EIN QUANTUM TROST

film-zeit Film: EIN QUANTUM TROST
Regie Marc Forster
Kinostart 06.11.2008

Inhalt • EIN QUANTUM TROST

Auf einer Mission, die Bond nach Österreich, Italien und Südamerika führt, findet er heraus, dass Dominic Greene, rücksichtsloser Geschäftsmann und treibende Kraft innerhalb der mysteriösen Organisation, ein Komplott schmiedet und versucht, die totale Kontrolle über eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen der Welt zu gewinnen. Inmitten eines Minenfeldes aus Betrug, Mord und Täuschung, verbündet sich Bond mit alten Freunden, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Kritiken • EIN QUANTUM TROST

09. November 2008 | Kritik • Der Stern

Für Jochen Siemens ist EIN QUANTUM TROST ein schwindelerregend rasantes Rachedrama ohne Markenzeichen. "Man kann bei EIN QUANTUM TROST die völlige Entbondisierung beklagen, die Schroffheit und den Verzicht auf jedes Augenzwinkern. Man kann auch cineastisch irritiert sein, wenn Regisseur Marc Forster für Millionen Dollar Actionszenen inszeniert, die im Kino zwar als Splittergranaten explodieren, aber den Blick auf das Geschehen - wem rennt 007 eigentlich hinterher? - verweigern. ... Man kann den 22. Bond-Film aber auch als zeitgemäß mögen. Als Action-Movie, der in teuren Andeutungen daherkommt."

08. November 2008 | Kritik • telepolis.de

Rüdiger Suchsland ist nach dem ersten Hohegefühl und Nachdenken dann doch enttäuscht: "EIN QUANTUM TROST gehört eher zusammen mit DARK KNIGHT in jene Gruppe von Filmen, in denen Regisseure, die sich selbst überschätzen, so wie ihr Können in der Öffentlichkeit maßlos überschätzt wird, sich darin gefallen, eine eingeführte Figur völlig umzudefinieren oder gleich links liegen zu lassen - ein Fall von Narzissmus eher als von Genie. Mit einem "James Bond für unsere Zeit", wie es natürlich verkauft wird, hat das jedenfalls nichts zu tun. Es ist die pure Verzweiflung."

07. November 2008 | Kritik • Die Zeit

Jens Jessen sah atemlose Actionsequenzen. "Craig gewinnt an emotionaler Wucht und physischer Präsenz, was er an Glamour verliert; aber seine Bond-Figur wechselt damit auch das filmische Genre, er ist Bruce Willis in Die Hard näher als Sean Connery in Goldfinger – von der Lässigkeit Roger Moores ganz zu schweigen. Die Reihe gerät in eine Konkurrenz zu anderen Actionklassikern, die niemals vorgesehen war und vielleicht nicht zu gewinnen wäre, wenn Marc Forster, der Regisseur der neuesten Folge EIN QUANTUM TROST, sich nicht auch eine neue Ästhetik hätte einfallen lassen. Es ist die Ästhetik des Musikvideos, die nicht nur einzelne Szenen, sondern den ganzen Film in der Art einer atemlosen Montage erzählt."

07. November 2008 | Kritik • Die Zeit

Markus Zinsmaier hat eine Bildergalerie über den Geheimagenten zusammengestellt.

06. November 2008 | Kritik • Der Freitag

Action ist in dem 22. James-Bond-Film, wenn die Kamera wackelt und schnell geschnitten wird, kritisiert Axel Minge. Der Regisseur "hat kein Gefühl für die Dialektik von Explosion und Stille und keines für den Raum. Die anfängliche Verfolgungsjagd, die, wie der Verleih sich rühmt, zum ersten Mal quasi direkt an das Ende des Vorgängerfilms anschließt, entpuppt sich als jener hastig geschnittene Bildersalat, den man von der Konfektionsware des Genres kennt. ... Immerhin hat Daniel Craig strahlend blaue Augen. Ansonsten ist er humorlos bis hin zur Physiognomik, die ihn vormals höchstens zum Adlatus eines Bösewichts qualifiziert hätte."

