Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

 
 
 
 
 

Pressespiegel vom Montag, den 23. August 2010 

Regisseur und Aktionskünstler Christoph Schlingensief ist gestorben. Wolfgang Höbel (SPIEGEL) nennt ihn den Rebell der Republik. Wie kaum ein anderer Künstler hat er sich alles zugetraut - und am Ende Recht behalten, schreibt Till Briegleb (SZ). Er ist ein Meister unvergesslicher Streiche, wie Andreas Rosenfelder (WELT) findet. Ulrich Seidler (BLZ) vermisst schon jetzt seine Antworten. Für Katrin Bettina Müller (TAZ) war er ein produktiver Zweifler und unterhaltsamer Intellektueller. Sein Leben war, was er gemacht hat, resümmiert Peter Michalzik (FR). Daniel Kothenschulte (FR) schreibt über sein Gesamtkunstkino. Johannes Dieterich (FR) schaut auf sein Vermächtnis in Afrika. Barbara Villiger Heilig (NZZ) blickt auf sein gigantisch-chaotisches Lebenskunstwerk. Die Kunstwelt verliert einen ihrer ungeheuerlichsten Monteure, einen einzigartigen Gesamtkunstwerker der jüngeren Geschichte, schreibt Margarete Affenzeller (STANDARD). Er hatte so viele Träume und so wenig Zeit, findet Irmtraud Gutschke (ND). Christof Meueler (JW) blickt auf den kämpferischen Trash und die politische Aktionskunst. Stimmen zu seinem Tod gibt es in der FAZ und im TSP zu lesen. Außerdem veröffentlicht der TSP Zitate des Künstlers. Die ZEIT veröffentlicht einen alten Traum.

 

DAS LEBEN IST ZU LANG (film-zeit Trailer: DAS LEBEN IST ZU LANG), der neue Film von Dani Levy, zeigt den Willen zur Satire, wie Anke Westphal (BLZ) schreibt. Laut Bettina Schuler (SCHNITT) geht dieses Filmprojekt gehörig schief.

 

Richard Linklaters ICH UND ORSON WELLES (film-zeit Trailer: ICH UND ORSON WELLES) beobachtet den Manipulator statt das Genie und ist laut der TAZ ein harmloses Vergnügen.

 

Russell Brand, britischer Comedian und künftiger Ehemann von Sängerin Katy Perry, spricht mit Antje Wewer (SZ) über Heroin, Sexsucht und seinen Hang zum Exhibitionismus.

 

Spätestens seit AVATAR (film-zeit Trailer: AVATAR) fiebern Filmfans jedem neuen 3D-Film entgegen - in dieser Woche der DIE LEGENDE VON AANG (film-zeit Trailer: DIE LEGENDE VON AANG). Für den STERN Anlass genug, die erfolgreichsten dreidimensionalen Streifen vorzustellen. Hanns-Georg Rodeck (WELT) spricht mit Regisseur M. Night Shyamalan über Bruce Lee, das Lernen von Meistern und die Vermischung der Kulturen.

 

Der Produzent Menahem Golan ist eine der schillerndsten Figuren des Kinos: Er prägte die Filmlandschaft seiner Heimat Israel, dann forderte er die großen Hollywood-Studios heraus. Christoph Huber (PRESSE) hat mit ihm gesprochen.

 

Die Verfilmung von HANS IM GLÜCK (1936) war eines der großen, von den Nazis protegierten Filmprojekte und verschlang astronomische Produktionskosten. Die Uraufführung des auf hölzerne Dialoge und reichlich Kitsch setzenden Schwanks endete 1936 in einem Fiasko. Ron Schlesinger (EINESTAGES) hat genau hingeschaut.

 

Das Bundesjugendorchester interpretiert den Stummfilm NATHAN DER WEISE (1922) neu. Martin Wilkening (BLZ) freut sich darüber.

 

Mit doppelt so vielen Kurzfilmen als im vergangenen Jahr und einem Schwerpunkt auf Komödien wird die Viennale 2010 zu ihrem 50-Jahr-Jubiläum über die Bühne gehen, wie der STANDARD meldet.

 

Der gescheiterte Putschversuch rechtsgerichteter Militärs vor knapp 30 Jahren in Spanien wird zum Filmstoff. Der STANDARD berichtet.

 

WEB-Funde: Leni Riefenstahl bleibt ein Monument der Kulturgeschichte und hat eine kalte Seele, meint Henryk Goldberg (GETIDAN). CRITIC bietet eine Unmenge von neuen Kritiken. Michael Leuffen (SCHNITT) hat das Buch "Doing City. New York im Spannungsfeld medialer Praktiken" gelesen. Stefan Höltgen schaut aufs Fantasy Filmfest, bei SCHNITT und auf F.LM. NEGATIV hat ENTER THE VOID (film-zeit Trailer: ENTER THE VOID) und THE EXPENDABLES (film-zeit Trailer: THE EXPENDABLES) besprochen, zu letzterem gibt es auch eine Kritik beim FILMRING. KEINBLUTROT will tanzen.

Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2010

DAS WEISSE BAND - Bester Film

Mit hoher historischer Genauigkeit hat Michael Haneke einen Film über die autoritäre Gesellschaft gemacht. Es ist eine Welt, wie sie - für die Stadt und für andere Klassen - Schnitzler, Thomas Mann, Bernhard von Brentano und viele andere beschrieben haben, nur noch etwas strenger und repressiver.
Rüdiger Suchsland, telepolis, 23.05.2009

Aktueller Stand der Datenbank:
18126 Filme,
70494 Personen,
5369 Trailer,
869 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,18454