| Regie | Adam Brooks |
| Kinostart | 27.03.2008 |
Für Will Hayes steht die Scheidung ins Haus und als seine 10jährige Tochter Maya unbedingt wissen will, wie er seine Frau und ihre Mutter kennengelernt hat, erzählt er ihr seine Version. In seinen Schilderungen durchlebt er noch einmal seine Vergangenheit als idealistischer Jungpolitiker in New York und seine Liebesbeziehungen mit drei sehr verschiedenen Frauen. Er ändert dabei allerdings Namen und ein paar Fakten, so dass Maya raten muss, wen er schließlich geheiratet hat. War es seine College-Flamme Emily, war es seine langjährige beste Freundin April oder doch der Freigeist Summer? Während Maya die Teile des romantischen Puzzles zusammenfügt und begreift, dass die Liebe zwischen zwei Menschen eine ziemlich komplizierte Angelegenheit ist, beginnt Will zu erkennen, dass es vielleicht doch ein Happy End geben könnte.
Katja Reimann stellt fest: "Beziehungen zwischen Männern und Frauen sind verflixt kompliziert. Die Liebesabenteuer des William Hayes bleiben allerdings nur für seine kleine Tochter rätselhaft, die zudem erstaunlich wenig über ihre eigene Mutter zu wissen scheint. Der Zuschauer jedoch ahnt den Ausgang der Geschichte schon lange vor ihrem Ende."
Für Bert Rebhandl ist VIELLEICHT, VIELLEICHT AUCH NICHT "ein höchst professionelles Produkt, an dem sich die Geister vielleicht nur insofern scheiden könnten, als der Hauptdarsteller Ryan Reynolds bei kritischer Betrachtung als profillose Quersumme weißer, angelsächsischer Männlichkeit erscheinen könnte. Als Traumprinz (oder "Mr. Right", wie man in der Welt dieser Filme sagt) kann er ungefähr so viele Eigenschaften zeigen wie ein Mann, der Präsident werden möchte: so wenig wie möglich, so viel wie nötig."
Alexandra Stäheli hat die niedlichen 1990er wiederentdeckt. "Das klingt nun alles gar nicht so wahnsinnig lustig, wie man eigentlich erwarten könnte, denn der Name Adam Brooks wie auch Produzent Tim Bevan stehen gewöhnlich für wortgewandte, locker-flockige Komödien wie "Bridget Jones: The Edge of Reason" oder "Love, Actually". Während sich diese in programmatischer Unbeschwertheit für den hoffnungsvollen Anfang einer neuen Liebe interessieren, sorgt VIELLEICHT, VIELLEICHT AUCH NICHT mit dem Flashback eines an der Liebe Gescheiterten nebst Romantik und süffigem Humor doch auch für einen Hauch von Melancholie."
Das ist eine hübsche Idee, lobt Thomas Abeltshauser, die zudem "überraschend gut funktioniert, nicht zuletzt weil sie Gelegenheit gibt, sich in Rückblenden milde über die Harmlosigkeit der neunziger Jahre zu amüsieren, als man noch mit backsteingroßen Handys telefonierte. Ganz neu ist das Konzept allerdings nicht: Im US-TV läuft seit 2005 die Sitcom "How I Met Your Mother - Wie ich eure Mutter getroffen habe", in der ein Vater ebendies recht ausschweifend erzählt: In der mittlerweile dritten Staffel ist Mutti noch immer nicht aufgetaucht. In VIELLEICHT, VIELLEICHT AUCH NICHT bleibt dagegen nur die Frage: Wie habe ich mich von deiner Mutter geschieden?"
Laut Michael Kienzl handelt der Film "vom Suchen und nach zahlreichen Hindernissen auch Finden der wahren Liebe und unterscheidet sich durch seine routinierte Inszenierung und die Vorliebe für Archetypen und Klischees nicht vom Großteil üblicher Genreproduktionen. Was den Einstieg in den Film jedoch massiv erschwert sind die beiden völlig unsympathischen Hauptfiguren. Einem gelackten, langweiligen Spießer wie Will wünscht man eben nicht das große Glück in der Liebe und seine Tochter Maya entpuppt sich schon nach kurzer Zeit als reines Drehbuchkonstrukt."