06. November 2008 | Kritik • Neues Deutschland

Hanno Harnisch ist enttäuscht. "So rasant gedreht Verfolgungsjagden auf der Straße oder mit dem Schlauchboot auch sind, so opulent eine Hatz durch das mittelalterliche Siena unter der Stadt und auf der Höhe der Dächer auch ins Bild gesetzt wird, so endgültig auch der Show-down, der ein ganzes Wüstenhotel zerlegt, auch choreografiert wurde, so will sich der im Titel bemühte Trost partout nicht einstellen. Und da sind wir wieder beim Anfang: Möglichst viele Menschen sollen sich diesen 22. Bond-Film ansehen (wozu hier explizit nicht aufgerufen wird). Ein 23. ist schon so gut wie in Arbeit. Und auch Daniel Craig schon so gut wie unter Vertrag. Und vielleicht kann ja dann auch Amy Winehouse ihren Titelsong vollenden, sollte sie wieder trocken sein. Die Marke Bond stirbt wohl nie."

06. November 2008 | Kritik • Junge Welt

Peer Schmitt bescheinigt James Bond, ein schlafloser Alkoholiker zu sein. "Das klingt alles gar nicht so schlecht. Und tatsächlich bietet EIN QUANTUM TROST nur das Beste vom Besten auf. Die Herrenmode ist von Tom Ford. Das Drehbuch ist von Paul Haggis, der ja bisher nicht nur Bücher für Clint Eastwood geschrieben hat, sondern mit L.A. CRASH und IN THE VALLAY OF ELLAH selbst sehr interessante Filme gemacht hat. Und Regie führte der Schweizer Marc Forster, bekannt für überschätzte Filme wie MONSTER'S BALL oder STAY, mit STRANGER THAN FICTION hatte er zuletzt sogar einen sehr guten Film gemacht. Eigentlich gute Voraussetzungen für einen Bond-Film. EIN QUANTUM TROST scheitert dennoch. An seiner Inkonsequenz."

05. November 2008 | Kritik • Die Tageszeitung

Keine Gadgets, wenig Witze, selbst die Cocktails brauchen keine Raffinesse - Was bleibt dann noch von Bond, fragt Barbara Schweizerhof. "Zum Teil erkennt man darin die konsequente Fortsetzung der in "Casino Royal" begonnenen Überarbeitung der Erfolgsmarke. Zum Teil aber kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Drehbuchschreiber nicht genug Zeit hatten, um an ihren Ideen zu feilen. Selbst der Aktualität heischende Einfall, dass der von Mathieu Amalric gespielte Bösewicht Dominic Greene nach außen den "grünen" Ökohelden spielt, während er am "alten Traum der Weltherrschaft" arbeitet, wirkt provisorisch statt durchdacht. Was EIN QUANTUM TROST bietet, ist eine umstandslose Abfolge von fein ausgearbeiteten Actionszenen."

04. November 2008 | Kritik • Die Welt

Franziska von Mutius berichtet von der Premiere in Berlin.

04. November 2008 | Kritik • Berliner Zeitung

Laut Peter Uehling hätte der neue James Bond ein guter Film werden können, wenn der Agent nicht nerven würde mit seinen Seelenregungen. "Hier kracht es angemessen unsensibel. Mögen die einzelnen Jagden auf Asphalt-, Luft- und Wasserstraßen als solche nicht spektakulärer sein als die schon ziemlich spektakulären von "Casino Royale", so gewinnen sie durch eine extrem abwechslungsreiche Kameraarbeit noch einmal enorm an Drehmoment. ... Die Schauplätze sind düsterer, Olga Kurylenkos Bond-Girl ist erotisch sehr zurückhaltend, die Gewalt hinterlässt Spuren auf dem nur selten nackt zu sehenden Craig-Oberkörper, und es gibt wenig zu lachen."

04. November 2008 | Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Daniel Kothenschulte bricht der Regisseur Marc Forster die Tradition. "Es gibt keinen Schnickschnack und keine Visitenkarte. Dass es überhaupt den Song-Vorspann gibt, wenn auch leider nicht aus der Kehle der unpässlich gewordenen Erstbesetzung Amy Winehouse (sondern von Jack White und Alicia Keys), ist nur ein Quäntchen Trost. Denn auch danach ist vieles anders als gewohnt. Mit der ausbleibenden formellen Vorstellung gibt Bond, James Bond, gleich einen Gutteil seiner Identität an Miss Moneypennys Garderobe ab. Was immer auch die Identität eines Geheimagenten wert ist. Denn ist nicht ein guter Spion einer, an den man sich eben nicht so leicht erinnert?"

