Festivalchef Thierry Frémaux hat die 65. Ausgabe von Cannes mit dem Aufkleber eines "Neuen New Hollywood" versehen, konnte dies aber nicht einlösen, findet Hanns-Georg Rodek (WELT). Nicole Kidmann spielt die Rolle ihres Lebens beim 65. Filmfestival Cannes, meint Anke Westphal (BLZ). Im Filmprogramm von Cannes ist sicher das Passende für Sie dabei, behauptet Wenke Husmann (ZEIT) und listet diverse Filme auf. Das zentrale Motiv der letzten Tage ist die Stretchlimousine, die auch gut zum bisweilen billigen Glamour des französischen Badeorts passt, resümiert Dominik Kamalzadeh (STANDARD). Josef Lederle (FD) fragt sich, wer gewinnt.
Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin bei German Films, hat bei den Filmfestspielen in Cannes die Gelegenheit genutzt, mit wichtigen Leuten ins Gespräch zu kommen — wie ihr Tagebuch in der WELT beweist. Du hast keine Chance, also nutze sie: Nach diesem Motto rennt der deutsche Festivalkurator Bernhard Karl durch Cannes und schrieb in der WELT eine Leidensgeschichte zwischen Stehcafé und Filmparadies auf.
Besprochene Filme
COSMOPOLIS (
) von David Cronenberg
THE PAPERBOY (
) von Lee Daniels
POST TENEBRAS LUX von Carlos Reygadas
Der Regisseur Wes Anderson spricht mit Katja Nicodemus (ZEIT) über verzweifelte Kinder, politische Filme und darüber, wie er Bruce Willis in einen zarten Menschen verwandelt. Dominik Kamalzdeh (STANDARD) erzählt er einiges von junger Liebe auf der Flucht, überrumpelten Eltern und mutigen Pfadfindern auf einem ansonsten beschaulichen Eiland. Seit Donnerstag ist sein neuer Film MOONRISE KINGDOM (
) im Kino.
Der Regisseur Barry Sonnenfeld wird bei jedem Dreh von Will Smith krankenhausreif geprügelt. Offenbar ist er Masochist. Das erklärt er Ulrich Lössl (BLZ) im Interview - und spricht auch über seinen Hass auf Hollywood und Tränen am Set von MEN IN BLACK 3 (
).
Der französische Regisseur Bertrand Bonello unterhält sich mit Christoph Huber und Olaf Möller (PRESSE) über seinen großen historischen Bordellfilm, unverfilmbare Ideen und den Wandel von Frauenkörpern.
Der Amerikaner Lawrence Schiller fotografierte Marilyn Monroe kurz vor ihrem Tod – und hat einige Aufnahmen bis heute gut gehütet. Jetzt sind sie erstmals zu sehen. Barbara Nolte (TSP) verweist darauf.