Lebt in Berlin.
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