02. November 2008 | Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung

Für Peter Körte bleibt das Böse im neuen James Bond EIN QUANTUM TROST etwas blässlich. "Fast könnte man da denken, das Geld habe nicht ganz gereicht, auch weil der Film mit 105 Minuten das kürzeste aller Bond-Abenteuer ist. Außerdem hat der Schweizer Regisseur Marc Forster, 38, bei den Actionsequenzen am Schneidetisch nicht die Übersicht behalten. Die anfängliche Verfolgungsjagd leidet in ihrer hohen Schnittfrequenz an perspektivischen Ungenauigkeiten, was dann auch die präziser choreographierten Flugzeug- und Bootverfolgungsjagden nicht wirklich wettmachen können. So bleibt der Eindruck, als sei der Bond-Serie ihr Kapital ausgegangen, die Schauwerte."

01. November 2008 | Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala braucht James Bond alias Daniel Craig drei Dinge: Härte, Smartheit und Charme. Allerdings wird er in EIN QUANTUM TROST den anderen Actionhelden immer ähnlicher. "Keine Scherzchen, keine Technikmätzchen, kein "Geschüttelt oder gerührt?"-Ritual, keine "Bond, James Bond"-Vorstellungsrunde, nun also auch: kein Sex. In EIN QUANTUM TROST bleibt dem seit 1962 tätigen und folglich ältesten aller Serienhelden des Kinos nicht einmal ein Quäntchen Tröstung. Stattdessen betreibt er vor allem Trauerarbeit und übt mühselig seine Lebensrolle als kalter Killer für die immer noch bessere Sache ein."

01. November 2008 | Kritik • Neue Züricher Zeitung

Regisseur Marc Forster hat diesem 007 seinen ganz persönlichen Stempel aufgedrückt, meint Susanne Ostwald. "Bond ist ein anderer Charakter geworden – das heisst: Nun besitzt er überhaupt einen, der die Bezeichnung verdient, und der ist ambivalent. Aus dem Frauenhelden, Dressman und Sprücheklopfer ist ein Mensch geworden – fehlbar und inkonsequent, liebend und hassend, geschüttelt und gerührt. Genau darin liegt das Problem. Denn der Mythos Bond lebt ja gerade vom schematischen Prinzip, von der Austauschbarkeit, Oberflächlichkeit und Selbstironie der Figur – Attribute, die Bond nun abhandengekommen sind. Forster hat die Kanten der Figur so rund geschliffen, dass der übermenschliche Superagent seine angriffige Kontur verloren hat."

31. Oktober 2008 | Kritik • Der Spiegel

Siegfried Tesche berichtet von der Weltpremiere des neuen James Bond-Film EIN QUANTUM TROST in London. "Bei Bond ist ja immer alles größer als bei allen Anderen - und so wurde auch dieses Mal richtig geklotzt."

31. Oktober 2008 | Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die FAZ weiß, was die Kleidung der James Bond-Hauptdarsteller über ihren Charakter und ihre Zeit verrät.

31. Oktober 2008 | Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh entdeckt die Schrammen eines Gehetzten bei Daniel Craig. "Der Agent der Gegenwart hat keine Zeit für Späße. Er steht unter Druck, ist immer schon zu spät, seine Aktionen sind dementsprechend auf Effizienz ausgerichtet. Bond tötet, weil das in der Regel schnell geht. Selbst Sex wird da zur Nebensache. Der Männerkörper mit den dekorativen Schrammen braucht kein Gegenüber mehr, das ihn bestätigt. Der Agent überwindet nur noch Hindernisse - und wenn er einen ganzen Lift voller Hünen bekämpfen muss. ... Die Dichte an Action-Schaustücken hat aber auch ihren Preis, weil sie den erzählerischen Zusammenhalt lockert."

30. Oktober 2008 | Kritik • Der Spiegel

Berauschte Fans, royale Ehrengäste und London bei Nacht hat der Spiegel bei der Weltpremiere in London ausgemacht.

30. Oktober 2008 | Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte ist vom Hauptdarsteller begeistert, der Film selbst bleibt aber blutleer. "Die Action-Sequenzen, allen voran ein halsbrecherisches Duell auf einem Baugerüst in einem Kirchturm, sind rasant und elegant inszeniert, reichen aber an die Virtuosität des Vorgängerfilms und anderer moderner Action-Produktionen nur selten heran. Gerade die vielfach als bessere Bond-Epigonen geltenden Filme um den abtrünnigen CIA-Agenten Jason Bourne sind in ihrer Schnitt-Radikalität und Geschwindigkeit inzwischen wegweisender für das Genre als EIN QUANTUM TROST. Doch das mag am Ende vielleicht nur Hardcore-Fans interessieren. Regisseur Forster ging es vermutlich um etwas anderes, nämlich um die Frage, wie belastbar eine Psyche ist, die den Verlust eines geliebten Menschen verkraften muss."

