INDIANA JONES UND DAS KöNIGREICH DES KRISTALLSCHäDELS

film-zeit Film: INDIANA JONES UND DAS KöNIGREICH DES KRISTALLSCHäDELS
Regie Steven Spielberg
Kinostart 22.05.2008

Inhalt • INDIANA JONES UND DAS KöNIGREICH DES KRISTALLSCHäDELS

18 Jahre nach seinem letzten Abenteuer kehrt der verwegenste Archäologe aller Zeiten endlich zurück auf die Leinwand.

Kritiken • INDIANA JONES UND DAS KöNIGREICH DES KRISTALLSCHäDELS

27. Mai 2008 | Kritik • critic.de

Mit der vollen Wucht des modernen Actionkinos inszeniert der Regisseur den Film, lobt Lukas Foerster. "Harrison Fords Indiana Jones stolpert durch diese fünfziger Jahre und gehört nicht richtig dazu, ist das Relikt einer vergangenen Epoche, die seine kolonialistische Attitüde prägte. Er scheint dann froh zu sein, wenn er sich wieder aufmachen darf in Richtung Amazonas, einen geheimnisvollen Kristallschädel zu suchen. Raus aus der komplexen gesellschaftlichen Wirklichkeit und rein ins pulpifizierte Fantasie-Südamerika. Den Eskapismus, den mancher dem Abenteuergenre zum Vorwurf macht, vollzieht INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS in seiner Handlung selbst nach."

26. Mai 2008 | Kritik • telepolis.de

Ein Drehbuch mit Erwachsenen-ADHS hat Rüdiger Suchsland ausgemacht. "Kurzweilig ist also der Anfang, doch dann dehnt dieser sich immer noch etwas weiter, tritt das Recycling seines Helden immer breiter, und eine halbe Stunde ist vergangen, bevor der Film dann ansatzweise seine Handlung findet. ... Unabhängig davon aber lässt sich, wenn man die Eindrücke zwischen atemlosen Verfolgungsjagden, menschenfressenden roten Ameisen und kleinen grünen Männchen geordnet und einmal durchgeatmet hat, eines sagen: INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS ist ein Film ohne echte Überraschungen und daher enttäuschend."

23. Mai 2008 | Kritik • Der Freitag

Alles schon da gewesen, und zwar besser, stellt Barbara Schweizerhof fest. "Immerhin muss man zugestehen, dass das Alter bei Harrison Ford nicht allzu sichtbare Spuren hinterlassen hat. Als "Indy" macht er eine gute Figur, denn altmodisch war der Charakter schon immer. Shia LaBeouf als sein Sohn aber bekommt leider keine tragende Rolle, sondern hinterlässt den Eindruck, man habe ihn als Typ nur eingeführt, um ihn in Teil V dann richtig zur Geltung kommen zu lassen. Die revolutionärste Neuerung von Teil IV besteht derweil darin, dass der Bösewicht eine Frau ist."

22. Mai 2008 | Kritik • Berliner Morgenpost

Peter Zander ist bewundern, mit welcher Konsequenz Spielberg mit der Indiana-Saga seine Vorstellung von Action für die ganze Familie vorantreibt. "Hier schließt Steven Spielberg also nicht nur einen Kreis, sondern linkt sich einmal quer durch das Universum seiner frühen Jahre. Der Kristallschädel weist deutlich die Ausformung eines gewissen E.T. auf, und am Ende gibt es dann auch noch eine neuerliche Unheimliche Begegnung der Dritten Art. Das ist dann doch ein wenig zu viel des Guten, da mag selbst der eingefleischte Fan nicht mehr ohne weiteres folgen: Man kann nicht archäologisch in alten Mythen stochern und dann plötzlich auf Erich von Däniken und Science-Fiction stoßen."

22. Mai 2008 | Kritik • Neue Züricher Zeitung

Anspielungsreich und wunderbar altmodisch findet Susanne Ostwald den Film. "Der Zeitsprung ins Jahr 1957 ist gelungen. Hatten sich die ersten drei Filme stilistisch am Abenteuerkino der dreissiger Jahre orientiert, so haben nun die frühen Science-Fiction-Filme in Technicolor und Fernsehserien der fünfziger Jahre Pate gestanden. Detailreich und voller kleiner filmischer Aperçus etabliert Spielberg seinen Helden unter dem legendären Filzhut in der Zeit des Kalten Krieges, der Kommunistenjagd und der Ufo-Paranoia in den USA."

21. Mai 2008 | Kritik • Die Tageszeitung

Dirk Knipphals schreibt über den schwierigen Versuch, die einmal erreichte Klasse der ersten Teile zu rekonstruieren. "Überhaupt wirkt der Film über weite Strecken unentspannt. Wirklich Spaß bringt er nur, sobald man den gigantischen Etat des Films auf der Leinwand förmlich verbrennen sieht, bei irrwitzigen Verfolgungsjagden im Dschungel und bei aberwitzigen Filmkulissen, die sich im Showdown von Maya-Pyramiden in das Raumschiff von Außerirdischen verwandeln - war ja klar, dass Regisseur Steven Spielberg, Produzent George Lucas, Hauptdarsteller Harrison Ford und all die anderen in die Jahre gekommenen Jungs des einst erneuerten Hollywoodkinos es hier mit einer Materialschlacht versuchen würden."

