UNTRACEABLE

film-zeit Film: UNTRACEABLE
Regie Gregory Hoblit
Kinostart 03.04.2008

Inhalt • UNTRACEABLE

Im Krieg gegen die Online-Kriminalität steht die FBI-Spezialistin Jennifer Marsh an vorderster Front. Doch diesmal wird aus der Jägerin die Gejagte. Auf einer Website lädt ein High-Tech-Serienmörder ein, dem Todeskampf seiner Gefangenen beizuwohnen, und macht die Besucher seiner Internetseite gleichzeitig zu Mittätern. Je mehr Menschen auf die Seite klicken, umso schneller stirbt das Opfer. Alle Versuche, den sadistischen Psychopathen aufzuspüren, laufen ins Leere. Er dreht auch den Spieß um und bedroht auf einmal Jennifer und ihre kleine Tochter und erhöht damit noch den Einsatz in diesem packenden Wettlauf gegen die Zeit.

Kritiken • UNTRACEABLE

03. April 2008 | Kritik • Berliner Morgenpost

Die rigorose Haltung, die Hoblit und seine Drehbuchautoren einnehmen, ist konsequent, lobt Sascha Westphal. "Aber sie hat im Kontext einer großen Studio-Produktion auch etwas von einem zweischneidigen Schwert. Schließlich spielt ihr Thriller genau mit den gleichen Impulsen, die er anprangert. Dieser Ambivalenz ist sich der Hollywood-Profi Hoblit bewusst. Da sie sich nie ganz auflösen lässt, hat er sich entschieden, die Widersprüche seines Konzepts zu verstärken. In seinen brutalen Folterszenen unterscheidet sich UNTRACEABLE kaum von den Filmen der SAW- oder der HOSTEL-Reihe."

03. April 2008 | Kritik • Berliner Zeitung

Peter Uehling vermisst den klaren thematischen Fokus. "Damit ist wenig gesagt, aber billig moralisiert und das eigentliche Problem ausgeschlossen. Im Zentrum der Geschichte harrt eine Frage der Beantwortung - die nach der Lust daran, "das Leiden anderer zu betrachten", um Susan Sontags letzten großen Essay zu zitieren. An diesem Thema wollte sich der Regisseur offenbar nicht verheben. Damit ist sein Film selbst Teil des Problems, das er hätte behandeln können."

03. April 2008 | Kritik • telepolis.de

UNTRACEABLE ist, gerade was seinen Blick auf das Internet und die in ihm durchgeführten und durch es möglichen Verbrechen angeht, ein recht reaktionärer Film, stellt Stefan Höltgen fest. "Ängste vor allem vor dem Web 2.0 werden geschürt, ist es doch letztlich die sich in den zynischen Kommentaren der Webseitenbesucher ausdrückende moralische Indifferenz, die der Film anzuprangern scheint. Doch die Geschichte des Serienmörderfilms ist so reich an kulturpessimistischen Beimengungen, dass es zu kurz gedacht wäre, in UNTRACEABLE daraus eine Tendenz oder sogar eine politische Haltung ableiten zu wollen. Vielmehr nutzt der Film das Unbehagen gegenüber dem "Mitmach-Web", das zeitweilig in den Feuilletons und an den Stammtischen wahrnehmbar ist, um es mit seiner Serienmord-Geschichte zu amalgamieren."

27. März 2008 | Kritik • critic.de

Moralisch fragwürdig findet Martin Gobbin den Film. "UNTRACEABLE ist ein auf den Mainstream ausgerichteter Unterhaltungsfilm, der sich weder einer ernsthaften Untersuchung gesellschaftlicher Fragen widmet, noch eindeutig auf den Splatter-Bereich abzielt. So bleibt letztlich ein durchaus spannender, wenn auch dramaturgisch konventioneller Thriller, der sowohl Spuren von Kulturkritik als auch des Exploitation-Films aufweist. Hartgesottene Suspense-Freunde dürften ihren Gefallen daran finden."

13. März 2008 | Kritik • kino-zeit.de

Markus Fritsch sah einen "gut gemachten Thriller über Voyeurismus und Schadenfreude im Internet. Die Spannungskurve wird vom ersten Plot Point, dem Entdecken der Internetseite, bis zum Schluss aufrecht behalten. Auch wenn das Ende vorhersehbar ist, so haben die Drehbuchautoren Robert Fyvolent, Mark R.Brinker und Allison Burnett so manche überraschende Wendung eingebaut. Der Zuschauer wird schon relativ früh mit der Identität des Killers bekannt gemacht, doch das führt nicht dazu, dass die Spannung merklich nachlässt."

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