30. Oktober 2008 | Kritik • Süddeutsche Zeitung

Bernd Graff hat den spektakulärsten Bond aller Zeiten gesehen - und sich in das Bond-Girl verguckt. "So ist der Film zugleich die synthetischste Bond-Edition, weil sie - gerade in den Actionsequenzen - vor allem nur zu dokumentieren scheint, dass Computer wirklich ein rasendes Kaleidoskop an Bewegungsszenen produzieren können, das Menschenmaß und Fassungsvermögen übersteigt. So sieht man Actionchoreographien, die von menschlichen Augen und Hirnen nicht mehr aufgenommen werden können. Wer wann wen unter Zuhilfenahme welcher Mittel schlägt, verfolgt, anzündet, besiegt, mordet, meuchelt, metzelt, ist im Gebrüll der Action-Bilder kaum mehr wahrzunehmen."

28. Oktober 2008 | Kritik • critic.de

Daniel Craig muss wieder den Proleten in Bond rauskehren, stellt Sascha Keilholz fest. "Bei Connery war es noch entscheidend, wie und wohin man sich bewegte. Production Designer Ken Adam verlieh der Serie nicht nur einen unvergesslichen Look, er schrieb den einzelnen Figuren vor allem prägnante, sowohl für ihren Charakter als auch für den Plot relevante Orte zu. Heute trifft M, schon bei Brosnans Amtsübernahme und erst recht seit Craigs Dienstantritt aufgewertet, ständig und überall auf ihren Schützling. Sie ist so ortlos und ungebunden wie er und sein Widersacher Dominic Greene. Der wird zwar aufopferungsvoll von Mathieu Amalric als psychisch gestörter abgründiger Megakapitalist gespielt, doch ihm fehlt ein Zentrum. Wie dem gesamten Film."

26. Oktober 2008 | Kritik • Die Welt

Mit CASINO ROYALE wurde James Bond neu erfunden. Eine derartige Revolution bietet die Fortsetzung EIN QUANTUM TROST nicht. Dafür aber solides Actionkino, meint Harald Peters. Daniel Craig ist der "wohl beste aller möglichen Bond-Darsteller. Er hat Charme, weiß, wie man glaubwürdig einen Tom-Ford-Anzug trägt, wirkt im Zweikampf überzeugend und kann mit Blicken eine Zerrissenheit und Anteilnahme zum Ausdruck bringen, die in der Handlung eigentlich gar nicht angelegt ist. Dass Pierce Brosnan, Timothy Dalton und auch Roger Moore jemals als Bond-Darsteller akzeptiert waren, ist im Nachhinein geradezu abwegig und wohl nur durch den jeweiligen Zeitgeschmack erklärbar."

26. Oktober 2008 | Kritik • Neue Züricher Zeitung

Martin Helg porträtiert Olga Kurylenko, das neue Bond-Girl.

24. Oktober 2008 | Kritik • Der Spiegel

Die EIN QUANTUM TROST-Produzenten Barbara Broccoli und Michael J. Wilson sprechen mit Isabell Hülsen und Thomas Tuma über ihr streng kontrolliertes Familienimperium und die Frage, wie man aus einem Agenten-Macho eine globale Marke macht.

21. Oktober 2008 | Kritik • Der Stern

Sophie Albers porträtiert Daniel Craig: Er ist der James Bond, den wir verdienen.

21. Oktober 2008 | Kritik • Berliner Morgenpost

Action von der ersten Minute an hat Peter Zander wahrgenommen. Der Regisseur "jagt eigentlich immer im fünften Gang durch die Story, ohne ein einziges retardierendes Moment. Steigert die Action gern auch mittels Parallelmontagen: eine Verfolgung kombiniert mit einem Pferderennen, eine andere mit einer "Tosca" auf der Bregenzer Seebühne, der finale Kampf aufgesplittet zwischen zwei Gegner-Paaren. Bei all dem Tempo aber kann man dennoch nicht übersehen, dass diesem Bond die Puste ausgeht, und zwar an anderer Front. Keine genialen Dialogzeilen mehr wie in "Casino". Leider auch keine überzeugende Bond-Gefährtin wie Eva Green."

21. Oktober 2008 | Kritik • Neue Züricher Zeitung

Bettina Spoerri schaut auf Anatole Taubman.

06. Oktober 2008 | Kritik • Berliner Zeitung

Torsten Wahl porträtiert Anatole Taubman, der einen Bösewicht spielt.

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