| Autor | Jan Distelmeyer |
| Seiten | 450 Seiten |
| Preis | 32,00 Euro |
| Verlag | Edition text + kritik |
| Datum VÖ | Mai 2005 |
| ISBN | 3-88377-796-X |
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Der Autor lebt. Fast 40 Jahre, nachdem Roland Barthes den "Tod des Autors" und Michel Foucault sein "Verschwinden" proklamiert hatten, kann davon für die öffentliche Wahrnehmung von Filmen keine Rede sein. Noch immer spielt der Regisseur als "auteur", als machtvoller, ultimativer Schöpfer der Filmbedeutung, in der Filmwissenschaft,der -kritik und der -vermarktung eine wichtige Rolle. Gerade die Werkanalyse scheint ohne ihn nicht auskommen zu können - trotz der Einsprüche, die dagegen geltend gemacht wurden.
AUTOR MACHT GESCHICHTE rekapituliert den Verlauf und die Widersprüche im Diskurs um den Filmregisseur als Autor-Instanz bis heute und entwickelt daraus eine neue Form der Werkanalyse. Am Beispiel des Hollywood-Regisseurs und mehrfachen Oscar-Preisträgers Oliver Stone zeigt die kontextorientierte Werkanalyse, wie das Werk eines Regie-Stars untersucht werden kann, ohne den Regisseur als Bedeutungszentrum zu installieren. Anstelle des Nachzeichnens auktorialer Intentionen geht es dieser Werkgeschichtsschreibung um filmhistorische, kulturelle und zeitgeschichtliche Kontexte. So bietet das Buch sowohl eine filmtheoretische Abhandlung über das Konzept des Autors als auch eine komplette Werkmonografie zu Stone, in der alle Filme des Regisseurs einer ausführlichen Analyse unterzogen werden: von "Platoon" über "JFK - Tatort Dallas" bis "Alexander".
Zum Autor:
Jan Distelmeyer, geb. 1969 in Bielefeld, Filmwissenschaftler und freier Autor. Seit 2002 Lehrbeauftragter der Universität Hamburg und Mitarbeiter von CineGraph - Hamburgisches Centrum für Filmforschung, seit 2003 Mitarbeiter beim Deutschen Filminstitut - DIF. Texte u. a. für "Spex", "epd Film", "die tageszeitung", "Jungle World", "Frankfurter Rundschau" und "Die Zeit". Buchveröffentlichungen und Aufsätze u. a. zur Tobis und zur Cine-Allianz, zu O. E. Hasse und Steven Soderbergh, zur Auteur- Theorie, zum postklassischen Kino und zu Körperbildern der New Economy.