| Regie | Jon Turteltaub |
| Kinostart | 24.01.2008 |
Es hätte so ruhig und gemütlich sein können für Benjamin Franklin Gates: Der Schatz der Tempelritter ist erobert - und auch die schöne Abigail Chase. Doch dann taucht plötzlich eine Seite des Tagebuchs von John Wilkes Booth auf, dem Mörder von US-Präsident Abraham Lincoln. Und laut diesem Schriftstück war Gates Ur-Ur-Großvater ein Mitverschwörer des Attentats. Prompt macht sich der Abenteurer auf, um seinen Vorfahren von dem ungeheuerlichen Vorwurf reinzuwaschen, und verfolgt eine Kette von Indizien rund um den Globus. Sein Gegenspieler ist ein zwielichtiger Antiquitätenhändler. Aber zur Seite stehen ihm nicht nur Abigail und sein bester Freund Riley Poole, sondern auch Vater und Mutter. Und bald wird klar, dass es hier nicht nur um alte Manuskripte geht, sondern um einen neuen legendären Schatz, der alles Bekannte in den Schatten stellt.
Bert Rebhandl entdeckt den springenden Punkt, "dass es schließlich tatsächlich um einen Schatz geht. Um Gold. Die intelligente Vermittlung zwischen materiellen und symbolischen Werten, die DAS VERMÄCHTNIS DER TEMPELRITTER geschafft hat, hat hier keinen Platz mehr. Der angedeutete Zusammenhang zwischen dem heutigen Reichtum der USA und einer reichen, verschütteten Kultur der Ureinwohner erfüllt sich auf allzu triviale Weise. Als Abenteuerfilm ist DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES nicht besser und nicht schlechter als die bunten Filme, die sonntags im Fernsehen laufen und zum Mittelpunkt der Erde oder zum Mond führen. Nur hat er nicht deren Charme. Zum großen Kinoschatz trägt er nichts bei."
"Dem Zuschauer aber verlangt das Drehbuch einiges ab. Welcher der Protagonisten nach welchem neuen Hinweis auf die gesuchte Wahrheit welche neuen Pläne ausheckt, erfordert genaues Hinhören und viel Mitdenken. Insofern bleibt DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES, im Originaltitel "National Treasure: Book of Secrets", nicht nur kurzweilige Abenteuerunterhaltung, sondern ein recht anspruchsvolles Spiel mit Verschwörungstheorien und rätselhaften Verstrickungen."
Als beliebig bezeichnet Ronald Bluhm den Film. "Freilich wäre all das Stoff für mindestens vier oder fünf weitere Fortsetzungen gewesen - vorausgesetzt natürlich, man hätte die zahlreichen Einzelideen ein wenig gründlicher ausgearbeitet. Derart zusammengestaucht jedoch huscht die neuerliche Schatzjagd nun einigermaßen beliebig vorüber. Denn für jedes Rätsel gibt es hier prompt ein verborgenes Fach mit den passenden Lösungsvorschlägen. Und für jedes Hindernis sofort einen Hebel zum Freilegen des nächst besten Geheimgangs. Einigermaßen zerstreuend mag dieses übrigens recht patriotisch eingefärbte Abenteuer ja dennoch sein."
Für Rochus Wolff wäre DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES "schon von Anfang an völlig uninteressant, wenn der Film nicht – auf politisch stets belanglose Art – so intensiv nationale Selbstvergewisserung mit den Mitteln der Popkultur betriebe. ... Die einzigen ernsthaften – und dann auch berührenden – Momente erlaubt sich Turteltaub, wenn Patrick und seine Ex-Frau (Helen Mirren) sich wieder nahe kommen. Da sieht man zwei erfahrene, wunderbare Schauspieler in viel zu kleinen Rollen dabei zu, wie sie mit wenigen Worten und etwas Mimik mehr Bedeutung und Charaktertiefe vermitteln als der restliche lange, laute Film."