19. Mai 2008 | Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Film hat Verena Lueken von Anfang an sehr viel Spaß gemacht, "in seiner ein wenig gestrigen Anmutung, mit seinen sorgfältig gebauten Retrosets, seiner Selbstironie und den Zitaten aus den vorangegangenen drei Episoden ... gute Unterhaltung. Und die kriegt [der Zuschauer] mit einer altmodischen Geschichte, die auch ein wenig altmodisch inszeniert ist, mit möglichst wenigen computergenerierten Bildern und Effekten, mit Stunts, die so aussehen, als hätte Harrison Ford sie tatsächlich bewältigt, mit ein bisschen zuviel Musik zwar, aber ohne allzu einfältigen Dialog."

19. Mai 2008 | Kritik • Süddeutsche Zeitung

Die Filmemacher können weder Tobias Kniebe - noch letztlich sich selbst - etwas vormachen: "Dieses geniale Funkeln, von dem weder Spielberg noch Lucas noch sonst ein Lebewesen weiß, wie man es herstellt, bis es einem dann plötzlich von der Leinwand entgegenblitzt... es fehlt einfach. Manche Dialoge murmelt Harrison Ford fast in die Unverständlichkeit, so wenig scheinen sie ihn zu überzeugen. Dafür bekommen wir große Enthüllungen aus der Vergangenheit, vor deren Plattheit die Filmemacher doch lieber hätten zurückschrecken sollen, mehr Sentimentalität und mehr Außerirdischen-Mystizismus aus dem Inneren eines vergessenen Maya-Tempels, in dem das alles seine Auflösung findet."

19. Mai 2008 | Kritik • Der Stern

Auch der vierte Teil ist für Sophie Albers "ein großer Spaß, ein Kinoüberraschungsei mit entspanntem Spiel zwischen einem strahlenden Helden und seiner bitterbösen Feindin, spannenden Verfolgungsjagden, tollen Spezialeffekten und all den kleinen Details, die dem Zuschauer das Gefühl geben, selbst etwas entdecken zu können. Trotzdem: Am Ende würde man gerne heulen."

19. Mai 2008 | Kritik • Die Welt

Hanns-Georg Rodek verrät die Geschichte des Films. "Diese auf Nostalgie getrimmte Spezialeffekt-Tüte wird, wenn nicht alles täuscht, der letzte Blockbuster des Vaters aller Blockbuster sein. Steven Spielberg muss sich, wie jeder Regisseur Anfang 60, nun nach den Wegen umsehen, die ihm noch offenstehen."

19. Mai 2008 | Kritik • Berliner Zeitung

Ein im besten Sinne altmodisches Action-Abenteuer sah Anke Westphal. Es "ist gewiss kein Meilenstein der Filmkunst, aber es ist immerhin annehmbares Unterhaltungskino; turbulent, bunt und hinreichend spannend. Fast wäre es ein Familienfilm geworden, wenn Spielberg auf die eine oder andere blutige Leinwandschlägerei verzichtet hätte. ... Der vierte INDIANA JONES-Film feiert die Familie als Überlebensmodell, was der Politik der Gegenwart entspricht."

19. Mai 2008 | Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film will laut Jan Schulz-Ojala gar nicht modern sein. "Die Story? Reden wir lieber von den handelnden Personen. Harrison Ford in der Hauptrolle straft all jene BloggerSpötter Lügen, die ihn als unbeweglichen Oldie schmähen. Wie ein amerikanischer Belmondo oder auch Jackie Chan tobt er durch halsbrecherischste Situationen, auch wenn er die Tarzan-Einsätze lieber Jüngeren überlässt. ... Medial überlebensgroß, ist INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS im Kern doch harmlos, bis auf einen umwerfende, späte Szene."

19. Mai 2008 | Kritik • Frankfurter Rundschau

Mit Logik hat die Wissenschaft des Dr. Jones und Mr. Spielberg nicht viel zu tun, schreibt Daniel Kothenschulte. "Der frühe INDIANA JONES war der erste jener postmodernen Blockbuster, die sich ganz der B-Film-Dramaturgie verschrieben hatten. Doch heute sind ihre trivialen Vorlagen weitgehend vergessen. Beginnend mit dem ersten Auftritt des jungen INDIANA JONES im Outfit Marlon Brandos im B-Picture "Der Wilde" strotzt der Film vor Anspielungen an eine vergangene Kinokultur, die sich kaum noch vermitteln lässt."

18. Mai 2008 | Kritik • Der Spiegel

Wahnwitzig, mitunter wirr nennt Martin Wolf das Spektakel. "Gute Gags, Humor? Weitgehend Fehlanzeige. ... Je länger der neue "Indiana Jones" dauert, desto bombastischer und phantasieloser werden die Spezialeffekte. Es blitzt und scheppert ununterbrochen, ein nahezu ironiefreier Overkill. Am Ende landet die halbe Statistenriege des Films, einige Hauptfiguren sowie ein Großteil der Dekoration in einem riesigen Quirl, der alles zu verschlingen droht."

17. Mai 2008 | Kritik • Die Welt

Frances Schoenberger hat mit Steven Spielberg gesprochen, der endlich über INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS auspackt.

16. Mai 2008 | Kritik • Die Zeit

Georg Seeßlen beschäftigt sich ausführlich mit der Rückkehr der alten Männer. "Diese kinematografische Erzählversammlung alter Männer, ist vielleicht nicht gerade weltbewegendes Kino, ungeachtet der hundertundfünfzig Millionen, die die Herren dabei verpulvert haben. Aber, hey! Waren das nicht tolle Zeiten? Als uns ewig infantile Vatersucher vor dem Erwachsensein retteten und die großen Aufschneidergeschichten noch geholfen haben."

12. Mai 2008 | Kritik • Süddeutsche Zeitung

Erste Kritiken im Internet aufgetaucht, die leider nichts gutes verheißen.

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