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DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN

DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN

Regie Justin Chadwick
Kinostart 06.03.2008

Kritiken • DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN

06. März 2008 | DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN • Kritik • Berliner Zeitung

Leider funktioniert die Reduktion eines komplexen Zeitgemäldes zum psychologisierenden Kammerspiel nicht recht, meint Carmen Böker. "Allzu sehr bleiben Portman und Johansson in Gestik, Mimik und Haltung der Gegenwart verhaftet, um nicht verkleidet zu wirken in Samt und Seide mit Geschmeide. In Großbritannien wurde nach Bekanntgabe der Besetzung moniert, die zwei sähen nicht britisch genug aus; das Genörgel kann aber damit zu tun haben, dass die Vorlage, ein saftiger Schmöker Philippa Gregorys, dort bereits 2003 zur Zufriedenheit fürs Fernsehen verfilmt worden war, mit Jodhi May und Natasha McElhone als Anne und Mary."

06. März 2008 | DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Wer will sich schon zwischen den beiden Hauptdarstellerinnen entscheiden, fragt Daniel Kothenschulte. "Das Ergebnis ist in Justin Chadwicks schnörkelloser Regie ebenso mühelos anzusehen wie nachher auch wieder zu vergessen. Der Weg ist nicht weit zu jener Künstlerbiografie namens DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING, in der sich - ebenfalls dank Scarlett Johansson - niemand mehr für einen auch nicht gerade unbedeutenden Maler namens Vermeer interessieren wollte. Was für eine hübsche Tragikomödie hätte dies werden können, wenn man die männliche Hauptfigur nicht über allem weiblichen Talent vergessen hätte."

06. März 2008 | DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN • Kritik • Neue Züricher Nachrichten

Susanne Ostwald empfiehlt, nicht ganz genau hinzusehen. "Wer grosszügig darüber hinwegsehen mag, dass sich der Film gewisse künstlerische Freiheiten mit der historischen Wahrheit herausnimmt, wird finden, dass DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN einen durchaus reizvollen Ansatz zu einer bekannten Geschichte offeriert, indem er sie aus der wechselnden Perspektive der beiden Schwestern erzählt. Chadwick bietet grosses Kostümkino und schafft mit klassischen Ingredienzien – bedrohlich schlagende Pferdehufe, düstere Wolkenformationen, finstere Gelasse – eine stimmige Atmosphäre des aufziehenden Ungemachs."

06. März 2008 | DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN • Kritik • Jungle World

Irre Geschichte. Irrer Film, meint Jürgen Kiontke. "Der Film nimmt sich viel Zeit, um diese weiblichen Machtstrategien zu analysieren. Die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek muss Patin gestanden haben. Chadwick stellt seine Geschichte darüber hinaus in einen größeren philosophischen Kontext: Ist es besser, nach den Sternen zu greifen und dabei den Kopf zu verlieren, oder sollte man kleine Aliens gebären – und bescheiden, aber friedlich ein ruhiges Leben auf dem Land fristen? Sollte man versuchen, die Bestie zu beherrschen, oder sollte man sie meiden?"

06. März 2008 | DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN • Kritik • Vanity Fair

Ulrich Lössl erzählt Natalie Portman einiges über ihre Nähe zu Scarlett Johansson, Nacktszenen und Psychologie.

05. März 2008 | DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN • Kritik • Der Spiegel

Daniel Haas bringt es auf den Punkt: DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN ist ein "filmischer Fummel, der trotz opulenter Ausstattung, großer Stars und einer erfolgreichen Buchvorlage wirkt wie aus der Mottenkiste Hollywoods."

28. Februar 2008 | DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns fühlt sich weniger in einem Shakespeare-Drama, als in einer Vorabendserie. "In jedem Moment betont Regisseur Justin Chadwik die Melodramatik der Situationen, übersteigert die Intrigen und Manipulationen bis sie fast Camp-Niveau haben. Subtil ist das gewiss nicht, aber dank der überzeugenden Hauptdarsteller – neben Portman und Johansson überzeugt vor allem Eric Bana als mal weicher, mal grausamer König – macht es viel Spaß, den politischen und emotionalem Verirrungen am Hof zuzusehen. Da lässt es sich auch verschmerzen, dass die Chance vertan wurde, der Geschichte noch mehr Substanz zu geben."

28. Februar 2008 | DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN • Kritik • programmkino.de

Kino von der besten Sorte, sah Thomas Engel. "Das Hofleben, der emotionale, hin und her gerissene Charakter des Königs, die problematische Hochs und Tiefs durchmachende Beziehung zwischen den beiden Schwestern, die spitzfindigen Machenschaften und Intrigen, die Schicksalsschläge sowohl Marys als auch Annes, dazu die zeremoniellen Verhaltensformen, die gewählten Dialoge, die ausgesuchten Örtlichkeiten, die prächtige Ausstattung, das alles wird kinomäßig, auf Effekt ausgerichtet und publikumswirksam geschildert, aber auf sehr hohem Niveau."

16. Februar 2008 | DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN • Kritik • Der Spiegel

Einen Schmachtfetzen mit Austattungs-Schmonzes sah Wolfgang Höbel. "Die Überraschung des Films besteht darin, dass mal die eine, mal die andere die Oberhand (und das Herz des Königs respektive des Publikums) gewinnt. Und trotz allem Austattungs-Schmonzes, trotz ohrenbetäubend trappelnder Pferde und jauchzender Musik sind es allein die Darstellerinnen Portman und Johansson, die den Zuschauer wirklich in Bann ziehen. Sind hier ja auch zwei der tollsten jungen Frauen im Weltkinos überhaupt am Werk."

16. Februar 2008 | DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film ist in puncto Ausstattung auf hohem Niveau, jedes Detail wird zelebriert wie von Hans Holbein verewigt, schreibt Carmen Böker. "Der Wettbewerbsbeitrag (außer Konkurrenz; Kinostart 6. März) basiert auf einem Roman von Philippa Gregory, in dem Mary zum Unschuldslamm gemacht wird; der Geschichtsschreibung zufolge war sie vor Heinrich VIII. aber bereits mit Franz I. von Frankreich in den Federn gewesen. Mit diesem Kunstgriff der charakterlichen SchwarzWeiß-Malerei rückt der Konkurrenzkampf der Schwestern zwar ins Zentrum, aber die ganze damalige Welt bleibt leider auch draußen."

16. Februar 2008 | DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN • Kritik • Der Tagesspiegel

Ein Machtspiel wie ein Schachspiel sah Christina Tilmann. "Reizvoll zu überlegen, ob die Schwestern nicht anders herum besser besetzt gewesen wären: Natalie Portman, die Klare, Stille, Willensstarke, als Mary, Scarlett Johansson, die durchaus auch die Verführerin, die Intrigantin geben kann, als Anne. Historisch verbürgte Äußerlichkeiten sprechen dagegen: Annes vielgerühmter blasser Teint, ihr dunkles Haar und langer Hals zum Beispiel – der Film gibt sich größte Mühe, historischen Bildern zu entsprechen und schwelgt besonders in jenen Türkis- und Blautönen, für die der Hofmaler Hans Holbein der Jüngere berühmt war."

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